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Bornstedt bekommt ein Gymnasium

So sollen der Bornstedter Bürgertreff und das Gymnasium aussehen

Das Atelier Schmelzer Weber aus Dresden hat den ersten Preis im Wettbewerb für das neue Gymnasium in Bornstedt erhalten.

Das Atelier Schmelzer Weber aus Dresden hat den ersten Preis im Wettbewerb für das neue Gymnasium in Bornstedt erhalten.

Bornstedt. Bornstedt bekommt ein Gymnasium für 700 Schüler und einen Stadtteiltreff am Fuße des Ruinenbergs. Am Dienstag präsentierte die Potsdamer Stadtverwaltung die drei Preisträger eines Realisierungswettbewerbs.

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Alle Entwürfe werden noch zwei Tage lang in der Turnhalle der Karl-Foerster-Grundschule in der Kirschallee 172 ausgestellt. Sie sind am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 12 Uhr zu sehen.

Das Interesse an der Aufgabe war groß: 107 Architekturbüros nahmen am Wettbewerb teil. Die Herausforderungen: An der Grenze zum Weltkulturerbe auf einem Grundstück mit vielen erhaltenswerten Bäumen und in leichter Handlage einen nachhaltigen Bau zu errichten, der Schule, Sport und Bürgertreff vereint.

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Die Aula des neuen Potsdamer Gymnasiums dient auch dem Stadtteiltreff Bornstedt

Die drei Preisträger haben allesamt nachhaltige Architektur mit einer Mischung aus Holz und Beton erdacht. Der Sieg-Entwurf des Dresdner Büros „Atelier Schmelzer Weber“ ist nicht nur Favorit der Jury, sondern auch der Schulleitung. Er zeichnet sich durch viele kleine Baukörper – sogenannte „Lernhäuser“ aus, die mehrere unterschiedlich nutzbare Innenhöfe bilden. Langgestreckte Balkone dienen als Klassenzimmer im Freien.

Das Modell des neuen Gymnasiums an der Pappelallee. Gut sichtbar sind die langgestreckten Balkone, die auch als Lernräume dienen.

Das Modell des neuen Gymnasiums an der Pappelallee. Gut sichtbar sind die langgestreckten Balkone, die auch als Lernräume dienen.

Die Aula und andere Räume können als Stadtteiltreff genutzt oder auch vermietet werden. Die Sporthalle dienen auch dem Vereinssport. Erstmals wird in Potsdam das Außengelände für den Sport von vorn herein so geplant, dass es nach Schulschluss von jedermann genutzt werden kann. Für die Potsdamer Sportakrobaten, deren bisherige Halle im Luftschiffhafen abgerissen wurde, entsteht auf dem Schulcampus eine eigene Halle.

Der plan vonm oben: Vier Baukörper mit Höfen bilden den Kern der Anlage. Weiter rechts und nach Süden sind die Sportanlagen und der Schulhof geplant, die im Wald am Ruinenberg auslaufen.

Der plan vonm oben: Vier Baukörper mit Höfen bilden den Kern der Anlage. Weiter rechts und nach Süden sind die Sportanlagen und der Schulhof geplant, die im Wald am Ruinenberg auslaufen.

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Durch die Bauweise und die Nutzung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik strebt die Stadt ein Plus- oder Nullenergiehaus an, das keine fremde Energie mehr benötigt. Das hängt allerdings von Fördermitteln ab – sollte es neue Programme geben, strebt die Stadt den höchsten energetischen Standard an.

Auch dieser Entwurf, der den dritten Preis bekam, setzt auf Holz in der Architektur.

Auch dieser Entwurf, der den dritten Preis bekam, setzt auf Holz in der Architektur.

Baustart ist 2024 geplant, Eröffnung soll 2027 gefeiert werden

Ob tatsächlich der erste Preisträger oder der Zweit- oder Drittplatzierte zum Zuge kommen, ist noch nicht endgültig entschieden. Das Vergaberecht sieht nun noch ein Vergabeverfahren mit allen drei Architekturbüros vor – der Sieger hat allerdings in der Gewichtung aller Faktoren durch den ersten Platz einen großen Vorteil. „Im Oktober wissen wir, wer tatsächlich baut“, sagte Bernd Richter, der Werkleiter des Kommunalen Immobilienservice (Kis).

Die Schule soll dann ab 2024 gebaut und zum Schuljahr 2027/28 in Betrieb gehen. 46 Millionen Euro kalkuliert der Kis für das Projekt. Doch diese Zahl beruht auf heutigen Baupreisen, die gerade rasant steigen. „Das ist unser jetziger Kenntnisstand“, sagte Richter auf MAZ-Nachfrage, inwiefern ein Puffer für die Baukosten eingeplant ist. Man werde sehen, wie der Markt sich entwickelt. Richter äußerte sich optimistisch: „Mein Gefühl ist, dass die Baupreise gerade auf dem Peak sind und es sich wieder entspannt.“

Doch die Stadt hat keine Wahl. Das machte auch die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) deutlich: „Die Schule muss finanziert werden. Wir haben seit Jahren eine starke Nachfrage nach Gymnasialplätzen, die es so im Potsdamer Norden bisher nicht gibt. Dieses Gymnasium ist gewollt und wird gebraucht“, sagte sie.

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Um die Schulform hatte es erbitterten Streit in der Stadtpolitik gegeben, weil ursprünglich kein Gymnasium, sondern eine Gesamtschule geplant war und weil das Oberstufenzentrum 1 (OSZ) an der Jägerallee dafür aufgegeben werden sollte. Das neue Gymnasium nimmt am Beginn des neuen Schuljahres seinen Betrieb am OSZ 1 auf – und soll in fünf Jahren dann in den Neubau ziehen.

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