„Zeichen von Humanität“

Potsdam will aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufnehmen

Flüchtlinge im Mittelmeer

Flüchtlinge im Mittelmeer

Potsdam. Die Stadt Potsdam will sich einer Initiative nordrhein-westfälischer Städte zur Aufnahme geretteter Flüchtlinge aus Seenot anschließen.

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"Der Brief an die Bundeskanzlerin, in dem die Oberbürgermeister auf die schreckliche Situation im und am Mittelmeer aufmerksam machen, ist eine sehr gute Initiative unserer Partnerstadt Bonn sowie von den Städten Köln und Düsseldorf", erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Sonntag. Zusammen mit dem zuständigen Beigeordneten Mike Schubert sei er zu dem Schluss gekommen, sich "dieser Initiative anschließen zu wollen".

Potsdam nehme in diesem Jahr deutlich weniger Geflüchtete auf als in den Vorjahren und schließe bereits eine Gemeinschaftsunterkunft. Die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf und Bonn hatten zuvor in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt, ihre Städte könnten und wollten in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen. Bis es die gewünschte europäische Lösung für die Aufnahme und Integration oder Rückführung gebe, sei es dringend geboten, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen.

„Es ist ein Zeichen von Humanität und der Potsdamer Toleranz, sich der Initiative unserer Partnerstadt Bonn und der anderen Städte anzuschließen“, sagt Mike Schubert, Beigeordneter für Soziales.

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Jakobs und Schubert fordern wie Bonn, Köln und Düsseldorf eine gemeinsame, gerechte europäische Lösung. „So lange es diese nicht gibt, dürfen wir aber nicht tatenlos zusehen, wie die Menschen im Mittelmeer ertrinken. Potsdam steht zur Verfügung, wenn die Bundesregierung den Menschen hilft“, sagt Mike Schubert.

Von Rochus Görgen

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