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Stadthaus kann nicht schrittweise saniert werden

Potsdamer Rathaus wird leer gezogen – alle Ämter und Bürgerservice betroffen

Ein Teil des Stadthauses Potsdam ist eingerüstet.

Ein Teil des Stadthauses Potsdam ist eingerüstet.

Potsdam. Der Kern der Potsdamer Stadtverwaltung muss das Potsdamer Stadthaus in der Friedrich-Ebert-Straße verlassen. Die seit vielen Jahren laufende Sanierung bei gleichzeitigem Behördenbetrieb ist nicht mehr zu ertragen. "Der Baulärm ist eine Zumutung", sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Donnerstag auf einem Pressetermin vor Ort.

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Potsdamer Standesamt und Bürgerservice müssen umziehen

Ab Mitte 2023 werden alle Büros leer gezogen. Das betrifft zahlreiche Fachbereiche, aber auch wichtige Anlaufstellen für Bürger: den Bürgerservice, das Standesamt und den Kita-Tipp. Bis Ende 2026 soll die 50 Millionen Euro teure Sanierung dann nicht mehr schrittweise, sondern an vielen Stellen gleichzeitig erfolgen.

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Oberbürgermeister Mike Schubert auf der Rathaus-Baustelle.

Oberbürgermeister Mike Schubert auf der Rathaus-Baustelle.

Bauleiter Bernd Richter, der Chef des Kommunalen Immobilienservice (Kis), der selbst im Stadthaus sein Büro hat, sagte: „Es macht keine Freude, wenn man am Schreibtisch sitzt und draußen werden Ziegel abgeklopft oder das Bürofenster wird ausgehängt.“ Derzeit finden zudem Bohr- und Stemmarbeiten im Untergeschoss statt. „Man kann einen historischen Altbau wie diesen nicht schnell im laufenden Betrieb sanieren“, so Richters Erkenntnis. Spätestens seit 2015 wurden mehrere Flügel und Etagen umgebaut, während im Rest des großen Hauses gearbeitet wurde.

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Im Untergeschoss finden lärmintensive Arbeiten statt.

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Doch wohin sollen die vielen hundert Mitarbeiter? Das ist teils noch offen. Für Standesamt, Bürgerservice und Kita-Tipp werden gerade Räume in der Innenstadt gesucht. Auch das Büro des Oberbürgermeisters und das Büro der Stadtverordnetenversammlung sollen in der Innenstadt bleiben.

Edisonallee in Zentrum Ost wird Großteil der Stadtverwaltung aufnehmen

Womöglich wird dann künftig im Hauptbahnhof über Verwaltungsakte entschieden und geheiratet - in den Bahnhofspassagen hat die Verwaltung seit einigen Jahren aufgrund von Platznot in der Sanierungsphase zahlreiche Büroflächen angemietet. Auch in der Behlertstraße gegenüber der Schiffbauergasse hat die Stadt einen großen temporären Standort etabliert.

Oberbürgermeister Schubert kündigte an, dass bis Ende August feststehen soll, wo die besonders bürgernahen Bereiche wie der Bürgerservice von 2023 bis 2026 unterkommen.

Einer der repräsentativen Säle des Hauses – normalerweise tagt hier der Hauptausschuss.

Einer der repräsentativen Säle des Hauses – normalerweise tagt hier der Hauptausschuss.

Schon jetzt steht fest, dass der Großteil der Ämter nach Zentrum Ost umzieht. Die Zentrale Verwaltung, die Kämmerei, der Kis und die Wirtschaftsförderung beispielsweise ziehen in die frühere SNT-Zentrale in der Edison-Allee. Die großen Gewerbebauten dort wurden bereits vor einiger Zeit für die Bauverwaltung angemietet, die nun aber wegen des Leerzugs des gesamten Stadthauses im sanierungsbedürftigen Plattenbau auf dem Verwaltungscampus verbleiben wird.

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Von Saskia Kirf und Peter Degener

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