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Jüdische Studien in Potsdam

Sexismus-Affäre: Direktor der Rabbi-Ausbildung in Potsdam tritt zurück

Daniel Krochmalnik tritt als Direktor der School of Jewish Theology an der Uni Potsdam zurück.

Daniel Krochmalnik tritt als Direktor der School of Jewish Theology an der Uni Potsdam zurück.

Potsdam. Im Skandal um Pornographie- und Sexismus-Vorwürfe rund um Führungspersonen und Mitarbeiter am Abraham-Geiger-Kolleg gibt es einen neuen Rücktritt: Der geschäftsführende Direktor der School of Jewish Theology, Daniel Krochmalnik, hat seinen Rücktritt erklärt.

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Krochmalnik will „Neuanfang“ ermöglichen

Die Personalie wurde der MAZ von Universitätssprecherin Silke Engel bestätigt. Zuerst hatten die Potsdamer Neuesten Nachrichten darüber berichtet. Krochmalnik, Jahrgang 1956, hatte seit 2018 die Professur für Jüdische Religion und Philosophie an der Uni Potsdam inne. Den Direktorenposten an dem Institut, das Rabbiner ausbildet, übernahm er 2020.

Laut Engel begründet er seinen Rücktritt damit, einen personellen Neuanfang zu ermöglichen. Zudem habe er „als emeritierter Professor“ nicht mehr die Kraft, das Institut durch die aktuelle Krise zu bekommen.

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Vor eineinhalb Wochen waren Vorwürfe sexueller Belästigung am Abraham-Geiger-Kolleg bekannt geworden. Unter anderem soll der Ehemann von Gründer und Rektor Rabbiner Walter Homolka ein Geschlechtsteil-Foto an einen Studenten geschickt haben. Nach Recherchen des „Spiegel“ hatte zudem eine frühere Studentin Hinweise auf derartige Probleme an das Brandenburger Wissenschaftsministerium geschickt.

Rabbiner Walter Homolka lässt seine Ämterruhen.

Rabbiner Walter Homolka lässt seine Ämterruhen.

Walter Homolka hatte kurz nach Veröffentlichung der Vorwürfe erklärt, dass er seine Ämter bis auf Weiteres ruhen lasse. Er soll die Probleme nicht ernst genug genommen haben.

Ähnliche Vorwürfe soll es auch gegen Krochmalnik geben. Er habe die Aufklärung der Sexismus-Vorwürfe „abgebügelt“, schreiben die PNN.

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Eine Untersuchungskommission an der Universität Potsdam soll die Vorwürfe aufklären. Auch der Zentralrat der Juden hat Aufklärung gefordert. Er will selbst Anwälte damit beauftragen.

Von Alexander Engels und Ildiko Röd

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