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Radverkehr in Potsdam

Potsdamer urteilen sehr verschieden über Polizeikontrollen im Radverkehr

Die Potsdamer Polizei kontrollierte Radfahrer in der Innenstadt.

Die Potsdamer Polizei kontrollierte Radfahrer in der Innenstadt.

Innenstadt. Die massiven Polizeikontrollen des Radverkehrs am Mittwoch an drei Stellen der Innenstadt stoßen nicht überall in der Bevölkerung auf Zuspruch. Bei Facebook gibt es viele Befürworter, aber auch etliche Zweifler.

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Der Rikschafahrer und Stadtververordnete Jan Kuppert von der Fraktion Die Anderen schreibt auf Facebook einen sarkastischen „Glückwunsch an die Polizei, Radfahrer da abzukassieren, wo die Fahrradinfrastruktur besonders schlecht ist und selbst die Straßenverkehrsbehörde zugibt, dass es am Brandenburger Tor unklare Wegeführungen gibt. Ganz großes Kino!“

Unklare Wegeführung

Stadtpräsident Pete Heuer schreibt auf Facebook, ihm leuchteten die meisten der im MAZ-Beitrag geschilderten Sachverhalte ein. Wie man aber als Radfahrer aus der Charlottenstraße an der Kreuzung zur Schopenhauerstraße stadtauswärts korrekt weiterfahren kann, frage er sich jedes Mal. MAZ-Reporter Rainer Schüler erklärt, wie die Polizei es erklärt hat: „Nach rechts in den Stummel der Schopenhauerstraße, wo die Taxis stehen, dann am Brandenburger Tor über die Schopenhauer und via Luisenplatz zum Radweg Zeppelinstraße.“ Darauf Heuer: „Wäre ich nie drauf gekommen und es gibt auch keine Ausschilderung.“

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Auch Marcus Bernstrauch weiß nicht, wie man an der kontrollierten Ecke als Radler richtig fährt: „Das konnte mir noch niemand erklären – auch keiner ihrer Beamt:innen“, wendet er sich an die Polizei: „Der beste Vorschlag war bisher, abzusteigen und zu schieben. Völlig gaga. Dass Sie ausgerechnet an dieser unfassbar bescheuerten Stelle kontrollieren, um an dieser Stelle Radfahrende auszunehmen, spricht Bände.“

Mehr Kontrollen nötig

Davon abgesehen, findet Ines Bergmann, „müssten Radfahrer viel öfter kontrolliert werden. Das gäbe eine Menge Kohle ins Stadtsäckel.“ „Aex Kay“ entgegnet, es solle kein Kohlemachen sein: „Ich finde einfach, diese egoistische Ellenbogengesellschaft sollte endlich ein Ende finden. Mittlerweile denken die Radfahrer, die können machen was sie wollen.“

Viele Radler versuchen, fahrend die Einkaufsmeile Brandenburger Straße zu passieren, doch das ist eine Fußgängerzone.

Viele Radler versuchen, fahrend die Einkaufsmeile Brandenburger Straße zu passieren, doch das ist eine Fußgängerzone.

Theresa Decker, im Hauptberuf Sprecherin des Klinikums „Ernst von Bergmann“, räumt ein, es gebe unter den Radlern „viele Idioten“, und auch sie selbst fahre „nicht ganz korrekt.“ Aber solange sie täglich den „radfahrergefährdenden Mist der Autofahrer“ erlebe, die nicht kontrolliert würden, fehle ihr jedes Verständnis für diese Aktion.

Bessere Radwege gefordert

„Na endlich, wurde auch Zeit“, kommentiert dagegen Daniela Seifert die Kontrollen, und „Aex Kay“ findet das „richtig gut, denn mittlerweile denken die Radfahrer, die können machen was sie wollen. Erlebe ich jeden Tag!“

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„Baut gescheite Fahrradwege!“ fordert Clara Neumann: „Und schon nutz ich diese.“

Von Rainer Schüler

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