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Betreutes Wohnen in Potsdam

Potsdamer Wohnanlage Burgstraße soll Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen

Die bisherige Senioren-Wohnanlage in der Potsdamer Burgstraße.

Die bisherige Senioren-Wohnanlage in der Potsdamer Burgstraße.

Potsdam. Der Vermieter der Josephinen-Seniorenwohnanlage Burgstraße 6a will das Haus offenbar für Geflüchtete aus der Ukraine öffnen. In einem Schreiben an die Bewohner, das der MAZ vorliegt, verweist die Gesellschaft im Zusammenhang mit der „aktuellen, brisanten Lage in der Ukraine und den damit verbundenen hohen Flüchtlingszahlen“ auf „kurzfristigen Handlungsbedarf“.

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Platz für bis zu 350 Ukrainer in Potsdamer Wohnanlage

Deshalb habe man sich „entschlossen, in der Übergangszeit die Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine – überwiegend Frauen mit ihren Kindern – bereitzustellen“. Angekündigt wird „demnächst“ die Anlieferung neuer Möbel, „damit bis zu 350 Personen einziehen können“.

Die Wohnanlage ist im Herbst 2021 mit der Kündigung der teils hochbetagten Bewohner in die Schlagzeilen geraten. Um die Interessen der noch im Haus verbliebenen Menschen kümmert sich ein Bündnis aus Seniorenbeirat, Mieterverein Potsdam und Verbraucherzentrale Brandenburg.

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Potsdamer Bündnis begrüßt Initiative

Das Bündnis begrüßte in einer am Montag verbreiteten Erklärung, „die in der Immobilie leerstehenden Wohnungen kurzfristig für aus der Ukraine geflüchtete Menschen herzurichten. Passen würde es, diesen Wohnraum vordringlich älteren Geflüchteten zur Verfügung zu stellen.“

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Für den „langfristigen Erhalt des Betreuten Wohnens in der Burgstraße“ brauche es nach Meinung der Bündnispartner aber „weiterhin ein Gesamtkonzept“.

Potsdam will Haus „längerfristig“ für soziale Zwecke nutzen

Die Stadt sei am Donnerstag, dem 24. März 2022, per Fax über das Angebot informiert worden, sagte Sozialbeigeordnete Brigitte Meier (SPD), am Montag auf Anfrage. „Wir sind aktuell in Prüfung, das Haus längerfristig für soziale Zwecke zu nutzen und insbesondere natürlich für Seniorinnen und Senioren. In der aktuelle Lage würde es sich anbieten, die Anlage für ukrainische Seniorinnen und Senioren oder andere besonders vulnerable Gruppen zu nutzen.“

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Zuletzt Debatte um Studentenwohnungen

Grundsätzlich, so Meier, werde die Unterbringung von aus der Ukraine geflüchteten Seniorinnen und Senioren in der Anlage begrüßt.

Eine Anfrage der MAZ beim Vermieter, wann mit dem Einzug erster Geflüchteter zu rechnen sei, blieb am Montag zunächst unbeantwortet. Zuletzt hatte der Betreiber, die Soziale Grundbesitzgesellschaft Potsdam (SGG), angekündigt, Studentenwohnungen im den Haus einrichten zu wollen.

Von Volker Oelschläger

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