Aus der Stadtverordnetenversammlung

Potsdams Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel sagt Tschüss – mit Hieb auf Schubert

Noosha Aubel (parteilos) hat sich von den Potsdamer Kommunalpolitikern verabschiedet

Noosha Aubel (parteilos) hat sich von den Potsdamer Kommunalpolitikern verabschiedet

Potsdam. Nach fünfeinhalb Jahren hat Potsdams bisherige Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung Abschied von der Stadtpolitik genommen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Wünsche an Potsdams Politik

Zu den Gründen ihres Rücktritts wolle sie sich nicht länger auslassen, aber an den Themen und dem „häufig umfangreichen Arbeitsvolumen hat es keineswegs gelegen“. Sie habe den „besten und schönsten Geschäftsbereich“ leiten dürfen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

An die Fraktionen richtete die scheidende Beigeordnete klare Wünsche. „Schaffen Sie Rahmenbedingungen, in denen die Mitarbeitenden der Verwaltung ihre Arbeit gut machen können“, sagte sie in Richtung der Stadtverordneten – und: „eine wertschätzende Arbeitskultur erscheint mir essenziell“. Das kann als klarer Hieb auf Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) verstanden werden, dessen Führungsstil im Rathaus hinter vorgehaltener Hand oft kritisiert wird.

Wieder versteckte Kritik an Potsdams Oberbürgermeister

Sein Verhältnis zu Teilen der Verwaltungsspitze gilt als zerrüttet. Auch Aubels überraschende Ankündigung des Abschieds im Herbst vergangenen Jahres hatte in diese Richtung gedeutet. Sie habe keinen „Frust schieben“ oder Dienst nach Vorschrift machen wollen, sagte sie nun. Dabei wirkte sie ungewohnt emotional, verhaspelte sich in ihrer Rede – vollkommen untypisch für die angesehene Verwaltungsfrau. „Wir beschäftigen uns zu sehr mit uns selbst, wir fragen uns, wer ist Schuld oder verantwortlich, anstatt etwas beherzt zu tun.“ Die sozialen Herausforderungen kämen in der Stadt zu kurz.

Sie danke „fast allen Fraktionen“ für die sehr gute Zusammenarbeit, die streitbaren und zielführenden Auseinandersetzungen, die man geführt habe. Perspektivisch wolle sie sich weiter in der Stadt engagieren. Künftig wird Noosha Aubel in Berlin für eine private Stiftung arbeiten.

Mehr aus Potsdam

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken