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Reaktion auf Ukraine-Krieg

Potsdams Hallenbäder senken die Wassertemperatur

Das Freizeitbad Blu in der südlichen Potsdamer Innenstadt.

Das Freizeitbad Blu in der südlichen Potsdamer Innenstadt.

Innenstadt/Am Stern. In Potsdams Hallenbädern wird in Reaktion auf den Ukraine-Krieg die Wassertemperatur heruntergefahren. Das hat die Bäderlandschaft Potsdam, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke, am Freitag angekündigt.

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Angesichts des Ukraine-Krieges und der zweiten Stufe des Notfallplans Gas habe die Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP) Einsparungen beim Energieverbrauch vorgenommen, heißt es in der am Freitag verbreiteten Mitteilung. Zudem würden die Aktivitäten im Klimaschutz verstärkt.

Ute Sello: „Dem stellen wir uns“

„Die Situation erfordert kurzfristiges Handeln und dem stellen wir uns“, sagte BLP-Geschäftsführerin Ute Sello. Dabei sei es „für uns wichtig, einen sinnvollen Weg zwischen den erforderlichen Sparmaßnahmen der aktuell zweiten Stufe des Notfallplans Gas und der Gewährleistung eines weiterhin attraktiven Angebotes für unsere Bade- und Saunagäste, die vielen Schul-, Vereins-, Freizeitschwimmer und Kursteilnehmer zu finden.“

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Schon in den vergangenen Tagen habe es im Sport- und Freizeitbad blu sowie im Kiezbad Am Stern mit Ausnahme der Baby-Schwimm-Bereiche eine Absenkung der Beckenwassertemperaturen in allen Bereichen der beiden Hallenbäder um bis zu 2 °C gegeben.

Nur Babybereiche bleiben warm

Auch die Raumluft sei in den Hallenbädern um bis zu 2 °C heruntergefahren worden. Fast alle Handwaschbecken mit Ausnahme des Bereichs mit den Babywickeltischen seien auf Kaltwasser eingestellt worden.

Auch die Duschwassertemperaturen in den Hallenbädern seien heruntergesetzt worden. Abgeschaltet seien die Wärmebänke in den Schwimmhallen. Die Temperaturen in den Saunen sowie im Wasser des blu-Außenschwimmbeckens seien um 5 °C reduziert worden.

Wie hoch die Einsparungen an Fernwärme aus diesen Maßnahmen sein werden, könne noch nicht beziffert werden, so Sello. Das sei von der Anzahl der Besucher ebenso abhängig wie von den Außentemperaturen.

Gas nur für die blu-Außensaunen

Die BLP bezieht nach Angaben der Geschäftsführerin Gas ausschließlich für die beiden Außensaunen im blu. Dort rechne die Gesellschaft mit einer Einsparung von ca. 15 Prozent. Außerdem werde der Einsatz von Biogas geprüft.

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Ein weiterer Spareffekt werde ab 7. Juli durch die „planmäßige, wechselweise Sommerschließung jeweils einer Sportschwimmhalle, der Sauna im Bad Am Stern sowie der Schließung des Familienbades und der Sauna im blu ab 22. August erzielt.

Strandbäder „schon immer kalt“

In den Strandbädern gebe es keine „Einsparungserfordernisse für Fernwärme oder Gas“, weil sie keinen Wärme- oder Gasbezug hätten: „Die Handwaschbecken und Duschen im Stadtbad Park Babelsberg und im Waldbad Templin haben schon immer nur Kaltwasser“, heiß es in der Mitteilung der Bäderlandschaft: „Gebadet wird in den Havelseen.“

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Neben diesen Sofortmaßnahmen setzten die Bäder ihre bereits langjährigen Anstrengungen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit verstärkt fort.

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blu-Tiefgarage bekommt Stromtankstelle

So konnte Ende Juni die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem blu abgeschlossen werden. Die Anlage umfasst 270 Solarmodule, die eine Leistung von rund 99 Kilowatt (kW) erbringen können. Das seien pro Jahr 90.500 Kilowattstunden Strom, soviel wie ca. 29 Haushalte pro Jahr verbrauchten. Dadurch würden 38,7 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden. Auch für das Kiezbad Am Stern ist eine Photovoltaikanlage geplant.

Mit der im Februar 2022 abgeschlossenen Sanierung des Kiezbades Am Stern seien die Potsdamer Bäder „modern, attraktiv und auf einem sehr guten energetischen Standard“. In Bearbeitung sei der schnellstmögliche Einbau von Wallboxen zum Stromtanken für E-Autos in der Tiefgarage des blu.

Von Volker Oelschläger

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