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Die schlechteste Straße ist..?

Letzte Chance: Stimmen Sie ab und wählen Sie Potsdams schlechteste Straße

Kein Vergnügen für Autofahrer: die Kastanienallee in Potsdam-West.

Kein Vergnügen für Autofahrer: die Kastanienallee in Potsdam-West.

Potsdam. Mehr als zwei Wochen lang haben wir die Vorschläge der MAZ-Leserinnen und -Leser gesammelt, nun stehen die zehn Anwärter auf den Titel "Holperpiste des Jahres" fest. Insgesamt haben uns fast einhundert Einsendungen erreicht. Die genannten Straßen liegen fast alle in der Innenstadt, in Babelsberg oder in den westlichen Teilen der Stadt: Es ist das alte Kopfsteinpflaster, es sind die unebenen Gehwege, die die Potsdamer am meisten nerven. Uneinsehbare Kreuzungen, Straßenlärm für die Anwohner und Schlaglöcher komplettieren die Gründe für den Straßenfrust in der Landeshauptstadt.

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Nun wollen wir in die Phase der Abstimmung starten: Wählen Sie unter den zehn meistgenannten Rumpelstrecken die Ihrer Ansicht nach schlimmste.

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Die Kastanienallee in Potsdam West gehört zu den Top Ten.

Die Kastanienallee in Potsdam West gehört zu den Top Ten.

Kastanienallee

Viele MAZ-Leser stören sich etwa an der Kastanienallee in Potsdam West. Hier treffen viele der typischen Probleme im Stadtverkehr aufeinander: Kopfsteinpflaster, sehr hohe Bordsteine, ein Gehweg als Stolperfalle, parkende Fahrzeuge, zu schnelles Fahren und dann auch noch die Tramschienen in der Mitte der Straße. Eine Garten-Pächterin der nahe gelegenen Sparte schreibt dazu: „Wir fahren dort jeden Tag lang, und zwar mit dem Rad auf dem Gehweg, weil es auf der Straße einfach nicht funktioniert.“ Sie berichtet von Rasern in der Tempo-30-Zone und von Autos, die auf dem Bürgersteig parken. Ein anderer Leser schreibt: „Gehwege verdienen den Namen nicht: gepflasterter Teil zur Hälfte als Parkplatz genutzt, Rest des Gehweges bei Regen eine einzige Schlammpiste. Sanierung der Straße seit 20 Jahren immer wieder aufgeschoben.“

> Alle aktuellen Nachrichten aus Potsdam West finden Sie hier.

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Die Straße Im Bogen in Potsdam West

Die Straße Im Bogen in Potsdam West

Im Bogen

Ebenfalls in Potsdam West findet sich die Straße Im Bogen. Sie entstand vor ziemlich genau hundert Jahren als Verbindung zwischen Zeppelin- und Forststraße, die bunten Häuser dort sind ausgesprochen sehenswert. Doch die Straße ist es nicht. „Viel zu eng, da immer rechts und links zugeparkt, und das Kopfsteinpflaster ist eine Zumutung für Fahrzeuge“, schreibt ein Einsender. Außerdem gebe es keinen Radweg, daher müssten auch Fahrradfahrende über die Piste: „Einfach mal ausprobieren, aber Rückenschmerzen einplanen.“ Auch die mangelnde Straßenbeleuchtung ist Thema für die MAZ-Leser, sie fürchten besonders im Winter Gefahren. „Diese Straße ist Schulweg für Schülerinnen und Schüler der Montessorischule. Außerdem wohnen viele ältere Menschen in dieser und anliegenden Straßen.“

> Aufgewachsen Im Bogen: So lebt Horst Sperfeld in der Neustädter Havelbucht

Allerdings passiert Im Bogen etwas, denn hier wird gebaut, wie Stadtsprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage mitteilt. „Zur Zeit im Bau sind unter anderem neben dem Leipziger Dreieck, Leipziger Straße, Brauhausberg, der Behlertstraße und der Brandenburger Straße auch die Straße Im Bogen, die Franz-Mehring-Straße sowie der Alte Weinberg. Parallel dazu laufen diverse Maßnahmen zum Straßenerhalt, also Asphaltfahrbahndeckenerneuerungen und, wo nötig, auch partielle Ausbesserungen bei Natursteinpflasterbelägen.“

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Die Meistersingerstraße in der Brandenburger Vorstadt.

Die Meistersingerstraße in der Brandenburger Vorstadt.

Ökonomieweg, Lennéstraße und die Straßen rund um den Tschäpe-Platz

Nicht weit entfernt, in der Brandenburger Vorstadt, liegen gleich mehrere Favoriten für die schlimmste Straße, nämlich der Ökonomieweg im Park Sanssouci, die Lennéstraße sowie die Straßen rund um den Tschäpe-Platz, die wir in der Abstimmung als Nansen- und Carl-von-Ossietzky-Straße zusammenfassen. Der Ökonomieweg bildet eine wichtige Verbindung für Radfahrer – und wird scharf kritisiert. „Schlaglochpiste“, fasst ein Leser zusammen. „Unzumutbar“, findet ein anderer die Strecke. Die Stadt Potsdam kann da nicht viel tun. „Der Ökonomieweg im Park Sanssouci liegt in Rechtsträgerschaft der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten. Hier sind wir froh, dass die Befahrung durch den öffentlichen Radverkehr weitgehend möglich ist“, sagt Christine Homann.

Die Lennéstraße in der Brandenburger Vorstadt.

Die Lennéstraße in der Brandenburger Vorstadt.

> Zuhause in der Carl-von Ossietzky-Straße: „Unser kleines Mini-Berlin“

Und überhaupt finde man diesen Weg gar nicht mehr so schlimm – zumindest wenn man von dort kommend in die Lennéstraße einbiegt, wirft ein Leser ein. „Die ist mit dem Fahrrad nicht zu befahren.“ Das gilt nach Ansicht vieler Zuschriften für beinahe alle der schmucken Altbau-Seitenstraßen in der Brandenburger Vorstadt. Der CDU-Stadtverordnete Wieland Niekisch schreibt der MAZ: „Die eindeutige Katastrophe ist der Abschnitt der Nansenstraße zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Tschäpeplatz/Erlöserkirche: Straßenvertiefungen, Absenkungen von bis zu zehn Zentimetern. Auch die Bürgersteige und Bordsteine sind total uneben oder sogar hochgefährliche, potenzielle Unfallschwerpunkte.“

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Die Spornstraße in der Innenstadt.

Die Spornstraße in der Innenstadt.

Spornstraße

Ein Überraschungsgast auf der Liste ist die Spornstraße in der Innenstadt. Angelegt 1722 im Zuge der ersten barocken Stadterweiterung ist die Spornstraße eigentlich eine kleine Verbindung zwischen Dortu- und Lindenstraße, doch sie zieht den geballten Furor der MAZ-Leserschaft auf sich. Hier stehen tatsächlich nicht nur die Gebäude, sondern auch die Straße an sich und die Pflasterung vom Typ „Nordisches Geschiebe“ unter Denkmalschutz. „Das wäre mal ein Marathon Finishing, bei dem keiner mehr bis zu Ende läuft“, schreibt ein offenbar sportlicher Leser. Immerhin, die Straße soll saniert werden.

„Es läuft eine Planung, wobei hier noch der gesamte Leitungsbau zu koordinieren ist und die Lösung für eine alltagstaugliche Pflasterung nach den anerkannten Regeln der Technik gefunden werden muss“, so die Stadtsprecherin. Besser so, findet ein Einsender: „Ich fahre keinesfalls mit Auto oder Fahrrad dort und selbst als Fußgänger sollte man gute Augen, Kraft und Nerven haben.“ 2015 schrieb die MAZ über die Spornstraße, sie sei „Potsdams wohl kaputteste Straße“ und wer dort wohne, brauche einen Jeep.

Die Straße Kolonie Daheim in der Teltower Vorstadt.

Die Straße Kolonie Daheim in der Teltower Vorstadt.

Kolonie Daheim

Komplettiert werden die neuen Vorschläge durch die Kolonie Daheim in der Teltower Vorstadt. „Dort kann man nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren und selbst dann setze ich mit dem Auto auf“, schreibt ein Leser. „Eine reite Schüttelpartie, mut dem Fahrrad vermutlich unpassierbar.“

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> Alle Nachrichten aus der Teltower Vorstadt lesen Sie hier.

Der mittlere Abschnitt der Maulbeerallee vor der Schlossorangerie im Park Sanssouci ist ebenfalls eine Holperpiste.

Der mittlere Abschnitt der Maulbeerallee vor der Schlossorangerie im Park Sanssouci ist ebenfalls eine Holperpiste.

Maulbeerallee, Drevesstraße und Am Neuen Garten

Schon vor fünf Jahren unter den Flop fünf und auch jetzt wieder ganz vorn dabei sind die Maulbeerallee am Park Sanssouci, die Drevesstraße in der Teltower Vorstadt – sie wurde 2017 zur schlechtesten Straße Potsdams gewählt – und die Straße Am Neuen Garten. Verbesserungen gab es dort jeweils nicht, was auch am massiven Investitionsstau liegt. „Es gibt für die Stadt einen festgestellten Instandsetzungsstau von mehreren Millionen Euro. Letztmalig wurdeder Wert von 122 Millionen Euro erfasst“, erklärt Stadtsprecherin Christine Homann. „Dieser kann nicht innerhalb weniger Jahre abgebaut werden. Die Abarbeitung richtet sich nach gesamtstädtischen Prioritäten, die unter Berücksichtigung verschiedener Rahmenbedingungen festgelegt werden müssen und einer permanenten Aktualisierung unterliegen.“

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