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Ländliches Potsdam

Rettung der Feuerwehr in Uetz

Beim ersten Feuerwehrfest in Uetz-Paaren am Sonnabend (v.l.): Oliver Kalotschke (28), Ortswehrführer Dennis Kroop (33), Julia Weniger (18) als jüngst Feuerwehrfrau, Ralf Schelk (34), die Vereinsvorsitzende Manuela Mentzel (55) und der Veteran Horst Lindemann (66).

Beim ersten Feuerwehrfest in Uetz-Paaren am Sonnabend (v.l.): Oliver Kalotschke (28), Ortswehrführer Dennis Kroop (33), Julia Weniger (18) als jüngst Feuerwehrfrau, Ralf Schelk (34), die Vereinsvorsitzende Manuela Mentzel (55) und der Veteran Horst Lindemann (66).

Potsdam/Uetz-Paaren. Die freiwillige Feuerwehr Uetz-Paaren feierte am Sonnabend das erste Feuerwehrfest seit ihrer Wiedergeburt. Denn praktisch hatte der mit rund 450 Einwohnern kleinste unter den 2003 eingemeindeten neuen Ortsteilen gar keine Freiwillige Feuerwehr mehr. Horst Lindemann (66) war der letzte noch aktive Kamerad.

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Ende Oktober 2016 gründete sich ein Förderverein, um die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils vor der drohenden Schließung der formell noch existierenden Wehr zu bewahren – und das mit durch schlagendem Erfolg. Binnen weniger Monate wuchs die Freiwillige Feuerwehr auf zwölf Mitstreiter. Julia Weniger als jüngstes Mitglied ist 18 Jahre alt, Horst Lindemann der älteste.

„Wir haben ganz viel die Werbetrommel gerührt“, sagt Vereinsvorsitzende Manuela Mentzel (55), „und sind ganz stolz auf uns, dass wir das in so kurzer Zeit geschafft haben.“ Der Förderverein selbst ist mit aktuell 32 Mitgliedern zahlenmäßig deutlich größer als die Feuerwehr. Manuela Mentzel hofft, dass er einen Beitrag nicht nur zum Feuer- und Katastrophenschutz, sondern auch zum Zusammenwachsen der Ortsteile und zur Annäherung von Altbewohnern und Zugezogenen leisten kann.

Sie selbst ist eine alte Potsdamerin, lebte lange in Falkensee und ist vor 18 Jahren ins ländliche Uetz rund zehn Kilometer vor den Toren der Landeshauptstadt gezogen. Die Siedlungen Uetz und Paaren sind bereits seit 1961 zum Doppeldorf vereint. Das hat aber nichts daran geändert, dass sie vier Kilometer auseinander liegen mit der Bundesstraße 273 dazwischen, die die räumliche Distanz noch vertieft. Auch im Förderverein der Feuerwehr dominiert das Trennende: „Es sind fast alles Uetzer“, sagt Manuela Mentzel, „nur ein Paarener“.

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Ein neuer Weg für Uetz und Paaren

Das Zusammenwachsen von Uetz und Paaren ist ein Thema, das sich ansatzweise auch in der seit 2015 laufenden Debatte zu einer „Strategieplanung für den ländlichen Raum“ Potsdams anklingt.

Dort findet sich in einem „Maßnahmensteckbrief“ für Potsdams Norden unter Punkt 36 eine „Ertüchtigung“ des unter Wildwuchs fast verschwundenen Falkenrehder Weges zwischen Uetz und Paaren.

Nicht berücksichtigt ist allerdings der unter anderem vom Paarener Verein Apfel und Kultur geäußerte Wunsch, diesen Weg zwischen den Dorfteilen zu asphaltieren und damit als abseits gelegene Alternative zur Bundesstraße 273 auch für Radfahrer nutzbar zu machen.

Der Verein, der alte Obstsorten in aufgegebenen Plantagen erhalten und pflegen will, ist in der Strategieplanung mit einem eigenen Maßnahmensteckbrief 26 bedacht worden.

Von Volker Oelschläger

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