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MAZ-Leser bereiten Weihnachtsfreude

Riesenfreude bei den Sterntaler-Beschenkten

MAZ-Sterntaler 2021: Große Freude bei allen Beschenkten.

MAZ-Sterntaler 2021: Große Freude bei allen Beschenkten.

Potsdam.Die Spendenbereitschaft unserer Leser hat uns überwältig. Und nicht nur uns. Den Menschen, die wir damit bescheren konnten, sprach die große Dankbarkeit aus ihren Augen.

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Bei Familie Liske fliegen die Fetzen – und zwar vor Freude! Das Geschenkpapier liegt schneller auf dem Boden, als der Weihnachtsmann „Ho, ho, ho“ sagen kann. Und das Beste: Lean (9), Demian (6) und Aidan-Leroy (3) sind so in ihre Geschenke vertieft, dass sie das Tränchen, das Mama Daniela (34) schnell fortwischt, gar nicht bemerken. Nach dem Krebstod von Vater Leroy (34) im Sommer ist die Familie umgezogen – für den Möbelwagen hat Daniela Liske eisern gespart. Doch das Geld fehlte an allen Ecken und Enden – bis jetzt. Sie, liebe MAZ-Leser, haben es möglich gemacht: Wir konnten der Familie den Umzug bezahlen und den Jungs coole Geschenke machen.

Aidan-Leroy Liske (3), Lean Liske (9) und Demian Liske (6) mit ihren Geschenken.

Aidan-Leroy Liske (3), Lean Liske (9) und Demian Liske (6) mit ihren Geschenken.

Das erste Weihnachten ohne Papa

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Endlich in den Urlaub

Wie schwer es ist, als Alleinerziehende etwas für ein Weihnachtsfest mit gedecktem Tisch und Überraschungen unterm Baum abzuzwacken, hat uns eine Vierfach-Mama aus Drewitz erzählt. Die Inflation macht jeden Gang in den Supermarkt zur Marathon-Rechnerei. von einem Urlaub mit allen Kindern im Alter von 9 bis 14, am liebsten an der Ostsee, davon wage sie kaum zu träumen – doch MAZ-Sterntaler macht’s möglich und schickt die ganze Bande in die Ferien.

Wurst, Gemüse, Fischstäbchen: Sterntaler sammelt für einen unbeschwerten Einkauf

Auch die Einkaufssorgen können wir für einen Moment vergessen machen: Wir haben der Arche, die viele Familien aus dem Potsdamer Süden begleitet, mit Einkaufsgutscheinen beschenken können!

Arche-Leiter Christoph Olschewski hat die Einkaufsgutscheine beim Arche-Weihnachtsmarkt entgegengenommen.

Arche-Leiter Christoph Olschewski hat die Einkaufsgutscheine beim Arche-Weihnachtsmarkt entgegengenommen.

Eine unerwartete Helferin

"Ich muss ganz vorsichtig sein. Ich hebe das Papier gerne auf, um es wiederzuverwenden." Vorsichtig schneidet Horst Brabant in Drewitz Schleifenband und Weihnachtspapier auf. "Das ist ja ein Ding!", staunt er, als er den Staubsauger im riesigen Karton sieht – sein Wunsch in der Sterntaler-Aktion: "Hoffentlich bekomme ich das zusammengebaut", bangt der 69-Jährige ein wenig. Aber Cora Schubert (31) wird ihm helfen, falls das nicht klappt. Der jungen Drewitzerin war die Geschichte vom vereinsamten Ex-Soldaten so zu Herzen gegangen, dass sie anbot, mit ihm eine Gardine für seine Küche zu kaufen und auch anzubringen, denn Brabant steht nicht sicher und fühlt sich wackelig auf der Leiter. Und die Fenster zur Straße will Cora Müller bei der Gelegenheit gleich putzen.

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Im Sommer, wenn Corona es zulässt, will Horst Brabant zu den Verwandten nach Leipzig fahren; immerhin wird er dann 70. Dafür hat er einen Bahn- und einen Hotelgutschein bekommen. Er kann das Glück kaum fassen und freut sich jetzt schon so, dass er wieder sein ganzes Leben erzählt. Horst Brabant ist da kaum zu bremsen.

Sterntaler-beschenkt: Horst Brabant aus Drewitz

Sterntaler-beschenkt: Horst Brabant aus Drewitz

Ein einsames Leben mit kleinen Wünschen in Potsdam

Ein bisschen mehr Eigenständigkeit

"Shukran, Dankeschön", sagt Kameelah Shoulaq immer wieder, als sie die Geschenke der MAZ-Leser entgegennimmt. "Shukran" heißt "Danke" auf Arabisch. Shoulaq und ihre Tochter Ritaj kommen aus Libyen und leben derzeit in einer Michendorfer Flüchtlingsunterkunft. Auch Ritaj bedankt sich mit einem breiten Lächeln und einem Handzeichen. Die 18-Jährige ist gehörlos und spricht Gebärdensprache. Wegen einer Skoliose ist Ritaj unterhalb des Bauchnabels gelähmt und sitzt im Rollstuhl.

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Ihr größter Wunsch ist ein elektrischer Rollstuhl mit dem sie sich eigenständig bewegen kann. Zunächst wurden die beiden mit einer warmen Wolldecke, Schokolade und anderen Kleinigkeiten beschert. Aber die gute Nachricht ist: Die MAZ-Leser haben so viel gespendet, dass sie Ritaj den Traum vom elektrischen Rollstuhl erfüllen können. Sie wird sich ein passendes Modell aussuchen können.

Ritaj Abscharar und ihre Mutter Kameelah Shoulaq wurden von den MAZ-Lesern beschert.

Ritaj Abscharar und ihre Mutter Kameelah Shoulaq wurden von den MAZ-Lesern beschert.

Allein Schokolade kaufen? Ein Traum, der für Ritaj mit Elektro-Rollstuhl wahr werden kann

Hilfe fürs Homeschooling

In Werder haben Kai (8) und Mattis (3) Herzsprung die Sterntaler-Überraschungen und die vorweihnachtliche Bescherung schon freudig erwartet. Aufgeregt liefen die beiden im geschmückten Wohnzimmer der Familie um die Geschenke herum und rissen die Papiere nach dem Startschuss sofort auf. Kai, der vor einem Jahr eine Spenderniere bekommen hat und sich seitdem ins normale Leben zurück kämpft, konnte sich über ein neues Tablet fürs Homeschooling freuen. Dank der zahlreichen Sterntaler-Spenden konnte auch Mattis' Wunsch nach einem Kettcar erfüllt werden. Das bauten Mama Nadine und Papa Jens gleich zusammen. "Es ist überwältigend, auch dass unsere Geschichte die Menschen so berührt hat. Dankeschön!", sagt Nadine Herzsprung.

Kai und Mattis Herzsprung haben sich in Werder (Havel) sehr über die Sterntaler-Geschenke gefreut.

Kai und Mattis Herzsprung haben sich in Werder (Havel) sehr über die Sterntaler-Geschenke gefreut.

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Kai kämpft sich mit neuer Niere zurück in den Alltag

Zusammen radeln

Am Schlaatz bekommt Anthony Mahler (5) zwar noch nicht sofort das ersehnte Fahrrad, aber schon einiges, was dazu gehört: Eine Achtungs-Fahne von Käpt'n Sharky und eine passende Klingel, ein "fettes" Fahrradschloss und eine Warnweste. Das Rad kann er sich mit Experte Alexander Wietschel in einem Fahrradladen aussuchen und auf sich einstellen lassen. Wietschel bezahlt ihm das Rad – Papa Heiko Bangel kann sich mit den MAZ-Lesern-Spenden ein Fahrrad kaufen. Dann können er und Mama Janina Mahler mit Anthony das Radfahren vom Schlaatz zur Evangelischen Grundschule in Babelsberg üben. Auch Wietschel steht für das Training bereit. "Anthony ist zwar noch nie Rad gefahren, aber das lernt er bis zum Schulanfang", ist sich Janina Mahler sicher: "Erst recht bei dieser fachlichen Unterstützung." Und Papa Heiko ist überglücklich, seinen Sohn begleiten zu können, denn dank der Extra-Hilfe von Alexander Wietschel kann bald auch er in die Pedale treten. Ein Schloss fürs neue Rad hat auch er schon bekommen.

Heiko Bangel, Anthony Mahler und Janina Mahler werden bald alle drei ein Fahrrad haben.

Heiko Bangel, Anthony Mahler und Janina Mahler werden bald alle drei ein Fahrrad haben.

Mit dem Rad zur Schule: Sterntaler sammelt für Potsdamer Erstklässler

„Danke“ versteht jeder

Wenn Kinder aufgeregt und mit einem Strahlen im Gesicht in der Wohnung hin und her rennen, dann passiert gerade etwas Schönes, was sie kaum erwarten können. Der fünfjährige Berxwedan sah das Kettcar und raste erst einmal per Fuß durch die Wohnung. Dann setzte er sich drauf und strahlte noch mehr. Sein Wunsch – ein Auto zum Losfahren wie die Erwachsenen – wurde erfüllt. Die kurdische Familie Cetin, die aus der Türkei geflohen war und in Beelitz ein neues Zuhause gefunden hat, wollte ihre Dankbarkeit immer wieder zeigen. Weil der Übersetzer zur Bescherung nicht dabei sein konnte, wurde auch mit Händen und Füßen "gesprochen". Das Wort Danke, das jeder verstand, fiel immer wieder. Familienvater Fevzi Cetin freute sich über einen Laptop, um wieder Bücher schreiben zu können. Die einjährige Tochter Helbest kuschelte mit ihrem neuen Teddy. Die bestellte Nähmaschine für ihre Mutter Berivan Cetin, die das Nähen in der Flüchtlingsunterkunft in Michendorf gelernt hat, kam nicht rechtzeitig an, wird aber nachgeliefert.

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Große Freude: Die kurdische Familie Cetin mit den Geschenken aus der MAZ-Sterntaler-Aktion: Für den Sohn gab es ein Kettcar

Große Freude: Die kurdische Familie Cetin mit den Geschenken aus der MAZ-Sterntaler-Aktion: Für den Sohn gab es ein Kettcar

Familie Cetin hat große Sehnsucht nach dem kleinen Glück

Warme Kleidung und Kochgeschirr

Man muss Freude nicht immer zeigen und kann trotzdem berührt sein. Ralf Radtke hat jetzt eine warme Winterjacke und einen Pullover. Er ist keiner, der andere Menschen gern um etwas bittet, hatte am Ende des Sterntaler-Gesprächs aber doch gesagt, dass er Winterkleidung gebrauchen könne. Auch einen Topf und eine Pfanne erhielt Ralf Radtke, der obdachlos wurde und jetzt in einer Notunterkunft der Gemeinde Nuthetal Unterschlupf gefunden hat. Nach dem MAZ-Artikel über ihn bekam er auch von anderen Menschen Hilfe – das hat ihn berührt. So brachte unter anderem eine frühere Nachbarin warme Kleidung vorbei und auch Menschen aus dem früheren Bekanntenkreis zeigten mit Geschenken ihre Solidarität.

Ralf Radtke mit den Geschenken der MAZ-Sterntaler-Aktion

Ralf Radtke mit den Geschenken der MAZ-Sterntaler-Aktion

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Ralf Radtke hatte eine Frau und ein gutes Leben – bis alles zerbrach.

Von der MAZ-Lokalredaktion

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