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Ein Laden in Potsdam kuriert das kulinarische Heimweh

Sehnsucht nach dem Geschmack von Zuhause

NYX

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Potsdam . Erdnussbutter.  Marshmallows.  Weiches Weißbrot.  Solche Spezialitäten, die man in den USA selbstverständlich im Supermarkt findet, sind in Deutschland schwer zu finden.  Und wenn man sie findet, sind sie normalerweise im untersten Regal oder in die Ecke versteckt.  Sie schmecken und sehen meistens nicht genau wie zu Hause aus und sind entweder eingedeutscht oder nur eine halbherzige Kopie.   

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Croissants, Döner und Erdbeerkuchen sind Leckereien, die in Amerika nicht alltäglich sind. Deswegen essen sie Touristen aus den USA gerne, wenn sie in Deutschland sind.  Aber wenn man längere Zeit aus der Heimat weg ist, möchte man gerne wieder den Geschmack der Heimat erleben.

Für Engländer und Amerikaner ist das in Potsdam möglich - in der Dortustraße. In einem kleinen Hof mit britischen Fahnen und Fußmatten, die das Muster der US-Flagge zeigen, liegt der "British American Shop".  Dort gibt es originale Lebensmittel aus Großbritannien und den Staaten.  In den Regalen liegen Süßigkeiten, Chips, Pfannkuchen Mix, Corn Muffin Mix und Red Velvet Cake Backmischung.  Kleine Fahnen zeigen, aus welchem Land die Ware kommt. Viele dieser Dinge kennen die Deutschen eher nicht. Für Amerikaner und Briten ist das kleine Lädchen ein Stück Heimat.

Seit Jahren bietet dieses Geschäft echtes britisches und amerikanisches Essen. Aber die Kunden seien meist Deutsche, sagt Ladenbesitzer Mike Hitchman. „Die meisten Briten und Amerikaner in Deutschland haben gute Verbindungen. Wenn sie etwas brauchen, dann rufen sie ihre Verwandtschaft in der Heimat an und bekommen von dort ein Paket geschickt.“

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Der Laden

Den "British American Shop" finden Sie in Potsdam in der Dortustraße 53.

Der Laden ist Montag bis Freitag geöffnet von 11 bis 18 Uhr, am Samstag bis 14 Uhr.

Das Onlineangebot finden Sie unter: www.british-american-food.de.

Im Sommer kommen meistens Touristen in den Laden. Das liege daran, dass der Laden im Potsdamer Stadtzentrum liegt, sagt Hitchman. „Aber die Deutschen kaufen immer noch mehr als die Touristen. Vielleicht wollen die Touristen beim Stadtbummel einfach nicht so viel schleppen.“

2009 lebten laut Statistischem Bundesamt 13.780 Amerikaner und 9040 Briten in Berlin und 863 Briten und 713 Amerikaner im Bundesland  Brandenburg. Obwohl es in Berlin für Hitchman vielleicht mehr Kunden gäbe, hat er sich bewusst für Potsdam entschieden. „Wenn man in Berlin ist, ist man immer im falschen Ort. Die Stadt ist einfach zu groß“, sagt Hitchman.  Er wollte einen Laden in Berlin eröffnen, konnte sich aber nicht für einen Bezirk entscheiden.  Er findet, dass Potsdam die richtige Entscheidung war, gerade für ihn als Brite.  „Es gibt in Potsdam wegen Sanssouci eine starke Verbindung zum Königtum.“

Am Anfang hat Hitchman nur britisches Essen verkauft. Weil die Wünsche nach amerikanischem Essen größer wurden, verkauft er inzwischen auch amerikanisches Essen. Einen Dauerfavoriten hat seine Kundschaft nicht. Mal werden wie verrückt Pringles gekauft, in einer anderen Woche sind dann Kekse am beliebtesten.  „Wenn etwas über eine Ware in der Zeitung steht oder irgendwo ein Rezept mit einer seltenen Zutat, wie Senfpulver, gedruckt wird, verkaufen wir davon mehr“, sagt Hitchman.

Obwohl es schwierig ist, in Deutschland echtes Essen aus Amerika und England zu finden, gibt es in Potsdam im "Britisch American Shop" doch die Möglichkeit wenigstens für kurzes Zeit sein kulinarisches Heimweh zu kurieren.

Von Katrina Schwarz

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Die Autorin ist Austauschstudentin aus den USA und macht zurzeit ein vierwöchiges Praktikum bei der MAZ. Die 23-Jährige lebt in Milwaukee. Hier in Deutschland vermisst sie am meisten Erdnussbutter.

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