Potsdamer Garnisonkirche

Stiftung Garnisonkirche: Bischof Wolfgang Huber verlässt das Kuratorium

Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Garnisonkirche Potsdam im Sommer 2021 auf der Baustelle.

Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Garnisonkirche Potsdam im Sommer 2021 auf der Baustelle.

Potsdam. Der frühere Landesbischof und Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche, Wolfgang Huber, wird das Kuratorium verlassen. „Seit langem habe ich mich dazu entschieden, mich im Umfeld meines 80. Geburtstags von einer Reihe ehrenamtlicher Aufgaben zurückzuziehen. Dazu zählen meine Tätigkeiten im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche Potsdam und im Domstift Brandenburg“, so Huber in einer Mitteilung der Stiftung am Donnerstag.

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Wolfgang Huber hatte dem Kuratorium seit Gründung vorgesessen

Seit seiner Formierung 2009 wurde das Kuratorium von Huber geführt. Er gilt als Fürsprecher des „Forums an der Plantage“, das als Gesamtkonzept für das Umfeld des Kirchturms gemeinsam mit dem Kreativhaus Rechenzentrum und Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) letzten November vorgestellt worden ist.

Wolfgang Huber (l.),mit Oberbürgermeister Mike Schubert und Anja Engel vom Kreativhaus Rechenzentrum.

Wolfgang Huber (l.),mit Oberbürgermeister Mike Schubert und Anja Engel vom Kreativhaus Rechenzentrum.

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Die Stiftung Garnisonkirche habe „die Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis genommen und ist dankbar für Wolfgang Hubers beständigen und unermüdlichen Einsatz und alle wegweisenden Impulse“, heißt es von einer Sprecherin. Die zuständigen Gremien seien „vor geraumer Zeit über diese Entscheidung vertraulich informiert, so dass die Nachfolge vorbereitet werden kann.“ Darüber soll in der nächsten Sitzung des Kuratoriums im Herbst entschieden werden.

Blick auf den im Bau befindlichen Turm der Garnisonkirche

Blick auf den im Bau befindlichen Turm der Garnisonkirche

Ecktrophäen des Kirchturtms sollen neugestaltet werden

Der scheidende Kuratoriumschef äußerte sich am Donnerstag noch einmal zur Gestaltung des umstrittenen Kirchturms. Er erhoffe sich eine Neugestaltung der vier Ecktrophäen auf Höhe der Aussichtsplattform, die nicht barock rekonstruiert werden sollten. „„Es geht mir um ein deutliches Zeichen für die Aufgaben, die hier wahrzunehmen sind – gemäß dem Dreiklang: Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben“, sagte Huber. „Der Turm soll werden, was er noch nie war: ein Zentrum für Frieden und Versöhnung“.

Wer auf Huber folgen könnte ist völlig offen. Zu den aktuellen Mitgliedern des 15-köpfigen Gremiums gehören Vertreter der evangelischen Kirche, der Stadt Potsdam, des Militärs und zivile Persönlichkeiten. Darunter Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) und der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck, sowie Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Auch Maike Dencker, die Vorsitzende der Fördegesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche und Sven Lange, der Kommandeur des Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, gehören zum Kuratorium der Stiftung.

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