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Neu im MAZ-Shop

Stück für Stück Potsdam: MAZ präsentiert das Wimmel-Puzzle zur Landeshauptstadt

Karikaturist Jörg Hafemeister, hat das Bild für das Potsdam-Puzzle gezeichnet, das nun im MAZ-Shop erhältlich ist.

Karikaturist Jörg Hafemeister, hat das Bild für das Potsdam-Puzzle gezeichnet, das nun im MAZ-Shop erhältlich ist.

Potsdam.Es gibt Potsdam jetzt ganz neu zu entdecken. Und dafür muss niemand die Wanderschuhe überstreifen, selbst Handy oder Computer können ausgeschaltet bleiben. Einfach hinsetzen, auspacken, loslegen: Der Grafiker Jörg Hafemeister und die Märkische Allgemeine geben ein Wimmelpuzzle heraus. Exklusiv für den MAZ-Shop hat Jörg Hafemeister das Bild in seinem beliebten Karikaturenstil gestaltet, mit dem er schon aus der MAZ bekannt ist – jeden Mittwoch in der Potsdamer Ausgabe und auf www.MAZ-online.de/Potsdam.

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Wie er sich das Motiv überlegt hat und ob es länger dauert, ein Puzzle zu zeichnen oder zu legen, erzählt Jörg Hafemeister im Interview.

Das Potsdam-Puzzle ist gerade frisch rausgekommen. Haben Sie sofort angefangen mit dem Zusammenlegen?

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Jörg Hafemeister: Gab leider keinen Prototypen, an dem ich schon mal hätte üben können. Also: Nein, ich habe noch nicht angefangen. Aber wenn ich die Diskussionen über einen neuen Lockdown verfolge, werde ich dazu wohl noch reichlich Gelegenheit bekommen.

Puzzeln Sie privat? Katzen, Schiffe, Landschaften, Märchenfiguren . . .

Katzen, Schiffe, Landschaften, Märchenfiguren – klingt irgendwie nach Facebook. Ehrlich gesagt, das letzte Mal habe ich als Kind gepuzzelt. Ich glaube, das war was mit Venedig und das war ja damals eine wirklich ganz entfernte Welt. Insofern hatte so ein Puzzle damals bei mir auch mit Sehnsucht zu tun.

Und wie oft erlebt, dass man mittendrin aufhören muss und dann nicht weiß, wie man die stolz zusammengefügten Fragmente sicher vom Küchentisch kriegt?

Na ja, der Küchentisch war damals tabu. Ich habe das eher bäuchlings auf dem Teppich gemacht. Und als ich dann viel später ausgezogen bin, habe ich ganz tief unterm Bett auch die drei Teile gefunden, die mir damals zur Vollendung des Puzzles gefehlt haben.

Das große Potsdam-Puzzle.

Das große Potsdam-Puzzle.

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Es hat ja etwas Meditatives, sich stundenlang in so einen Mikrokosmos zu begeben und die Welt um sich auszublenden, oder?

Stimmt. Das ist eigentlich genau wie beim Puzzlebild zeichnen.

Sonst zeichnen Sie für ein großes Möbelhaus oder die wöchentliche Potsdam-Karikatur für die MAZ. War es eine andere Herausforderung, ein Puzzle-Bild zu zeichnen?

Zum Glück musste ich die Teilchen ja nicht selber ausschneiden. (lacht) Insofern ist das Pots-Puzzle letztendlich einfach ein Bild, bei dem es auf die Gesamtwirkung ankommt. Aber die ist natürlich besonders wichtig, der Puzzle-Spieler soll sich ja so sehr mit dem Motiv identifizieren können, dass er, wenn er denn feierlich das finale Puzzle-Teilchen eingesetzt hat, das schöne Gefühl hat, dieses Bild höchst selbst gefertigt zu haben. Apropos Teilchen, genau darin liegt vielleicht die Herausforderung für den Grafiker. Denn jedes Teilchen wird ja von den Puzzlespielern in die Hand genommen und quasi mit Adleraugen betrachtet. Nur so lässt es sich schließlich ein- und zuordnen, damit sich die Summe aller Teile schlussendlich zu einem großen Ganzen fügt.

Hier gibt’s das Potsdam-Puzzle

Das große Potsdam-Puzzle von Jörg Hafemeister und der MAZ ist exklusiv nur im Online-Shop „MAZ-Produktwelt“ erhältlich.

Es hat 500 Teile und misst ausgepuzzelt etwa 47 mal 35 Zentimeter.

Die Auflage ist auf 500 Stück limitiert. Preis: 19,90 Euro.

Verlosung: Hier verlost die MAZ drei Exemplare des großen Potsdam-Puzzles. Dafür sind ein paar Fragen zu beantworten.

Ist es Ihr erstes Puzzle?

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Ich habe für Möbel Höffner mal ein Gewinnspielpuzzle gezeichnet. Das stand allerdings riesengroß inmitten der Möbelausstellung. Es ging darum, ein einziges fehlendes Puzzleteil zu ersetzen, um zu gewinnen. Das MAZ-Pots-Puzzle ist also mein erstes richtiges Puzzle, das man zu Hause schön gemütlich am Tisch puzzeln kann.

Wovon wimmelt es denn in Potsdam? Was für ein Bild entsteht aus den vielen Teilchen?

Ich würde sagen, ein wimmeliges Pots-Puzzle-Poster. Mit vielen Potsdamern, alten Neubauten, neuen Altbauten, Familie Grün, preußisch Blau und jeder Menge Wasser. Die Mitte des Puzzles ist die alte neue Mitte Potsdams. Aber Potsdam ist ja auch der Schlaatz, das Mercure, die Bibliothek, die Holländerhäuser, das Filmmuseum, das Rechenzentrum und der Turm der Garnisonkirche, der einigen zu schnell, anderen zu langsam wächst.

Mussten Sie trotzdem viele Ideen weglassen?

Insgesamt ist Potsdam natürlich sehr viel mehr, als auf ein Puzzle passt. Zum Beispiel fehlen die Weberhäuschen, die Filmstudios oder das Karli – das hat einfach alles nicht mehr raufgepasst. Ich hoffe, die Babelsberger sind so noble Potsdamer, dass sie es mir nachsehen – aber eigentlich ist ja Babelsberg sowieso ein eigenes Puzzle wert.

Potsdam zum Zusammensetzen.

Potsdam zum Zusammensetzen.

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Okay, Häuser und Denkmale – aber gibt es auch Promis zu entdecken?

Es finden sich die üblichen Verdächtigen wie Günter, Wolfgang, Hasso und Fritz. Auch das alteingesessene Galeristenehepaar Sperl ist mit von der Partie. Aber es geht ja nicht um die Pots-Promis, es geht vor allem um alle Potsdamer und ihre Stadt.

Und hat sich der Künstler selbst in einer Figur verewigt?

Nein, nur sein kleines Auto.

Familie Grün steht am Minsk und die Landtags-Inschrift „Ceci n’est pas un château“ prangt am Hotel Mercure. Wissen Sie etwas, das wir alle bisher noch gar nicht erfahren haben?

Also dass das Hotel kein Schloss ist, das ist nun kein richtiges Geheimnis. Ironischerweise teilt es dieses Schicksal ja mit dem Potsdamer Landtag, aber auch das ist bekannt. Und was die Familie Grün betrifft – wenn ich die so traurig auf der Brandenburger Straße aus ihrer rotweißen Absperrung hervorlugen sehe, dann denke ich schon, da müsste sich mal wer kümmern. Aber nun kann man ja auch nicht alles Hasso Plattner überhelfen.

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Ihre Lieblingsstelle auf dem Bild ist ...

Also Lieblingsstelle ist jetzt nicht der richtige Begriff, aber ich habe extra Mattheuers Jahrhundertschritt beim Barberini größer gezeichnet. Ich wünsche mir, dass wir alle die Balance wahren.

Hat das Wimmelbild noch ein besonderes Thema?

Mein persönlicher Pots-Puzzle-Titel: Potsdam ist für alle da. Untertitel: Die Schwierigkeit liegt oft im Detail. Das ist im Puzzle so wie im echten Leben.

Wie lange haben Sie an dem Bild gearbeitet?

Mehrere Tage von früh bis spät. Wie ein richtiger Puzzlespieler eben auch. Ein schönes Potsdam braucht schlichtweg Zeit, bis alle Teile passen. Und sowieso – wenn alles fertig ist, kann man ja einfach noch mal von vorn anfangen.

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Oder man hängt es in einem Rahmen an die Wand. Was machen Sie, wenn Sie fertig gepuzzelt haben?

Dann setze ich mich an die nächste Mittwochs-Karikatur für die MAZ.

Von Alexander Engels

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