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Schulen in Potsdam

Weil Container fehlen, müssen zwei Schulen zusammenziehen

In diesem Container befindet sich momentan noch eine Grundschule, deren Neubau sich verzögert. Danach soll die Schule am Schloss hier übergangsweise Platz finden.

In diesem Container befindet sich momentan noch eine Grundschule, deren Neubau sich verzögert. Danach soll die Schule am Schloss hier übergangsweise Platz finden.

Bornstedter Feld.Die Schüler im Potsdamer Norden müssen im kommenden Schuljahr zusammenrücken. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, kann die neue Gesamtschule am Schloss nicht wie geplant den Schulbetrieb in einem eigenen Containerbau aufnehmen. Stattdessen müssen die drei siebten Klassen der neuen Schule mit in die benachbarte Da Vinci-Schule am Volkspark ziehen.

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Container fehlen, Neubau verzögert sich

Der Hintergrund sind einer Mitteilung der Stadt zufolge "Verzögerungen bei der Errichtung der Container-Anlage." Sprich: Die Firma, welche von der Verwaltung mit dem Aufstellen der Schulcontainer beauftragt wurde, wird nicht rechtzeitig fertig. Das Unternehmen hatte sich in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Planmäßig sollen die 86 Siebtklässler nur für ein halbes Jahr auf den da Vinci-Campus ziehen. Dann wird die Grundschule Bornstedter Feld II, die ebenfalls bislang an der Esplanade in einem Containerbau besteht, in einen wenige hundert Meter entfernten Neubau ziehen, die Gesamtschule am Schloss soll die freiwerdenden Container übernehmen. Ursprünglich hätte dies bereits jetzt möglich sein sollen, doch auch der Neubau der Grundschule wird verspätet fertiggestellt. Zum Schuljahr 2023/24 soll dann wiederum der Neubau der Schule am Schloss in der Pappelallee fertiggestellt werden; perspektivisch bietet sie Platz für 900 Kinder und Jugendliche und soll die größte Schule der Stadt werden.

Hier befindet sich derzeit noch eine Grundschule, deren Neubau sich verzögert. Sobald die Grundschüler umziehen, sollen die Gesamtschüler hier unterkommen.

Hier befindet sich derzeit noch eine Grundschule, deren Neubau sich verzögert. Sobald die Grundschüler umziehen, sollen die Gesamtschüler hier unterkommen.

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Die Direktorin der Da Vinci-Schule, Kirsten Schmollack, kritisiert die Entscheidung der Stadtverwaltung. Zum Einen sei die Mitteilung über den Raum-Notstand äußerst kurzfristig erfolgt, erst Ende Mai soll festgestanden haben, dass der geplante Übergangsbau nicht rechtzeitig fertig werde. Von der Misere erfahren haben die beiden betroffenen Schulen dann erst am 5. Juni. „Und am 19. Juni endet das Schuljahr, das ist ausgesprochen knapp“, sagt Kirsten Schmollack.

Sie verstehe zwar, dass die Verwaltung die neuen Schüler im Potsdamer Norden belassen wolle. „Aber auch unsere Schule ist voll, wir haben keine leerstehenden Klassenräume.“ Stattdessen müsse die Da Vinci-Schule nun Ganztagsangebote einschränken. Die Sportanlagen würden nun durch drei Schulen zeitgleich genutzt – auch die benachbarte Grundschule turnt hier – und Fachräume könne sie ohnehin nicht freiziehen. „Es ist für mich nicht fassbar, die Schule am Schloss ist so lange geplant worden“, sagt die Schulleiterin, „Schulqualität aufzubauen ist harte Arbeit.“ Mit der aktuellen Fehlplanung aber mache es die Verwaltung gleich zwei Schulen schwer.

Niemand kann zufrieden sein

Das sieht auch Sabrina Bippus, die designierte Leiterin der Schule am Schloss so. Derzeit arbeitet sie noch als Lehrerin – an der Da Vinci-Schule. „Frau Schmollack und ich sitzen praktisch täglich zusammen“, sagt sie. Gemeinsam versuche man, einen Weg zu finden, den Schulbetrieb für alle Schüler zu gestalten. „Die Eltern haben sich auch wegen unseres Konzepts für uns entschieden“, sagt Sabrina Bippus. „Natürlich haben sie jetzt viele Fragen hinsichtlich dieser Konzeption, aber auch zu Fachräumen, zu einer Mischung der Klassen und zur Essensversorgung.“

Zufrieden sei niemand mit der Situation, sagt die Pädagogin. „Wir wissen derzeit nicht, wo wir den Fachunterricht anbieten sollen.“ Sie frage sich auch, sagt Sabrina Bippus, warum die Verwaltung und der verantwortliche Kommunale Immobilienservice (Kis) nicht alles tue, um noch einen Modulbau zu erreichten – schließlich sei noch bis Anfang August Zeit. Erst dann beginnt das Schuljahr.

Darauf hat die Stadtverwaltung eine Antwort: „Aus Sicht der Landeshauptstadt Potsdam ist genau das logistisch und bautechnisch nicht mehr möglich“, so eine Sprecherin. Unabhängig davon prüfe der Kis die sichersten und schnellsten Möglichkeiten zur Errichtung eines Modulbaus. Auch bezüglich der benötigten Räumlichkeiten Die Entscheidung sei noch frisch, deshalb würden die Feinheiten noch geklärt. „Über die Details, wie zum Beispiel die Organisation des Unterrichts in Fachräumen befinden sich alle Beteiligten derzeit noch in Abstimmung.“ Die Möbel und Lehrmaterialien, deren Anlieferung die künftige Schulleiterin Sabrina Bippus erwartet, sollen zwischengelagert werden, so die Sprecherin.

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Von Saskia Kirf

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