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Corona-Demos

Weit mehr als 500 Impfgegner demonstrieren in Potsdam – erneut Gegenprotest

Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hat zu Protest gegen eine Demonstration von Impfgegnern aufgerufen.

Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hat zu Protest gegen eine Demonstration von Impfgegnern aufgerufen.

Potsdam. Am Montagabend haben Impfgegner in Potsdam abermals ihren Protest gegen die aktuelle Corona-Politik auf die Straße gebracht. Mit weit mehr als 500 Teilnehmern hatte die Demonstration so viel Zulauf wie nie.

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Hunderte Impfgegner protestierten am Montagabend in Potsdam gegen aktuelle Corona-Politik.

Hunderte Impfgegner protestierten am Montagabend in Potsdam gegen aktuelle Corona-Politik.

Zum fünften Mal hatte das Bündnis „Freie Impfentscheidung Potsdam“ eine entsprechende Demonstration angemeldet. Der Protest richtete sich gegen eine etwaige „allgemeine oder berufsspezifische Impfpflicht“, über die in Deutschland diskutiert wird, die aber noch nicht beschlossen wurde. Vom Bassinplatz zogen die Impfgegner in einer langen Reihe durch die Potsdamer Innenstadt.

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Wie die Polizei mitteilte, hatten sich zudem Impfgegner verabredet, am Brandenburger Tor einen so genannten „Lichterspaziergang“ zu starten. Die nicht angemeldete Demonstration wurde jedoch von der Versammlungsbehörde verboten – ebenso wie etwaige Ersatzversammlungen in Potsdam. Die Polizei hatte aus diesem Grund am Brandenburger Tor Hinweisschilder aufgestellt, auf denen das Versammlungsverbot mitgeteilt wurde. Zudem wurden Personen im Umfeld des Brandenburger Tores und auch in der Brandenburger Straße in der Potsdamer Innenstadt mehrfach mit Lautsprecherdurchsagen auf das Verbot aufmerksam gemacht.

Grund für das Verbot war laut Polizeiangaben, dass durch die unangemeldeten Versammlungen, hergeleitet aus „sich aus Feststellungen und Verstößen vorangegangener Versammlungen der gleichen Art und Weise am gleichen Ort und zur gleichen Zeit“, unmittelbare Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen würden.

Die Polizei hatte bereits am späten Montagnachmittag am Brandenburger Tor darauf hingewiesen, dass ein sogenannter „Spaziergang“ an diesem Tag in Potsdam nicht gestattet sei.

Die Polizei hatte bereits am späten Montagnachmittag am Brandenburger Tor darauf hingewiesen, dass ein sogenannter „Spaziergang“ an diesem Tag in Potsdam nicht gestattet sei.

Dennoch gingen kleinere Gruppen über den Broadway, reihten sich jedoch später in den angemeldeten Demonstrationszug der Impfgegner ein.

Wie die Polizei am Montagabend mitteilte, verliefen die Versammlungen friedlich.

Seit Wochen mobilisieren Impfgegner in Potsdam

Die Impfgegner konnten in den vergangen Wochen in Potsdam wiederholt teilweise bis zu 500 Menschen mobilisieren. Auch die unangemeldeten "Lichterspaziergänge" wurden immer wieder angekündigt – und von der Polizei gestoppt. In der vergangenen Woche stoppte die Polizei einen solchen "Spaziergang" und nahm die Personalien von Dutzenden Personen auf.

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Die Polizei war am 17. Januar 2022 erneut mit einer Pferde-Staffel in Potsdam im Einsatz.

Die Polizei war am 17. Januar 2022 erneut mit einer Pferde-Staffel in Potsdam im Einsatz.

Lauter Protest gegen Impfgegner-Aktionen in Potsdam

Doch in Potsdam regt sich Protest. Hunderte Menschen gehen hier regelmäßig auf die Straße, die den Corona-Leugnern nicht die Meinungshoheit überlassen wollen. Auch Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte bei einer angemeldeten Gegendemonstration gesprochen. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ und andere Initiativen hatten daher auch am Montag, 17. Januar 2022, zu Protest aufgerufen. Um 18 Uhr wurde am Steubenplatz, gegenüber des Filmmuseums und dem mutmaßlichen Platz der Abschlusskundgebung der angemeldeten Impfgegner-Demonstration, protestiert.

In Potsdam stellten sich am Montag rund zwei Dutzend Menschen auf der Brandenburger Straße den „Spaziergängern“ in den Weg – die Demonstration war im Gegensatz zu dem „Spaziergang“ angemeldet.

In Potsdam stellten sich am Montag rund zwei Dutzend Menschen auf der Brandenburger Straße den „Spaziergängern“ in den Weg – die Demonstration war im Gegensatz zu dem „Spaziergang“ angemeldet.

Potsdams Beigebordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel, hatte am Montagvormittag dazu aufgerufen, dem Aufruf des Toleranzbündnisses zu folgen und „für eine solidarische Gesellschaft, gegen Schwurbelei und rechte Hetze“ zu demonstrieren.

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Noch am vergangenen Samstag hatte die SPD ein Gedenken am Brandenburger Tor initiiert. 100 Kerzen wurde dort aufgestellt, auf die Mehrheit aufmerksam zu machen, die sich und andere zum Beispiel mit einer Impfung oder mit Masken schützt, aber auch der Opfer der Pandemie gedenken. Vor genau einem Monat, am 17. Dezember 2021, brannten vor der Nikolaikirche am Alten Markt 257 Kerzen zum Gedenken an die "Corona-Toten" in Potsdam. Zugleich wurde so ein Zeichen gegen eine gleichzeitig stattfindende Demonstration von Impfgegner auf dem Alten markt gesetzt. Seitdem wurde weiter demonstriert – und leider auch gestorben. Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ist seit auf 263 gestiegen.

Von MAzonline

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