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Handwerk

So kann der digitale Wandel im Handwerk klappen

Torsten Koselowski, Geschäftsführer der Rittergerüst GmbH in Perleberg.

Torsten Koselowski, Geschäftsführer der Rittergerüst GmbH in Perleberg.

Götz. Es begann ganz harmlos mit einem Online-Seminar zum Thema „Papierloses Büro“ Anfang dieses Jahres. Torsten Koselowski, Geschäftsführer der Rittergerüst GmbH in Perleberg (Prignitz), war einer der Teilnehmer. Klar, Digitalisierung wird immer wichtiger. Und das papierlose Büro ist attraktiv. „So ist es ins Rollen gekommen“, sagt Torsten Koselowski. Der Unternehmer kam mit dem Seminarleiter ins Gespräch, erzählte von den digitalen Plänen für seinen Gerüstbaubetrieb und von den Punkten, bei denen er Unterstützung gebrauchen könnte. Damit war er bei Marvin Hänsel, dem Seminarleiter, an der richtigen Stelle.

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Individuelle Lösungen für jeden Betrieb

Marvin Hänsel von der Handwerkskammer Potsdam ist Projektmitarbeiter beim Zukunftszentrum Brandenburg, das speziell auch Handwerksbetrieben eine kostenlose Beratung in Sachen Digitalisierung anbietet. Es geht darum, individuelle digitale Lösungen für die Betriebe zu finden – sei es für den Einsatz in der Werkstatt, auf der Baustelle oder im Büro. Das kann die digitale Baustellendokumentation sein oder Hilfe bei der Einführung des digitalen Aufmaßes. Das kann eine bessere interne Kommunikation sein oder eine Kampagne zur Personalsuche über Social-Media-Kanäle. Das können aber auch Fragen zu Businesseinträgen bei Google sein, zur Optimierung von Websites oder zur digitalen Sicherung des Wissens von Kollegen, die vielleicht demnächst in den Ruhestand gehen. „Wir lassen uns auf alles ein“, sagt Marvin Hänsel. „Die Betriebe haben ein Anliegen und wir fangen dort an, wo sie stehen.“

Persönliche Beratung vor Ort

Das gelingt am besten bei einer persönlichen Beratung direkt im Unternehmen. So war es auch bei der Rittergerüst GmbH in Perleberg. Beim Blick ins digitale Büro wurde deutlich, „dass jeder der Kollegen ein anderes System der Ablage von Dokumenten auf dem Rechner hatte“, wie Firmenchef Koselowski berichtet. Zusammen mit dem Berater des Zukunftszentrums wurden eine neue Laufwerkstruktur und eine übersichtliche Struktur der Dokumentenordner angelegt. Torsten Koselowski: „Jeder weiß jetzt, wo welche Sachen hinterlegt sind. Und jeder hat genau die Zugriffsberechtigungen, die er braucht.“

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Zukunftszentrum

Im „Regionalen Zukunftszentrum Brandenburg für den digitalen Wandel“ (RZBB) sind vier Partner vereint. Neben der Handwerkskammer Potsdam sind das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung f-bb, die Bildungseinrichtung „Arbeit und Leben – DGB/VHS Berlin-Brandenburg“ sowie die bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH dabei.

Unterstützt werden kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen, darunter explizit auch Betriebe des Handwerks.

Das Projekt „Zukunftszentrum Brandenburg“ wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert. Vom Brandenburger Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie gibt es eine Kofinanzierung aus Landesmitteln.

Kontakt: www.zukunftszentrum-brandenburg.de

Telefon: Marvin Hänsel 033207 34 235

Der Perleberger Gerüstbauer hat 15 Beschäftigte. Vier von ihnen übernehmen Büroarbeiten. Schon allein mit den an sich kleinen digitalen Veränderungen „spart man Arbeitszeit“, erklärt der Chef. Die Kollegen müssen deutlich weniger suchen.

Mit entscheidend: Zufriedenheit der Mitarbeiter

Der Kontakt zum Berater des Zukunftszentrums steht noch immer. Denn die Perleberger wollen weitergehen. „Ich weiß, jeder Kollege würde am liebsten mit dem Laptop auf die Baustelle gehen“, meint Torsten Koselowski schmunzelnd. Aber so weit sei man noch nicht. Es gebe elektronische Aufmaße und digitale Arbeitszeiterfassung. Vor Kurzem erst habe es eine Mitarbeiterbefragung gegeben, um zu erfahren, wie die Kollegen mit den digitalen Angeboten klarkommen und ob sie sich wohlfühlen im Betrieb. Bei den Projekten des Zukunftszentrums Brandenburg gehe es immer um digitalen Wandel in Verbindung mit der Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden, erläutert Marvin Hänsel. Auch die Umfrage wurde vom Zukunftszentrum begleitet, ohne dass dem Unternehmer dafür Kosten entstanden sind.

Digitaler Wandel „nie abgeschlossen“

In Perleberg steht als Nächstes ein synchronisierter Kalender für die Kollegen im Büro auf dem Plan. Hier sollen dann wichtige Termine, wie zum Beispiel anstehende Tüv-Prüfungen für Baustellenfahrzeuge, für alle sichtbar eingetragen sein. Dieser digitale Wandel „wird nie abgeschlossen sein“, davon ist der Chef der Rittergerüst GmbH überzeugt. Aber dank der Berater des Zukunftszentrums habe er den nötigen Antrieb bekommen, den Wandel in seinem Unternehmen schneller voranzubringen als im Alleingang.

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Von Ute Sommer

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