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Pritzwalk

Der Energieverschwendung auf der Spur

Die Achtklässlerinnen hatten sich gut auf das Gespräch mit Halldor Lugowski vorbereitet.

Die Achtklässlerinnen hatten sich gut auf das Gespräch mit Halldor Lugowski vorbereitet.

Pritzwalk. „Macht Spaß“, meinte Halldor Lugowski über die ungewohnte Rolle, die er als Pritzwalks stellvertretender Bürgermeister am Mittwoch in der Freiherr-von-Rochow-Schule einnahm. Er stand 16 Mädchen Rede und Antwort und erklärte ihnen allerhand Details zum Thema Energie in Pritzwalk. Der Termin in der Schule war Teil der zweiten Runde im Wettbewerb „Mission Energiesparen“, an dem die achte Klasse der Rochowschule teilnimmt.

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In dieser zweiten Runde steht nach dem „Zuhause-Check“ in der ersten Runde der „Kommunen-Check“ an, daher auch die Befragung des Amtsleiters. In drei Gruppen widmeten sich die Schülerinnen den Themen Wärme, Energie und Vision. Mit letzterem ist ein Ausblick in die Zukunft gemeint. Bis zum Nachmittag versuchten sie dann, dem Energieverbrauch oder auch der Verschwendung in ihrer Schule auf die Spur zu kommen und diesen zu dokumentieren.

„Jungen sind laut und anstrengend“

Ungewohnt war dabei für Lugowski noch etwas anderes: nämlich dass es sich um einen reinen Mädchenkurs in Physik handelt. Warum das so ist, erklärt Lehrerin Ulrike Schulz: „Es gibt auch einen reinen Jungenkurs und einen gemischten Kurs. Wir machen die Unterteilung, weil die Ausführung des Unterrichts etwas anders ist.“ Man will so unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen gerechter werden.

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„Jungen wollen es lieber etwas praktischer, Mädchen mögen eher die bunten Schaubilder an der Tafel“, versucht Ulrike Schulz eine Erklärung. Fragt man die Achtklässlerinnen, wie sie den reinen Mädchen-Unterricht finden, dann gibt es eine klare Meinung: Die Schülerinnen können wohl auch mal ganz gut auf Jungs im Unterricht verzichten. „Jungen sind laut und anstrengend“, findet zum Beispiel Leonie-Marie Ulrich.

Über Windkraft, Biogas- oder Photovoltaikanlagen

Auf jeden Fall waren die 16 Mädchen gut vorbereitet auf den Termin mit Halldor Lugowski. So wollte eine Schülerin wissen, welche positiven Auswirkungen erneuerbare Energien auf Natur und Menschen haben. Lugowski antwortete differenziert, aber einfach und verständlich und zeigte die viel diskutierten Vor- und Nachteile von Windkraft, Biogas- oder auch Photovoltaikanlagen auf.

Eine Steilvorlage für die Diskussion war der gerade gefundene Kompromiss zum Ausstieg aus dem Kohleabbau. Lugowski verwies darauf, dass in der Prignitz bereits Überkapazitäten an regenerativem Strom produziert werden, es aber immer noch an der Ableitung und der Speichermöglichkeit mangelt.

Bei Erfolg winkt eine Fahrt nach Potsdam

Der Energieversorger EMB hat bereits zum neunten Mal zu dem Schulwettbewerb eingeladen. Zu den teilnehmenden 16 Schulen gehören neben der Rochowschule auch das Gymnasium Wittstock und die Kyritzer Carl-Diercke-Schule, die gleich mit zwei Klassen ins Rennen geht. Den Klassen, die die meiste Strom- und Energieverschwendung aufspüren, winken Preise im Gesamtwert von 7000 Euro, allein 3000 Euro erhält der Erstplatzierte.

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Für Ulrike Schulz, die Physik, Chemie und Naturwissenschaften unterrichtet, besteht hier die Chance, gemäß dem Lehrplan Kinder für das Thema Energie zu sensibilisieren. Sie erwähnt dabei auch ein Recyclingprojekt ihres Naturwissenschaftskurses. Sollten die Achtklässlerinnen die zweite Runde im Wettbewerb erfolgreich beenden, „dann fahren wir im April nach Potsdam“ – zur nächsten Runde.

Von Bernd Atzenroth

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