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Pritzwalk

20 Jahre Weltladen in Pritzwalk: Faire Bezahlung steht im Mittelpunkt

Die knapp 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter um Hadmut Stier (2.v.r.) feierten am Mittwoch in einer geselligen Runde das Jubiläum.

Die knapp 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter um Hadmut Stier (2.v.r.) feierten am Mittwoch in einer geselligen Runde das Jubiläum.

Pritzwalk. Mit Kaffee, Kakao und Schokolade fing alles an. Inzwischen ist das Sortiment im Pritzwalker Weltladen wesentlich vielfältiger geworden. Aufstriche, Gewürze, Tee und viele andere haltbare Lebensmittel haben den Weg ins Geschäft gefunden. Hinzu kommen allerlei handgefertigte Sachen wie Taschen, Musikinstrumente und Spielzeug. Für nahezu jeden Geschmack ist etwas dabei. Hinzu kommt: Es sind alles Einzelstücke.

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20 Jahre „faires Handeln“ in Pritzwalk

Die Produkte stammen allesamt aus einem „fairen Handel“ – und das schon seit zwei Jahrzehnten. Den Weltladen in Pritzwalk gibt es mittlerweile seit mehr als 20 Jahren. Früher in der Grünstraße, ist er seit 2012 in der Kirchstraße zu finden. Die knapp 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter um Hadmut Stier feierten am Mittwoch in einer geselligen Runde den Geschäftsgeburtstag. Einige von ihnen waren schon bei der Eröffnung im Jahr 2002 dabei.

Der Weltladen in Pritzwalk hat zweimal in der Woche geöffnet und wird ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter betrieben.

Der Weltladen in Pritzwalk hat zweimal in der Woche geöffnet und wird ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter betrieben.

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Das Konzept ist simpel: Jeder Euro kommt denen zugute, die sonst oft ins Leere gucken. Eine ausreichende Bezahlung ist gerade in Entwicklungsländern meist ein großes Problem. Viele Produkte wurden mit den Händen gefertigt. Manche bestehen aus Resten: Ob es alte Reifen, Planen, Flaschen oder auch Abfallprodukte sind, spielt dabei keine Rolle. Aber das Thema Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle.

Pritzwalker Weltladen mit großem Verkaufsraum

Der neue Standort in der Pritzwalker Kirchstraße ist für die Kunden wesentlich leichter zu erreichen. Früher in der Grünstraße gab es zu wenig Platz. Neben einem großen Verkaufsraum gibt es nun auch ein Zimmer, das viel Platz für Aktivitäten wie ein regelmäßiges gemeinsames Frühstück bietet. Die Evangelische Kirchengemeinde Pritzwalk stellt die Räume zur Verfügung. Es gibt viele weitere Partner und Unterstützer.

Viele Produkte wurden mit den Händen gefertigt und bestehen meist aus nachhaltigen Rohstoffen und Resten.

Viele Produkte wurden mit den Händen gefertigt und bestehen meist aus nachhaltigen Rohstoffen und Resten.

„Bei uns gibt es Dinge, die es in einem normalen Supermarkt in solch einem Umfang nicht gibt“, sagt Hadmut Stier. Dahinter stecke harte Arbeit. „Wir brauchen dringend Nachwuchs. Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter ist über 70 Jahre.“ Eine Mitarbeiterin fährt jährlich nach Uganda. Ebenso steht der Klostermarkt in Heiligengrabe immer im Veranstaltungsprogramm. Auch die Arbeiten mit Schulklassen gehört dazu.

Herkunft der Produkte transparent machen

„Wir wollen bewusst machen, wie verrückt die Welt ist, wie Erzeuger und Handel verdienen und den Aufwand der einzelnen Produkte zeigen. Die Leute sollen über das Leben nachdenken und darüber, dass billig nicht immer gut ist“, sagt Hadmut Stier. Christine Müller aus Pritzwalk ist regelmäßig Kundin im Weltladen. „Ich suche etwas Besonderes zum Verschenken, nicht irgendwas aus dem Supermarkt.“ Sie unterstütze die Initiative und gebe dafür gerne etwas mehr Geld aus.

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Aufstriche, Gewürze, Tee und viele andere haltbare Lebensmittel haben den Weg ins Geschäft gefunden.

Aufstriche, Gewürze, Tee und viele andere haltbare Lebensmittel haben den Weg ins Geschäft gefunden.

Weltläden wie in Pritzwalk, Wittstock oder Neuruppin gibt es seit Beginn der siebziger Jahre insbesondere in den großen Städten. Früher hießen sie noch Dritte-Welt-Läden. Der Wunsch, Produkte nachverfolgen zu können, ihre Herkunft transparent zu machen und faire Produktionsbedingungen zu ermöglichen, steht nach wie vor hinter dieser Bewegung. Der Weltladen in Pritzwalk ist mittwochs und freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet und befindet sich in der Kirchstraße 1.

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