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Pritzwalk

Waldbader schlendern durch das Hainholz

Übungen mit dem Spiegel: Beim Waldbaden hatten die Teilnehmer auch den Blick nach oben und den Blick nach hinten.

Übungen mit dem Spiegel: Beim Waldbaden hatten die Teilnehmer auch den Blick nach oben und den Blick nach hinten.

Pritzwalk. „Von wegen fünf Kilometer pro Stunde“, sagt Cornelia Wriedt vor dem Aufbruch am Hainholz-Parkplatz, „wenn wir in zwei Stunden vier Kilometer schaffen, ist das völlig in Ordnung.“ Beim Waldbaden geht es nämlich um Entspannung.

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Mit Schwimmen hat der Begriff gar nichts zu tun. Er kommt aus dem Japanischen, wie Cornelia Wriedt erklärt. „Mit Baden an sich ist nur dieses Wohlfühlen gemeint.“ Es gebe viele Studien über die entspannende und wohltuende Wirkung des Waldes auf den Menschen.

Cornelia Wriedt (r.) machte zu Anfang ein paar Ausführungen zum Waldbaden.

Cornelia Wriedt (r.) machte zu Anfang ein paar Ausführungen zum Waldbaden.

Auch im vergangenen Jahr hat Cornelia Wriedt schon zum Waldbaden eingeladen. Am Samstag tat sie dies zum ersten Mal in diesem, drei weitere Male sollen noch folgen sowie noch zwei weitere Male in Verbindung mit Qi Gong.

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Zum Auftakt finden sich sechs Mitstreiter ein, einer hatte sich das Waldbaden zum Geburtstag geschenkt. Mit dem Gedicht „Ich bin der Wald“ aus dem 17. Jahrhundert stimmt sie ihre Mitbader ein. Dann geht es los. „Schlendern wir mehr los“, empfiehlt Cornelia Wriedt, „vielleicht sollten Sie auch nicht so viel reden.“

Sinne geschärft für die Dinge am Wegesrand

So tun es alle denn auch, und das schärft die Sinne für die Kleinigkeiten am Wegesrand, an denen man sonst eher achtlos vorbeigeht, seien es der Pilzbewuchs auf Baumstümpfen, die keimende Pflanzenwelt oder aber der eingeritzte Liebesschwur auf einem Baumstamm.

Ob Kay und Janet noch zusammen sind?

Ob Kay und Janet noch zusammen sind?

Unterwegs macht Cornelia Wriedt mit ihren Mitwanderern noch Atem- und Tastübungen. Und kleine Spiegel sollten beim Waldbaden ein ganz wichtiges Utensil werden. „Man kann in die Welt hinter sich oder nach oben gucken“, sagt Cornelia Wriedt, „das ist wie eine Tür in die Anderswelt.“

Auch wenn es der erste richtig warme Frühlingstag ist, wird aber eins nicht gehen, was dann vielleicht schon beim nächsten Mal möglich ist. Cornelia Wriedt: „Im Sommer kann man in echt hinterher baden gehen.“

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Von Bernd Atzenroth

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