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Kuhbier

Treffen mit Traktoren und Oldtimern

Premiere: Der Friesacker Rainer Hofmann war das erste Mal dabei und brachte zwei seiner Cunewalder Motoren mit.

Premiere: Der Friesacker Rainer Hofmann war das erste Mal dabei und brachte zwei seiner Cunewalder Motoren mit.

Kuhbier. Der Tag begann für Reinhard Geisler mitten in der Nacht. Während auf der grünen Wiese am Rande von Kuhbier noch alle Augen der campierenden Gäste fest geschlossen waren, stand der Mitorganisator des Traktoren- und Oldtimertreffens bereits um 3.30 Uhr hellwach am Herd.

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Auch bei der zehnten Auflage dieser weit über die Prignitz hinaus beliebten und bekannten Veranstaltung stand am Sonnabend natürlich selbst gemachte Erbsen- und Kartoffelsuppe auf der Speisekarte.

Für den Ansturm aufs Veranstaltungsgelände, das normalerweise Heimat für ein Rudel Rehe ist, waren die Kuhbierer gut gerüstet. Jeder hatte seinen Platz und Aufgabe. Landwirt Dirk Zellmer im Versorgungszelt. Reinhard Geisler und Axel Gruschka auf der Fläche, wo es galt, die Übersicht zwischen Menschen und Maschinen zu behalten.

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Die Anmeldung der Fahrzeuge war Frauensache: Ramona Vierjahn, Doreen Gruschka und Jutta Keil nahmen die Teilnehmer in Empfang, verteilten Geburtstagsgeschenke in Form von Keksen und Kugelschreibern mit Veranstaltungslogo und hatten bereits am Freitag kiloweise Kartoffeln für die Suppen geschält. Ein Blick in die Kiste mit den ausgefüllten Anmeldezetteln um kurz nach zehn Uhr ließ schon erahnen, dass die Anzahl der Teilnehmer auf jeden Fall im dreistelligen Bereich liegt.

Genaueres wusste Axel Gruschka, nachdem sich Trecker, Trabbis und manch andere Rarität auf vier Rädern zur Ausfahrt in Richtung Groß Langerwisch aufgemacht hatten. „113 Fahrzeuge haben am Umzug teilgenommen“, sagte der Feuerwehrmann.

Hinzu kamen etliche Motorräder und weitere Oldtimer, so dass die Organisatoren von rund 200 Teilnehmern ausgingen. Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Wismar. „Die sind schon am Donnerstag angereist und waren mit ihrem Trecker sechs Stunden unterwegs“, erzählte Gruschka.

Horst Paetz aus Pritzwalk ist Stammgast

Unter den vielen Stammgästen, die noch kein Treffen in Kuhbier ausgelassen haben, war Horst Paetz aus Pritzwalk. Er hat die Anreise wie in jedem Jahr mit seinem 25 PS starken Lanz Bulldog bewältigt und nahm nach einer Runde übers Feld mit dem Pflug seinen Stammplatz ein. Mittlerweile ist sein Trecker 70 Jahre alt, fährt aber „nach zwei, drei Tagen Vorbereitung“ noch immer wie eine eins. Ehrensache, dass er an der Ausfahrt teilnimmt.

Maik Kraja leistet Schwerstarbeit

Der MTS 50 von Maik Kraja muss Schwerstarbeit leisten. Der Pritzwalker hat für seine zehnte Teilnahme einen Anhänger voller Freunde und Familienmitglieder angekuppelt, aufwändig geschmückt mit bunten Bändern, Birken und Mais.

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Eine Woche vorher beginnt für den gelernten Landmaschinenschlosser die Vorbereitung, dann wird der 44 Jahre alte Belarus gewaschen und geputzt. Kuhbier muss sein, findet Kraja und lobt die tolle Organisation: „Die lassen sich immer etwas einfallen.“

Auch in Friesack ist man auf das Treffen aufmerksam geworden. Rainer Hofmann hat zwei seiner insgesamt 15 Cunewalder Motoren eingepackt und führt diese nun erstmalig vor.

Kulinarischer Gag: Schraubt er den Deckel ab, kann er einen „Kochtopf“ in das 80 Grad heiße Wasser stellen und Würstchen erhitzen. Für alle Fälle, sollten die 750 Portionen Suppe und 50 selbst gebackene Kuchen nicht reichen.

Von Stephanie Fedders

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