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Wittenberge

Wie rein ist das Gartenwasser in Wittenberge?

Matthias Ahlbrecht (l.) und Harald Gülzow untersuchen eine Brunnenwasserprobe im Labormobil des VSR-Gewässerschutz.

Matthias Ahlbrecht (l.) und Harald Gülzow untersuchen eine Brunnenwasserprobe im Labormobil des VSR-Gewässerschutz.

Wittenberge. Bei sommerlichen Temperaturen wird im Garten viel Wasser zum Füllen des Planschbeckens und zum Gießen gebraucht. „Leitungswasser ist kostbar. Daher sollte man sparsam damit umgehen und im Garten das Wasser aus dem eigenen Brunnen verwenden“, rät Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz (VSR steht ursprünglich für „Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse“).

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Leider verschmutzen Nitrate und Pestizide das Grundwasser unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Region. Auch können Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ist das Wasser gut genug für Kleinkinder und für Tiere?

Ob das eigene Brunnenwasser für das Planschbeckens, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am Montag, den 4. Juli, auf dem Paul-Lincke-Platz in Wittenberge.

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Wasserproben nehmen Harald Gülzow und der Bundesfreiwillige Matthias Ahlbrecht von 15 bis 17 Uhr am Labormobil entgegen. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt gibt es für 12 Euro. Diese Untersuchung findet vor Ort statt, so dass die Bürger ihre Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion abholen können.

Harald Guelzow untersucht eine Brunnenwasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz.

Harald Guelzow untersucht eine Brunnenwasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz.

Gegen weitere Kostenbeteiligung werden umfangreichere Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat und Bakterien angeboten. Das Ergebnis dieser Analysen wird mit einer Bewertung per Post zugeschickt.

Die Mitglieder des VSR-Gewässerschutz klären die Bürger am Informationsstand über Belastungen des Grundwassers und deren Ursachen auf und bieten eine individuelle Beratung für den einzelnen Brunnenbesitzer an.

Keiner wird mit den Messwerten allein gelassen. Die Fachleute beraten anhand der Messergebnisse, ob das Wasser zum Gießen, zum Planschen, zum Waschen oder zum Trinken geeignet ist. Außerdem werden immer freitags zwischen 10 und 13 Uhr unter der Telefonnummer 02831/9 76 33 42 Fragen zum Thema Brunnenwasserqualität beantwortet.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5 l Flaschen aus Kunststoff.

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Unbelastetes Grundwasser als Ziel

Die Umweltschützer möchten beim Thema Wasserqualität besonders die breite Öffentlichkeit erreichen. „Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: Unbelastetes Grundwasser“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow. Die Gartenbesitzer und der Verein tragen durch die Analyse des Brunnenwassers gemeinsam dazu bei, dass die Qualität des Grundwassers auch außerhalb von Wasserschutzgebieten verbessert wird.

Dem VSR-Gewässerschutz sei es wichtig, dass die Menschen über die Belastungen und deren Ursachen informiert sind. So hat der Verein nicht nur die Ergebnisse der Brunnenwasser-Analysen ausgewertet, sondern diese auch mit regionalen landwirtschaftlichen Daten abgeglichen. Die Auswertung des Kreises Prignitz finden alle Interessierten auf der VSR-Internetseite.

Das Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern

An den Informationsständen zeigt der gemeinnützige Verein den Brunnenbesitzern ebenfalls, wie wichtig die Versickerung des Regenwasser auf dem eigenen Grundstück ist. Niederschlag, der in regenreichen Monaten versickert, füllt das Grundwasser wieder auf. So wird Wasser für trockene Monate gespeichert. In Dürreperioden sind

Gartenbesitzer sind froh, wenn sie auf das Wasser aus dem eigenen Brunnen zurückgreifen können. Damit können sie kostbares Leitungswasser sparen.

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Seit mehr als 40 Jahren engagieren sich die Mitglieder des VSR-Gewässerschutz für das Leben am und im Wasser.

Von MAZ-online

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