Wittenberge

Udo Schenk ist Ehrenbürger von Wittenberge

Mir Urkunde, Blumenstrauß und Ehrennadel ist Udo Schenk (M.) von nun an Ehrenbürger der Stadt Wittenberge.

Mir Urkunde, Blumenstrauß und Ehrennadel ist Udo Schenk (M.) von nun an Ehrenbürger der Stadt Wittenberge.

Wittenberge. Heimat ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Verpflichtung. Das hat Udo Schenk verstanden. Die Liste der Filme und Hörbücher, an denen der 66-Jährige mitwirkte, ist lang. Er stand auf vielen Bühnen des Landes. Seine Heimatstadt Wittenberge hat er dabei nie vergessen und immer wieder großes Engagement gezeigt.

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Stadtverordnete haben beschlossen

Ein großes Dankeschön bekam der Schauspieler und Synchronsprecher am Mittwochabend zurück. Er ist von nun Ehrenbürger der Elbestadt. Im Rahmen eines Festaktes im Kultur- und Festspielhaus trug er sich ins goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Oliver Herrmann überreichte ihm die Ehrennadel.

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Erst vor wenigen Tagen hatten die Stadtverordneten einstimmig dafür votiert. „Mit Udo Schenk ehrt die Stadt einen großen Sohn von Wittenberge. Mit seiner Biografie und seinem Engagement steht Udo Schenk für vieles, was Wittenberge ausmacht“, heißt es in der Begründung.

Stadtspaziergang durch Wittenberge

Es gab ein großes Programm: Florian Fierfas vom Marie-Curie-Gymnasium spielte auf dem Klavier, das Querflötensextett der Kreismusikschule trat auf und Sabrina Tschaikowsky sang eine Pop-Ballade. Rund 200 Gäste waren gekommen, die sich das seltene Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Udo Schenk ist in zwei Jahrhunderten der 13. Ehrenbürger der Stadt.

Das sind die Ehrenbürger von Wittenberge

1864 Johann Joachim Gottfried Ernst, Steuereinnehmer 1865 Hans Ferdinand Büttner, Zolloberkontrolleur 1865 Ludwig Friedländer, Appellations-Gerichtsrat 1890 Friedrich Max Meyer, Kaufmann, Hamburg 1890 Wilhelm Herz, Geheimer Kommerzienrat, Berlin 1897 August Jahn, Bürgermeister 1899 Simon Albrecht, Stadtältester, Landwirt 1903 Johannes Runge, Kommerzienrat 1933 Paul von Hindenburg, Reichspräsident 1933 Adolf Hitler, Reichskanzler (aberkannt) 1975 Ivan P. Kaljushny, Generalleutnant a. D., Sowjetunion 2006 Dr. Gerda v. Hodenberg, Obermedizinalrätin

2019 Udo Schenk, Schauspieler und Synchronsprecher

Das Programm begann mit einem Stadtspaziergang durch Wittenberge. In einem Fernsehbeitrag vom RBB von vor sechs Jahren führte Udo Schenk die Zuschauer durch seine Heimatstadt. Beginn war am Bahnhof. „Dort bin ich über viele Jahre jeden Sonntagabend zur Schauspielschule nach Leipzig gefahren“, erzählt er im Film.

Wiederaufbau der Kirchturmspitze

Es ging weiter durchs Jahnschulviertel, auf den Turm des Rathauses mit einem fantastischen Blick über die Stadt und an die Elbe. Aktuell lebt Udo Schenk in Berlin und ist mit der Schauspielkollegin Marina Krogull verheiratet. In Wittenberge ist er jedoch regelmäßig zu sehen. In der Vergangenheit hat er sich oft für die Elbestadt stark gemacht.

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Das Querflötensextett der Kreismusikschule gab drei Lieder zu ihrem Besten

Das Querflötensextett der Kreismusikschule gab drei Lieder zu ihrem Besten.

Vor sieben Jahren setzte er sich für den Wiederaufbau der Kirchturmspitze der katholischen Kirche ein. Zuvor hatte er zusammen mit dem Förderverein bei insgesamt vier Stadt- und Hafenfesten um Spenden geworben. Dort begegnete Bürgermeister Oliver Herrmann ihn zum ersten Mal, wie er sich noch gerne erinnert.

Heiko Reissig im Programm

„Es war schräg gegenüber vom Kulturhaus. Oft sind es ja die ersten Treffen die Eindrücke hinterlassen und sich ins Gedächtnis prägen“, so Oliver Herrmann. Zusammen mit seinem Freund und Kammersänger Heiko Reissig, der ebenfalls aus Wittenberge stammt, veranstaltete Udo Schenk damals eine Benefizveranstaltung im Kultur- und Festspielhaus.

Der langjährige Freund und Begleiter Udo Schenks, Kammersänger Heiko Reissig, sang zwei Stücke

Der langjährige Freund und Begleiter Udo Schenks, Kammersänger Heiko Reissig, sang zwei Stücke.

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Auch er war am Mittwoch im Programm dabei, sang zwei Stücke. Neben dem Kirchturmaufbau engagierte sich Udo Schenk auch für den Ankauf einer bedeutenden Sammlung von Singer-Nähmaschinen für das Stadtmuseum und förderte die Finanzierung des Glockenturms auf dem Waldfriedhof. Nicht vergessen, sein Einsatz als Botschafter des Brandenburg-Tages.

„Die Bürgschaft“ von Schiller

„Ich bin stolz auf den großen Sohn der Stadt“, betont Oliver Herrmann. Aus seiner Sicht hat Wittenberge in den vergangenen Jahren wieder zu sich selbst gefunden, woran Udo Schenk einen großen Anteil hat. Schenk trug sich ins goldene Buch der Stadt ein, nachdem Karsten Korup als bisheriger Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung noch einmal den Beschluss vortrug.

Udo Schenk trug sich als neuer Ehrenbürger ins goldene Buch der Stadt ein

Udo Schenk trug sich als neuer Ehrenbürger ins goldene Buch der Stadt ein.

„Mit solch einer Ehre hätte ich nie im Leben gerechnet“, sagt Udo Schenk sichtlich berührt. Vom Publikum gab es tosenden Applaus. Die Gäste erhoben sich von ihren Stühlen. Schenk bedanke sich mit „Die Bürgschaft“ von Schiller. Ein kleiner Hänger konnte die Stimmung nicht trüben. „Das war der Aufregung geschuldet. Auch das kann passieren“, sagt er.

Sektempfang im Kulturhaus

Nach etwa 90 Minuten Programm war der Festakt vorüber. Udo Schenk hatte am Abend bestimmt noch viele Hände zu schütteln. Bei einem Sektempfang im Kulturhaus konnten die Gäste des Festaktes noch persönliche Worte mit dem Schauspieler wechseln, der ganz bestimmt auch in Zukunft einen engen Draht zu seiner Heimatstadt Wittenberge pflegen wird.

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Von Marcus J. Pfeiffer

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