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Ausreißer

Wolf wieder im Tierpark

Bei dem Foto soll es sich um dem aus dem Perleberger Tierpark entlaufenden Wolf handeln.

Bei dem Foto soll es sich um dem aus dem Perleberger Tierpark entlaufenden Wolf handeln.

Perleberg. Aufatmen im Perleberger Tierpark. Der am 6. April entlaufene Wolf ist wohlbehalten zurück. Samstagmorgen gegen 8 Uhr gelang es Tierparkleiter Michael Niesler den Wolf unter Narkose zu setzen.

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„Ich war nah genug dran. Der Wolf befand sich zu der Zeit auf dem Gelände“, so Niesler auf Nachfrage. Jetzt befinde sich der Wolf auf der Quarantänestation. Wie es nun mit ihm weiter geht, ist abzuwarten. Der Tierpark ist aber ab sofort wieder für alle Besucher geöffnet.

Zusammentreffen der besonderen Art

Erst am Freitagabend kam es zu einem Zusammentreffen der besonderen Art. Da staunte ein Perleberger mit seiner Begleitung nicht schlecht, als er auf dem Sandweg zwischen Perleberg und Düpow unterwegs war. Plötzlich stand ein großer Wolf vor seinem Auto.

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„Er kam aus dem Wald auf mich zu. Er hat absolut keine Angst vor Menschen und Autos“, berichtet der Perleberger. Kurz darauf musste er sogar einen Läufer mit ins Auto nehmen, da der Wolf zu bedrohlich wirkte, schreibt er auf Facebook.

Dreijähriger Wolf aus Tierpark entlaufen

Höchstwahrscheinlich handelte es sich bei dem Wolf um den, der am 6. April aus dem Perleberger Tierpark entlaufen ist. Der Wolf soll drei Jahre alt sein.

Entlaufener Tierpark-Wolf gesichtet

Der aus dem Perleberger Tierpark entlaufene Wolf ist gesichtet worden. Ein Perleberger konnte das Tier filmen.

Das Wolfsgehege im Perleberger Tierpark verfügt über einen mehr als zwei Meter hohen Schutzzaun und einen Untergrabungsschutz. „Wie dem Tier die Flucht gelingen konnte, wo der Fehler ist, müssen wir noch herausbekommen“, sagte der Tierparkleiter.

Wolf immer wieder gesichtet

Seitdem streunte der Wolf rund um den Tierpark herum. Versuche, ihn wieder einzufangen, scheiterten über zwei Wochen lang. Der Tierpark arbeitete mit Hochdruck daran, hieß es seitens der Leitung.

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Angst brauchte vor dem Wolf niemand zu haben. „Der Wolf ist sehr scheu“, erklärte der Tierparkchef. Doch immer wieder tauchten Meldungen über den gesichteten Wolf auf. Am Freitagabend gab es dann auch ein Beweisfoto und sogar ein Video.

Aus dem Auto heraus fotografierte der Perleberger den gesichteten Wolf.

Aus dem Auto heraus fotografierte der Perleberger den gesichteten Wolf.

Den Wolf sah man wohl oft an dieser Stelle. Für den Perleberger war es nicht die erste Begegnung. Besonders am Morgen und am Abend streunte er dort herum. Doch einen Grund zu polizeilichem Einschreiten sahen die Verantwortlichen nicht.

Auf der anderen Seite hatten auch die ständig am Tierpark vorbeifahrenden Polizisten schon den Wolf gesehen. Einmal habe er auf der Industriestraße gestanden, berichtete einer von ihnen gegenüber der MAZ. Diese Straße grenzt direkt an den Tierpark. Der Beamte schilderte ein Problem: „Wenn man den Wolf gesehen hat, dann dauert es zu lange, bis das Team da ist, das ihn einfangen kann. Bis dahin ist er schon wieder Richtung Bad Wilsnack unterwegs.“ Oder eben Düpow, wie man jetzt weiß. Der Ortsteil ist auch nicht wirklich weit weg vom Tierpark.

Noch fünf Wölfe im Wolfsgehege des Tierparks

Vermutet wird, dass das Tier sich die ganze Zeit bewusst in der Nähe des Tierparks aufgehalten hatte, wo es ja eigentlich auch zu Hause ist. Im Wolfsgehege des Tierparks leben jetzt noch fünf Wölfe. Sie sind alle im Tierpark Perleberg geboren. Da Wölfe ihre Jungen in Höhlen aufziehen, ist das Gebiet des Geheges im Perleberger Tierpark von starken Grabungsspuren durchzogen. Teilweise sind die Wurzeln von Bäumen freigelegt, unter denen die Tiere gegraben haben.

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Vorfall im Jahr 2013

Als eine der Hauptattraktionen des Tierparks ist das Wolfsgehege immer wieder gut besucht. Hinter großen Fenstern haben Besucher Gelegenheit, die Tiere aus nächster Nähe zu sehen, wenn sie an den Scheiben vorbeieilen.

Bereits im Mai 2013 war einem Wolf die Flucht aus dem Gehege gelungen. Das Tier musste seinerzeit erschossen werden. Das war einen Tag vor dem damaligen Perleberger Roland-Lauf, der kurz vor der Absage stand, dann aber stattfinden konnte. Der Abschuss war damals in den sozialen Medien, unter anderem auf dem ehemaligen MAZ-Blog mein-perleberg heftig diskutiert worden.

Roland-Lauf kann stattfinden

Auch diesmal war das Lauf-Ereignis, das von der MAZ unterstützt wird, von der Wolfsflucht bedroht. Der traditionelle Streckencheck für den Lauf, der durch den Tierpark und den angrenzenden Stadtforst führt, musste schon abgesagt werden. Doch nun, wo der Wolf wieder da ist, steht dem Lauf nichts mehr im Wege.

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Von Marcus J. Pfeiffer und Bernd Atzenroth

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