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Glashütte

20. Brandenburger Forstwoche im Museumsdorf

Manfred Jensch buk mit den Mädchen und Jungen aus der Klasse 4a der Goetheschule Zossen leckeres Brot.

Manfred Jensch buk mit den Mädchen und Jungen aus der Klasse 4a der Goetheschule Zossen leckeres Brot.

Glashütte. Wald ist langweilig. Wer das denkt, ist auf dem Holzweg. Grundschüler aus nah und fern haben bis Freitag viel Spaß bei der 20. Brandenburger Forstwoche im Museumsdorf Baruther Glashütte. „Gründervater war mein Vorgänger Michael Ebell“, sagte Heiko Fritzsche, Leiter der Oberförsterei Baruth. Ebell lud im Jahr 1999 in Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Regionalverband „Baruther Urstromtal“, und dem Museumsdorf erstmals zu den Aktionstagen ein.

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Am geschichtsträchtigen Ort

„Die Forstwoche findet an einem geschichtsträchtigen Ort statt, dessen Entwicklung an große Holzvorräte und somit den Wald gebunden war“, so Fritzsche. Ein Sturm riss im Jahr 1715 große Waldflächen in der Region südlich von Baruth nieder. Auf der Suche nach einer sinnvollen Nutzung des zur Verfügung stehenden Brenn- und Rohstoffes wurde der Bau einer Glashütte geplant. Am 23. März 1716 besiegelten Waldbesitzer Graf Friedrich Sigismund zu Solms-Baruth und der Lieberoser Glasmachermeister Gottlob Bernsdorf den Vertrag zum Bau der Glashütte. Der Rest ist Geschichte.

830 Schüler nehmen teil

„Früher war das eine komplette Woche“, sagt Fritzsche. Aktuell findet von Montag bis Freitag Stationsbetrieb ausschließlich für Grundschulklassen statt. Rund 830 Schüler nehmen an der Forstwoche 2018 teil. Der Einzugsbereich der Schulen erstreckt sich von Zülichendorf über Wünsdorf, Halbe und Groß Köris (beide Dahme-Spreewald), Finsterwalde und Sonnewalde (beide Elbe-Elster) bis nach Dahme. Einerseits wolle man einen Kontrapunkt zum übermäßigen Konsum von Fernsehen und Computern setzen, so Fritzsche. Andererseits „möchten wir ein Saatkorn für Wald, Umwelt und Nachhaltigkeit legen. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Arbeit geleistet“.

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Kinder starten bei Waldrallye

„Wir fahren jedes Jahr mit mehreren Klassen hier her“, so Gudrun Huschke. Die Rektorin der Zossener Goetheschule freut es, dass es so ein kostenloses Angebot gibt. Dafür könne sie der Forstwirtschaft einfach nur „Herzlichen Dank“ sagen. Huschke sprang als Betreuerin der Klasse 4a für eine erkrankte Kollegin ein. „Mir gefällt alles“, sagte Bryan (9). „Wir haben eine Waldrallye mit sechs Stationen gemacht“, erzählte Emily (10). Gruppenweise starteten die Kinder zur Rallye. Die Gruppen trugen so lustige Namen wie „Eilende Eulen“, „Rennende Rehe“ oder „Sportliche Spechte“. An der ersten Station war Geschicklichkeit gefragt. Dort mussten die Kinder auf Zeit Holzbausteine aus einem Kasten angeln und auf Brettern ablegen. Beobachterin war die Glashütter Revierförsterin Sylvia Ebell: eine von 17 Stationsbetreuern.

Gemeisames Brotbacken

Manfred Jensch vom „Gasthof Reuner“ feuerte den Backofen an und buk gemeinsam Brot mit interessierten Mädchen und Jungen. „Da sehen die Kinder, was es für Arbeit macht, ein Roggen-Vollkornbrot wie zu Omas Zeiten aus Natursauerteig herzustellen“, so der gelernte Bäcker und Konditor. „Den Teig haben wir nicht selbst gemacht, aber die Laibe geformt“, sagte Nele (9) aus der Zossener Klasse 4a. „Das Brot schmeckt sehr lecker.“ Zur Belohnung durfte jedes Kind einen kleinen Laib mit nach Hause nehmen. Oft verschwanden die Brote nicht im Rucksack, sondern gleich Bissen für Bissen im Mund.

Von Frank Pechhold

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