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Luckenwalder Klab

Beratung nach rechten Anschlägen

Eine Menge an Ideen wurde bei der Beratung im Jugendzentrum Klab gesammelt.

Eine Menge an Ideen wurde bei der Beratung im Jugendzentrum Klab gesammelt.

Luckenwalde. Das Jugendfreizeitzentrum "Klab" in Luckenwalde war im vergangenen halben Jahr mehrfach das Ziel von rechtsextrem motivierten Übergriffen. Es wurden Plakate der "Identitären Bewegung" an die Eingangstür geklebt und später ein großes schwarzes Hakenkreuz an die Hauswand gesprüht. Zuletzt wurde die Außenjalousie mit Hundekot beschmiert und eigene Poster abgerissen, die man über das Hakenkreuz geklebt hatte.

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Große Runde aus Vertretern vieler Einrichtungen

Am Mittwochabend trafen sich im Klab etwa 40 Personen – darunter Vertreter der „Falken“, die den Jugendklub betreiben, anderer Jugendklubs aus Luckenwalde, Jüterbog und Berlin-Neukölln sowie der Opferperspektive und regelmäßige Jugendklub-Besucher, Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises und einige Politiker wie Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Moderiert wurde die Runde von Falken-Landesgeschäftsführerin Jane Baneth und von Andrea Nienhuesen vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus.

Jugendeinrichtung Klab in Luckenwalde

Jugendeinrichtung Klab in Luckenwalde.

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Nach dem Verein Opferperspektive gab es 2015 acht rechtsextrem motivierte Angriffe im Landkreis Teltow-Fläming, zwei davon in Luckenwalde. 2016 seien es schon elf, davon fünf in der Kreisstadt gewesen. Die Anwesenden waren sich einig, dass man die wachsende Zahl der Angriffe nicht so hinnehmen wolle. Es gehe vielmehr darum, Haltung zu zeigen, indem man nicht nur auf solche Angriffe reagiere, sondern selbst agiere, wie Herzog-von der Heide empfahl.

Mehr Kooperation, mehr Öffentlichkeitsarbeit

So wurden in Kleingruppen Ideen gesammelt. Demnach wollen sich die Jugendklub-Mitarbeiter untereinander enger vernetzen, gemeinsam offensiver in die Öffentlichkeit gehen, Plakate mit den Kindern und Jugendlichen gestalten und außen anhängen, Bildungsarbeit organisieren, mit der Präventionsabteilung der Polizei in Kontakt treten zur Verbesserung der eigenen Sicherheitsmaßnahmen. Ein großer Wunsch des Klab ist es, ein eigenes Auto zu bekommen, mit dem man Besucher auch transportieren kann.

Von Hartmut F. Reck

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