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Mahlow

Hundehospiz sucht neue Bleibe

Stephanie Badura sucht ein neues Zuhause für sich und ihre Hunde.

Stephanie Badura sucht ein neues Zuhause für sich und ihre Hunde.

Mahlow. Alles Hoffen und Bangen war vermutlich umsonst. Stephanie Badura sucht für sich und ihre Hunde ein neues Zuhause. Die 34-Jährige glaubt nicht mehr daran, dass die Bauaufsicht einlenkt und das Hundehospiz in Mahlow weiter bestehen darf. Im Februar hatte die Behörde ihr mitgeteilt, dass sie den Bungalow, in dem sie mit ihrem Lebensgefährten und 15 Hunden lebt, nicht dauerhaft bewohnen darf. Zudem betreibt sie in den Augen der Behörde eine tierheimähnliche Einrichtung, für die es wiederum eine Genehmigung braucht.

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Bauaufsicht will Zustand nicht dulden

Diesen doppelt unrechtmäßigen Zustand will die Bauaufsicht auf Dauer nicht dulden. Stephanie Badura sucht nun nach einer neuen Bleibe für ihre meist alten und kranken Hunde. Viele wurden aus nicht artgerechten Zucht- und Haltungsbedingungen gerettet, andere hat sie aufgenommen, weil deren Halter sich nicht mehr kümmern konnten oder wollten.

Bei Tierfreunden kam das Engagement gut an. „Wir sind in Mahlow sehr gut aufgenommen worden“, sagt Stephanie Badura. Es gebe keinen Ärger mit den Nachbarn, viele Menschen unterstützen ihre ehrenamtliche Tätigkeit, spenden Futter und Spielzeug für die Hunde. „Es hätte perfekt sein können“, sagt sie.

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Gemeinde wollte 1000 Euro Hundesteuer

Seit sie in Mahlow lebt und ihre Hunde betreut, hat sie immer wieder Ärger mit Behörden. Erst vor kurzem bekam sie Post von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, die sie aufforderte, fast 1000 Euro Hundesteuer zu zahlen. Nach einem Aufruf im Internet hatte sie das Geld innerhalb weniger Tage zusammen. „Ich bin immer wieder gerührt, wie die Menschen uns unterstützen“, sagt die 34-Jährige.

Auf eine ähnliche Unterstützung hofft sie auch jetzt wieder bei der Suche nach einem neuen Domizil. Stephanie Badura möchte mit ihrem Lebensgefährten Dennis Jander ein Haus mieten oder kaufen, in dem sie gemeinsam mit Freunden das Hundehospiz wieder eröffnen kann. Mindestens acht Zimmer soll es haben und ein großes Grundstück mit Auslauf für die Hunde. Platz für eine Quarantänestation wäre gut. Und es soll möglichst etwas abgelegen sein, damit es keine Konflikte mit Nachbarn gibt, gleichzeitig aber nicht weiter als eine Stunde weg von Schönefeld, wo beide arbeiten. „Teltow-Fläming oder Dahme-Spreewald waren super“, sagt sie. Beide haben einen Makler beauftragt und sich mehrere Objekte angesehen, doch bisher war nicht das richtige dabei.

Stephanie Badura möchte einen Verein gründen

Wenn alles klappt, möchte Stephanie Badura einen Verein gründen. Dann könnte sie Spenden annehmen und müsste sie nicht immer wieder erklären, dass ihre Arbeit für die Hunde ehrenamtlich ist. Hoffnung auf eine Einigung mit der Bauaufsicht hat sie nicht. Eine Anwältin soll zumindest Zeit gewinnen, die Stephanie Badura braucht, um ein neues Domizil zu finden. Ihr Vermieter, der Eigentümer des Bungalows, habe bereits signalisiert, dass er keinen Bauantrag stellen wird, der den illegalen Zustand aufheben könnte. In einer Petition an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) haben sich bislang mehr als 12 000 Menschen für den Verbleib des Hundeshospizes ausgesprochen.

Kontakt: Stephanie Badura: 01 78/ 6 73 39 07

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Von Christian Zielke

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