Paplitz

Ehrenamtliche Helfer aus aller Welt

Die Teilnehmer des Jugendworkcamps in Paplitz arbeiten zwei Wochen lang ehrenamtlich an verschiedenen Aufgaben.

Die Teilnehmer des Jugendworkcamps in Paplitz arbeiten zwei Wochen lang ehrenamtlich an verschiedenen Aufgaben.

Paplitz. „Dieses Mal sind Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern dabei. Sie arbeiten gerade am Friedhof“, berichtet Monika Gaálová. Gemeinsam mit Barnabás Oláh aus Ungarn ist die 22-Jährige Slowakin für das diesjährige Jugendworkcamp in Paplitz zuständig.

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Seit 2004 wird der Baruther Ortsteil regelmäßig im Sommer für 14 Tage von internationalen Gästen besucht. Das Camp findet dort schon zum achten Mal statt. Über die Organisation Ökumenische Jugenddienste haben sich für dieses Jahr 13 Jugendliche aus verschiedenen Teilen Europas und sogar China angemeldet, um sich und die Kulturen anderer Teilnehmer während des Aufenthalts in Deutschland besser kennen zu lernen.

Eine Kombination aus Arbeit und Freizeit

Insgesamt arbeiten die Jugendlichen neun Tage etwa sechs Stunden täglich unentgeltlich in ökologischen, kulturellen, denkmalpflegerischen oder Gemeindeprojekten. Standorte gibt es in ganz Deutschland.

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In jedem Camp treffen sich zwischen 13 und 17 Personen im Alter von 16 bis 26 Jahren aus mindestens vier verschiedenen Ländern. Kommuniziert wird in Deutsch oder Englisch.

Während der Campzeit sind die Jugendlichen in einfachen Quartieren untergebracht, verpflegen sich selbst und verbringen gemeinsam ihre Freizeit. Mindestens zwei junge Teamleiter begleiten die Teilnehmer während der Zeit. Die Verantwortlichen nehmen dazu im Vorfeld an einer achttägigen Ausbildung teil.

Teamleiter übernehmen Organisation und Verantwortung

Trotz der sehr hohen Temperaturen, herrschte am Donnerstagvormittag gute Stimmung unter den jungen Teilnehmern. Mit Hilfe einer Spachtelmasse erneuerten sie die Fugen der Paplitzer Friedhofsmauer.

„Vergesst nicht, zwischendurch etwas zu trinken“, erinnert Monika Gaálová sie mehrmals am Tag. Als Teamleiterin ist sie für die Jugendlichen verantwortlich, teilt ihnen die Aufgaben zu und organisiert verschiedene Freizeitangebote für sie. Ein Besuch am See stand in diesem Jahr schon mehrmals auf der Liste. „So ein Wetter habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Es hat seit Tagen nicht mehr geregnet“, sagt Monika Gaálová erstaunt.

Monika Gaálová und Barnabás Oláh sind die Teamleiter des diesjährigen Jugendworkcamps in Paplitz

Monika Gaálová und Barnabás Oláh sind die Teamleiter des diesjährigen Jugendworkcamps in Paplitz.

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Die 22-Jährige ist schon das fünfte Mal bei einem Jugendworkcamp mit dabei. „Ich habe Deutsch in der Schule gelernt“, berichtet die junge Slowakin. Nach ihrem Abitur suchte sie deshalb nach einer Möglichkeit, wie sie nach Deutschland reisen und nebenbei etwas Gutes tun könnte. Nach einigen Recherchen im Internet sagten ihr die Jugendworkcamps der Ökumenischen Jugenddienste am meisten zu.

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

„Für mich ist es einfach schön zu sehen, dass viele Leute aus verschiedenen Ländern hier zusammenkommen. Ich denke es ist auch gut für die Zukunft“, sagt Monika Gaálová. Aus ihrer Sicht trägt das Camp dazu bei, andere Kulturen zu akzeptieren und sich im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern mehr zu öffnen.

Die Slowakin beobachtet ständig, wie Teilnehmer anfangs schüchtern sind und sich allein durch die zwei gemeinsamen Wochen enorm verändern. Auch Monikas Persönlichkeit habe das Projekt stark geprägt. „Ich bin offener geworden und habe keine Angst mehr vor neuen Aufgaben oder ungewohnten Situationen“, so die 22-Jährige.

Dorfgemeinschaft sieht Camp als Bereicherung

Während ihrer Zeit in Paplitz wohnen die Teilnehmer gemeinsam unter einem Dach. Im Evangelischen Rüstzeitenheim wird gemeinsam gegessen, erzählt und gelacht. Der Tag startet für alle Jugendlichen früh am Morgen. Ab 7.30 Uhr beginnt der 15-minütige Morgenkreis mit anschließendem Frühstück. Eine Stunde später geht es für sie an die Arbeit oder zu einem Ausflug.

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Auch Gemeinderatsvorsitzende Hanna Krüger schätzt den Besuch der Jugendlichen im Ort. „Durch das Projekt findet hier ein noch intensiveres Dorfleben statt“, berichtet sie. Bei den Einwohnern sind die internationalen Gäste jedes Mal gern gesehen.

Teilnehmer sind begeistert von Paplitz

In der Vergangenheit schenkten sie den Teilnehmern Fahrräder zur Fortbewegung oder brachten ihnen während ihres Aufenthalts Eis und Kuchen vorbei. Darüber hinaus werden die jungen Helfer bei zahlreichen Veranstaltungen im Ort miteingebunden.

Für Barnabás Oláh ist Paplitz gerade deswegen ein ganz besonderer Ort. „Jeder, der hier war, liebt diesen Ort. Die Leute hier sind sehr offen und hilfsbereit. Und für viele Teilnehmer war es sicher nicht das letzte Mal hier“, sagt der 22-Jährige. Der Student aus Ungarn möchte gern wiederkommen.

Von Isabelle Richter

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