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Großbeeren

Der Aktenordner-Streit

Ex-Bürgermeister Carl Ahlgrimm (l./CDU) übergibt das Büro an Nachfolger Tobias Borstel (SPD).

Ex-Bürgermeister Carl Ahlgrimm (l./CDU) übergibt das Büro an Nachfolger Tobias Borstel (SPD).

Großbeeren.Waren die Schränke im Bürgermeister-Büro Großbeeren beim Wechsel von Carl Ahlgrimm (CDU) zu Tobias Borstel (SPD) am 1. Juni gefüllt oder leer? Und wenn sie voller Ordner waren – waren Akten drin oder standen dort einträchtig alte beschriftete und neue Ordner leer nebeneinander? Diese Fragen bewegen offenbar einige. Zumindest gibt es in der Facebook-Gruppe "Unser Großbeeren" etliche Kommentare dazu.

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Das ist Teil der öffentlich durchaus verbissen ausgetragenen Debatten nach dem Wechsel an der Rathausspitze. Für Borstel geht es wie berichtet um die Arbeitsfähigkeit der Gemeindeverwaltung. Ahlgrimm dagegen fragt nach Bürgermeister-Büros von Kollegen: Wo stünden da Schränke mit Akten?

Auf dem Foto des MAZ-Interviews am 8. September zu Borstels ersten 100 Tagen Amtszeit steht dieser vor fast leeren Schränken mit leeren Ordnern. Dazu sandte Ahlgrimm nebenstehendes Bild, veröffentlicht im Amtsblatt "Rund um den Turm" am 20. Juni.

100 Tage im Amt - der neue Großbeerener Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) im Rathaus vor leeren Schränken.

100 Tage im Amt - der neue Großbeerener Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) im Rathaus vor leeren Schränken.

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Ahlgrimm teilte dazu mit: "Ich fand es affig, diese (Ordner, d.Red.) zur Materialausgabe zu tragen, damit Herr Borstel sie sich irgendwann wieder holen muss. Die leeren Ordner machten aber allenfalls eine knappe Reihe in einem Schrankteil aus, der Rest war mit Unterlagen gefüllt."

Ahlgrimm: Was hat Nachfolger erwartet?

Er verstehe nicht, welche Akten Borstel im Bürgermeister-Büro erwartete, so Ahlgrimm; Sach- und Fallakten würden in zuständigen Sachgebieten geführt, Personalakten in der Personalstelle, Haushalts-Unterlagen in der Kämmerei und so weiter. Von ihm gefertigte Schriftstücke seien Bestandteil solcher Sach-/Fallakten oder im Sekretariat abgelegt.

Laut Borstel befanden sich im Schrank leere Aktenordner und alte Haushaltsunterlagen, „weder alte noch laufende Vorgänge“. Dass er seit Amtsantritt Schrank und Vitrine ausgewischt und leere Ordner umgestellt habe, verstehe sich von selbst. „Verändert wurde inhaltlich und sachlich aber nichts“, so Borstel.

Von Jutta Abromeit

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