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Lynow

Historisches Baudenkmal braucht mehr Geld

Heinz Kroll, Stefan Scheddin und Michael Reppl-Bauermeister (v.l.) vor dem einstigen Wohnhaus der denkmalgeschützten Horstmühle in Lynow.

Heinz Kroll, Stefan Scheddin und Michael Reppl-Bauermeister (v.l.) vor dem einstigen Wohnhaus der denkmalgeschützten Horstmühle in Lynow.

Lynow.Dass die historische Horstmühle in Lynow in einer der artenreichsten Naturschutzgebiete erhalten werden muss, darin ist man sich in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal einig. Es gibt viele Ideen, was dafür getan werden muss. Das Problem: Es fehlt das Geld. Zwar haben die Mitglieder des Fördervereins Horstmühle allen voran der Vorsitzende und Revierförster Michael Reppl-Bauermeister schon viel in Eigeninitiative leisten können, doch die Liste der noch zu erledigenden Arbeiten ist lang.

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Strom und Trinkwasser sind erforderlich

„Wir brauchen hier dringend einen Strom- und Trinkwasseranschluss“, sagte Michael-Reppl-Bauermeister beim Vor-Ort-Termin an der Horstmühle, an dem auch Stefan Scheddin (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, und Lynows Ortsvorsteher Heinz Kroll teilnahmen. Bisher wurden bei Veranstaltungen Generatoren aufgestellt. Die seien aber zu laut und könnten nicht die Lösung sein. Um Strom zu bekommen, müssten die Anschlüsse ab dem Silo in Lynow auf einer Strecke von 700 Meter bis zur Mühle verlegt werden. „Die Erdarbeiten könnten die Vereinsmitglieder übernehmen. Doch dann sind noch immer einige tausend Euro aufzubringen. Deshalb müssen wir nach Fördermittel schauen“, sagte Reppl-Bauermeister. Er hat 2016 das Amt des Vorsitzenden von seinem Vorgänger Gerhard Jordan übernommen und will im März wiedergewählt werden.

Fledermäuse fühlen sich wohl

Die Vereinsmitglieder tauschten im November vergangenen Jahres Balken am Giebel des Wohnhauses aus. Dort haben sich ebenso wie im gegenüberliegenden Eiskeller Mops- und Bechsteinfledermäuse angesiedelt. Damit die Fledermäuse ungehindert in ihr Quartier fliegen können, wurden die Fenster mit Holzschlitzen versehen. Nun soll der Feldsteinsockel unter dem Stallgebäude mit alten Feldsteinen wiederhergestellt werden. Ein Problem sind auch die schlechten Wege zur Horstmühle. „Zum Teil stand das Wasser auf den Wegen so hoch, dass wir nicht zur Horstmühle gekommen sind“, sagte Reppl-Bauermeister. Auch die Brücke über die Schmelze musste auf Grund ihres schlechten Zustandes gesperrt werden. Allerdings hat die Stadt Baruth die Brücke auf ihrer Agenda. „Wir müssen uns alle an einen Tisch setzen – sowohl die Stadt Baruth als auch die Gemeinde Nuthe-Urstromtal und die örtlichen Landwirtschaftsunternehmen, um zu besprechen, wie es weitergehen soll“, sagte der Vereinsvorsitzende.

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Die Mühle soll touristischer Anziehungspunkt werden

Bürgermeister Stefan Scheddin hofft nun, dass die Mühle und das Umfeld attraktiver gestaltet werden können. „Wir müssen sehen, dass wir über den ländlichen Wegebau etwas erreichen“, sagte Scheddin. Die Mühle ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Vor Kurzem nahmen mehr als 200 Wanderfreunde an der Winterwanderung zur Horstmühle teil. Zum Mühlenfest im September spendierten Unternehmer der Region 80 tolle Preise. Der Verein präsentierte sich auch beim Kreiserntefest und beim Schleppertreffen in Lynow. Geplant ist gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten eine Streuobstwiese anzulegen und Baumpatenschaften zu gründen.

Von Margrit Hahn

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