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Filmprojekt

Postdamer Studenten nutzen Hohenahlsdorfer Gutshaus als Kulisse

Ortsvorsteher Thomas Grahl, Szenenbildnerin Annette Siems und Regie-Assistentin Lena Thoma (v.l.) beim Besprechen der Dreh-Details.

Ortsvorsteher Thomas Grahl, Szenenbildnerin Annette Siems und Regie-Assistentin Lena Thoma (v.l.) beim Besprechen der Dreh-Details.

Hohenahlsdorf. Das seit Jahrzehnten leerstehende und immer mehr verfallende Hohenahlsdorfer Guthaus wird Kurhotel. So zumindest steht es im Drehbuch, das Jannis Kiefer, der an der Potsdamer Film-Uni Regie studiert, ersonnen und mit Kommilitonen weiterer Film-Disziplinen weiterentwickelt hat. Am Donnerstag besichtigten Regisseur, Kameramann Adam Graf, Szenenbildnerin Annette Siems und Regie-Assistentin Lena Thoma zusammen mit Ortsvorsteher Thomas Grahl das Haus, um die Details für die Dreharbeiten abzusprechen. In sechs Wochen soll die erste Klappe fallen.

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Aus Hohenahlsdorf wird Wiesenwalde

„Vom 7. bis zum 11. November wollen wir das Gutshaus als Kulisse nutzen, drehen davor und danach aber auch in fünf anderen Orten, die durch den Filmschnitt dann zu einem einzigen Ort verschmelzen werden“, erläutert Kiefer. Der fiktive Ort wird Wiesenwalde heißen. Der etwa 100 Minuten lange Film unter dem Titel „Wiesenwood“ wird etwa in einem Jahr vom RBB ausgestrahlt.

Ortsvorsteher Thomas Grahl (r) und die Vorhut der Film-Crew beim Besprechen der Dreh-Details.

Ortsvorsteher Thomas Grahl (r) und die Vorhut der Film-Crew beim Besprechen der Dreh-Details.

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Denn der Sender ist als Kooperations-Partner mit im Boot und übernimmt das Gros der Sachkosten. Die rund 20 Akteure vor und hinter der Kamera bekommen für ihren Einsatz kein Geld. Für Regisseur, Kameramann und Szenenbildnerin ist „Wiesenwood“ die Abschluss-Arbeit ihres Master-Studiums, den übrigen Akteuren aus niedrigeren Semestern dient das Projekt, um dabei wichtige Praxis-Erfahrungen zu sammeln.

„Der Film, bei dem es fünf Hauptdarsteller gibt, erzählt davon, das sich durch die Kraft der Phantasie an einigen Stellen im Leben sogar die Realität verändern lässt“, blickt Kiefer voraus. Inspirations-Quellen für das Drehbuch waren seine Erfahrungen als Komparsen-Betreuer bei anderen Film-Projekten und seine Tagträume, während langer Zugfahrten, bei Spaziergängen „und manchmal auch am Abend nach dem ersten Bier entstanden“, wie er erzählt.

Dreieinhalb Jahre am Film gearbeitet

Mehr als ein Jahr lang hat er dann am Drehbuch geschrieben und dabei auch Anregungen der übrigen Mitstreiter einfließen lassen. Ein zweites Jahr ging für die Suche nach Kooperationspartnern und Drehorten und für das Zusammenstellen der Crew drauf.

Der Zustand des Gutshauses ist alles andere als schön, taugt aber gerade deshalb gut als Kulisse.

Der Zustand des Gutshauses ist alles andere als schön, taugt aber gerade deshalb gut als Kulisse.

Wenn im Sommer kommenden Jahres die Endabnahme erfolgt und sich die Filmemacher mit ihrem Streifen bei Festivals bewerben, werden sie insgesamt dreieinhalb Jahre daran gearbeitet haben. „Für eine Film dieser Länge ist das nicht ungewöhnlich und eher kurz“, erläutert Kiefer.

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Dass neben Treuenbrietzen, Pechüle, Altfredersdorf, Leuenberg, Wriezen und Schlunkendorf die Wahl auch auf Hohenahlsdorf fiel, war Zufall. Über eine Bekannte erfuhren die Filmemacher von dem hier leerstehenden Gutshaus. Bei einem ersten Besuch vor genau war die Crew vom Charme des Dorfes und des Gutshauses sofort angetan. „Der Mix aus alten Dorfstrukturen und modernen Elementen war genau das, wonach wir gesucht haben“, schwärmt der Regisseur. Da auch das Kurhotel im Film ein verlassenes Haus ist, das Jugendlichen als Rückzugsort dient, bedarf es keinerlei Eingriffe.

Hohenahlsdorfs Ortsvorsteher spielt eine wichtige Rolle

„Ganz doll werden wir auch hier vom Ortsvorsteher“, ist Kiefer dankbar. „Sollte noch ein Schauspieler fehlen, springe ich auch da gerne ein“, konterte Thomas Grahl das Kompliment.

Tatsächlich auf der Suche sind die Filmemacher an allen Drehorten noch nach Quartieren, die sie gegen Unkosten-Erstattung während der Dreharbeiten zum Übernachten nutzen können. „Denn unser Budget ist bereits komplett verplant. Zehn Quartiere für jeweils zwei Leute und maximal zehn bis 15 Minuten vom Drehort entfernt wären ideal“, so Kiefer.

Wer helfen kann, sollte sich bitte möglichst rasch unter lena.steinbuechel@posteo.de melden.

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