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Jüterbog

Ausstellung „Lost places“ im Kulturquartier

Markus Hennen eröffnete die Ausstellung "Lost places" im Jüterboger Kulturquartier

Markus Hennen eröffnete die Ausstellung "Lost places" im Jüterboger Kulturquartier

Jüterbog. Was haben Atombunker, Kriegslazarett und Vergnügungspark am Spreeufer gemeinsam? Von ihrer Nutzung her gesehen nicht viel. Werden sie verlassen und geraten irgendwann in Vergessenheit, verwandelt sie die Natur Stück für Stück in inspirierende Orte, die einladen zu einer Zeitreise in die Vergangenheit.

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Faszination der magischen Orte

Der in Kleinmachnow lebende Fotograf Mario Wilpert gehört zu jenen, die die Faszination solcherart vergessener Orte magisch anzieht. Mit seiner digitalen Vollformatkamera besucht der gelernte Verlagskaufmann in seiner Freizeit auf verschlungenen Pfaden verlassene Industrie- und Militäranlagen. Mit einem guten Blick für das Spiel von Formen und Farben, sichert der Fotograf den langsam sterbenden Objekten einen Platz für die Ewigkeit.

„Lost places“, zu deutsch „Verlorene Plätze“, ist der Titel seiner Wanderausstellung, deren fünfte Station seit gestern bis Ende September das Jüterboger Kulturquartier ist. Markus Hennen, seit den 90er Jahren Koordinator des Brandenburgischen Forums für Konversion und Stadtentwicklung (FOKUS) und begeisterter Fan von Marion Wilperts Ausnahmen, eröffnete die Ausstellung mit Informationen zum Thema Konversion und zu den fotografierten Orten.

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Künstlerische Sicht öffnet den Blick

„Trotz der mehr als 20 Jahre, die ich mich mit dem Thema beschäftige, habe ich durch Wilperts Aufnahmen dazugelernt, dass man künstlerische Aspekte und das eigentlich Anliegen der Konversion gut miteinander verknüpfen kann“, sagt Hennen. Anders als Plünderer und Vandalen, die die verlassenen Orte nur besuchen, um historische Baumaterialien abzubauen, Fensterscheiben einzuschlagen oder Wände zu beschmieren, hat die Szene der „Lost-places-Fotografen, die sich selbst „Urbexer“ nennen, einen Ehrenkodex. Jeder besuchte Ort wird geachtet und unversehrt wieder verlassen. Für Gebäude und Areale, für die es keine Rettungsmöglichkeit gibt, werden die Fotos ihrer heutigen Fotografen eines Tages das einzige sein, was an sie erinnert.

Da der Fundus Wilperts inzwischen riesengroß ist, wird die Auswahl für jeden Ausstellungsort neu getroffen. Die Höhere Fliegertechnische Schule in Altes Lager ist das einzige in der Jüterbog-Region fotografierte Objekt, das im Kulturquartier zu sehen ist. Doch ein Besuch lohnt dennoch für jeden, der die Magie vergessener Orte erleben will.

Von Uwe Klemens

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