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Gottsdorf

Ein Fest rund um die Mühle

Müllermeister Markus Röthel führte die Besucher durch das Familienunternehmen.

Müllermeister Markus Röthel führte die Besucher durch das Familienunternehmen.

Gottsdorf.Der Mühlentag ist im Nuthe-Urstromtaler Ortsteil Gottsdorf zur festen Tradition geworden. Zum 22. Mal veranstaltete Familie Röthel am Pfingstmontag ein Fest rund um die Obermühle.

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„Es ist immer viel los“, sagt Müllermeister und Mühlenbesitzer Markus Röthel (47). Zum bundesweiten Mühlentag am Pfingstmontag öffneten mehr als 150 Mühlen in Berlin und Brandenburg ihre Türen, allein das Gottsdorfer Fest zählte rund 500 Besucher.

Einmaliger Wasserantrieb

„Mit unserem Wasserrad-Antrieb sind wir in ganz Brandenburg einmalig“, sagt Röthel stolz. Diese historische Form des Mühlenantriebs, die schon im Hochmittelalter von den Zisterzienser-Mönchen aus Kloster Zinna mitsamt des Mühlenteichs erbaut und um 1285 erstmals urkundlich erwähnt wurde, wird bis heute von der Müllerfamilie genutzt. Zusammen mit ihrem Öko-Bauernhof, dem Hofladen und den rund 80 Welshblack-Rindern bilden sie das Herz des Dorfes.

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Nebst Führungen durch die alte vierstöckige Mühle und dem Verkauf des Bio-Mehl wurde auch eine Traktorenausstellung, Bogenschießen, ein Streichelzoo und Pferdereiten angeboten. Als Besonderheit durften kleine Besucher zwei Lamas an die Leine nehmen.

Socken aus Lama-Wolle

Was mit der Wolle der Lamas gemacht wird, zeigten die beiden Gottsdorfer Damen Gudrun David und Christine Morf. Sie spannen vor den Augen der Schaulustigen die frisch geschorene Wolle zu Garn, das zu dicken Wollsocken verarbeitet wurde.

Das Handwerk der Lederverarbeitung wurde eindrucksvoll von Karin Sallmann dargeboten. Sie stellt kunstvolle Armbänder, Gürtel, Brieftaschen, Bolo-Bänder und Schmuck her und bietet Kurse zur Lederbearbeitung und Punzierung an. Zu essen gab es Zuckerwatte, Grillfleisch, Suppen und Unmengen an Kuchen.

Familie stellt Fest fast allein auf die Beine

„Meine Familie hat das Fest in wochenlanger Vorbereitung fast alleine auf die Beine gestellt, aber es lohnt sich“, sagt Markus Röthel.

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Alt-Müllermeister Martin Röthel, der aktuell sein 60-jähriges Meisterjubiläum feiert, half ebenfalls bei den Führungen aus, während die Jüngsten der Familie, Miriam (7) und Melina (11), für die Tiere verantwortlich waren: „Wir bieten Pferdereiten und Lama-Führungen an. Mit dem Erlös sparen wir auf ein eigenes Pferd.“

Von Katja Schubert

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