Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Luckenwalde

Neue E-Werk-Besitzer geben Einblick

Nach der Führung gab es für die Gäste außerdem eine Sprach-Performance vor dem Eingang des Werks zu sehen.

Nach der Führung gab es für die Gäste außerdem eine Sprach-Performance vor dem Eingang des Werks zu sehen.

Luckenwalde. Am Freitag luden die neuen Betreiber des Luckenwalder E-Werks zu einer Besichtigung des alten Braunkohlekraftwerks mit anschließendem Abendessen ein. Ungefähr 65 Gäste waren gekommen, um einen ersten Blick auf das neue Projekt der Firma Performance Electrics zu werfen, die das Kraftwerk in ein kulturelles Zentrum für Kunstschaffende und -interessierte verwandeln will.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Projektleiter Pablo Wendel (l) und Helen Turner (r) führten die Gäste durch die Künstlerwerkstätten im Keller des E-Werks

Die Projektleiter Pablo Wendel (l.) und Helen Turner (r.) führten die Gäste durch die Künstlerwerkstätten im Keller des E-Werks.

Der Künstler Pablo Wendel und seine Kollegin Helen Turner wollen mit ihrer Firma Kunst und Strom verbinden.

2017 hatten sie das E-Werk mit dem Ziel gekauft, das Gebäude wieder ans Netz zu bringen und ihren eigenen Strom zu erzeugen – nun durch Pyrolyse statt Braunkohleverbrennung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Einnahmen aus der Stromerzeugung sollen dann in neue Kunstprojekte investiert werden. „Wir sind sozusagen der weltweit erste gemeinnützige Stromanbieter“, sagte Pablo Wendel, der das Projekt leitet. Mit dem Luckenwalder E-Werk hat der Künstler den perfekten Standort für seinen „Kunststrom“ gefunden: „Als ich das Gebäude zum ersten Mal gesehen habe, war ich gleich wie elektrisiert.“

Das alte Braunkohlekraftwerk wurde restauriert und soll in Zukunft „Kunststrom“ produzieren

Das alte Braunkohlekraftwerk wurde restauriert und soll in Zukunft „Kunststrom“ produzieren.

Nach dem Sektempfang gab es eine Führung durch den Komplex, von der ehemaligen Kohleförderung bis hin zu den neuen Künstlerwerkstätten. Sogar eins der alten Kohleförderbänder wurde zur Feier des Tages kurzzeitig in Betrieb genommen. Unter den Gästen befand sich auch der Luckenwalder Bernd Schmidl, der sich mit der Geschichte und Technik des Kraftwerks auskennt, da er früher selbst dort gearbeitet hatte. So erklärte er, wie das E-Werk im Jahr 1913 mit den damaligen Mitteln gebaut wurde. „Damals gab es ja hier noch gar keinen Strom, es wurde also alles nur mit Verstand und Muskelkraft aufgebaut“, sagte Schmidl, „das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“

Das E-Werk wird voraussichtlich am 14. September wieder ans Stromnetz angeschlossen und kann dann auch von Luckenwalder Haushalten zur Stromversorgung genutzt werden.

Von Robin Knies

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen