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Bildung

Aufnahmestopp im März: Ludwigsfelde fehlen Kita-Plätze

Kita Märchenland in Ludwigsfelde: In der Stadt fehlt es an Kita-Plätzen, im März ist ein Aufnahmestopp zu erwarten.

Kita Märchenland in Ludwigsfelde: In der Stadt fehlt es an Kita-Plätzen, im März ist ein Aufnahmestopp zu erwarten.

Ludwigsfelde. Eltern von Kita-Kindern müssen sich ab Frühjahr auf einen Aufnahmestopp in Ludwigsfelder Kitas einrichten. "Nach aktuellem Stand können wir Kinder, die ab März 2022 einen Betreuungsplatz in städtischen Kitas wünschen, nicht mehr aufnehmen, da alle genehmigten Plätze belegt sein werden", teilt das Rathaus auf MAZ-Anfrage mit.

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Dennoch können und sollen Eltern auch weiterhin ihren Betreuungsbedarf anmelden, so Stadtsprecherin Nadja Halbauer. „Wir führen sie dann auf einer Warteliste.“ Die Erfahrung habe bisher gezeigt, dass es immer wieder zu Veränderungen kommen könne – und mitunter auch kurzfristig noch Kita-Plätze vergeben werden können. Dabei könne allerdings nur berücksichtigt werden, wer auch Bedarf angemeldet habe.

Neue Kita am Westverbinder geplant

Insgesamt 57 Eltern wurden von der Stadt bereits angeschrieben und über den kommenden Aufnahmestopp informiert. Nach Angaben Halbauers seien sie auch darauf hingewiesen worden, dass ab August wieder Kinder aufgenommen werden können. Dann werden einige Kita-Kinder zu Schulkindern – und Kapazitäten wieder frei.

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So soll die neue Kita am Westverbinder einmal aussehen: Der Neubau soll Entspannung in die Kita-Situation in Ludwigsfelde bringen.

So soll die neue Kita am Westverbinder einmal aussehen: Der Neubau soll Entspannung in die Kita-Situation in Ludwigsfelde bringen.

Längerfristige Entspannung soll außerdem auch die neue Kita am Westverbinder bringen. Wie bereits berichtet, wurde dafür nun der Bauantrag eingereicht. Nach den aktuellen Plänen soll die Einrichtung Ende 2022 in Betrieb gehen. In dem zweigeschossigen und etwa 1800 Quadratmeter großen Kita-Neubau könnten 230 Kinder unterkommen.

Kita „Himmelsleiter“ bekommt Neubau

Nicht das einzige Projekt in Ludwigsfelde, das Kita-Plätze schafft: Die Stadt und das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin (EDBTL) haben erst vor wenigen Tagen einen Vertrag zu einem Neubau der Kita „Himmelsleiter“ geschlossen. Wie EDBTL-Sprecher Alexander Schulz erklärt, werde man in dem Neubau am Hirschweg mehr Kinder betreuen können als im bisherigen Standort an der Geschwister-Scholl-Straße.

Der Betrieb soll im Jahr 2024 aufgenommen werden. Die neue Kita „Himmelsleiter“ könnte dann 100 statt wie bisher 25 Kinder aufnehmen. Durch den Neubau soll auch die Außenfläche der Kita „Märchenland“ neu strukturiert werden.

Ludwigsfelde braucht Kita-Plätze

Ludwigsfelde wächst und wächst: Nicht mehr lange, dann hat die Stadt die 28.000-Einwohner-Marke geknackt. Bereits im Herbst hatte Ludwigsfelde 27.822 Einwohner gemeldet – Tendenz weiter steigend. Doch mit den höheren Zahlen kommt auch der Wachstumsschmerz: Die soziale Infrastruktur muss mithalten. Ludwigsfelde braucht in den kommenden Jahren etliche Plätze in Kitas, Horten und Schulen.

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Aktuell ist das größte Projekt der Stadt der Neubau von drei neuen Grundschulen: Anfang Dezember schlossen die Märkische Heimat und ein Potsdamer Planungsbüro den Vertrag für das 85-Millionen-Euro-Vorhaben.

So viele Betreuungsplätze fehlen künftig

Und dennoch: Trotz der beiden Kita-Neubauten werden die Kapazitäten für Betreuungsplätze in den kommenden Jahren nicht reichen. Um in die Zukunft zu planen, hat die Stadt 2020 einen Bildungs- und Betreuungsbericht vorgelegt – und mit Neubauten bereits auf Prognosen reagiert. Allerdings: „Mit diesen beiden neuen Kitas wird der prognostizierte Bedarf nicht gedeckt werden können“, so Halbauer. Aus dem Bericht gehe hervor, dass auch dann noch weitere 173 Betreuungsplätze fehlen würden.

Nach Angaben Halbauers habe die Stadt bereits „erhebliche Anstrengungen“ unternommen, um die Zahl der Plätze zu erhöhen: Standen 2015 noch 1845 Betreuungsplätze zur Verfügung, waren es laut Stadtverwaltung im Jahr 2020 bereits etwa 2560. Darüber hinaus befinde sich Ludwigsfelde derzeit in Gesprächen mit Investoren und freien Trägern, um weitere Kitaplätze für die Stadt zu errichten.

Von Johanna Apel

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