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Ludwigsfelde

Carsharing-Firma drängt in die Region

Timo Nührich, einer der beiden Chefs von Miles Mobility.

Timo Nührich, einer der beiden Chefs von Miles Mobility.

Ludwigsfelde. Die Pendler-Region Ludwigsfelde bekommt Fahrradgaragen und Elektroautos, sie diskutiert über fahrerlose Vehikel, mehr Busse und Bahnen. Jetzt wollen offenbar auch Carsharing-Firmen dort Fuß fassen. Die scheinbar erste – sie arbeitet im Gegensatz zu Car to go (Mercedes) oder Drive now (BMW) Autohersteller-unabhängig – nennt sich Miles Mobility.

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Dieses Start-Up sind Timo Nührich und Florian Haus. Sie wollen vor allem junges, umweltbewusstes Publikum ansprechen, das in Großstädten und ihren Randgebieten mit viel öffentlichem Nahverkehr gar kein Privatfahrzeug haben, aber dennoch Spritztouren machen will oder Lasten-Fahrten erledigen muss.

Strecke wird bezahlt, nicht die Zeit

Nührich und Haus werben damit, bei ihnen werde nicht nach Zeit, sondern nach Kilometern bezahlt, zudem ginge ein Cent pro Kilometer an Sozialprojekte. Derzeit bauen die beiden ihre Carsharing-Flotte in deutschen Metropol-Regionen auf.

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Bisher haben sie in Berlin 200, in Hamburg 150 Fahrzeuge, nun sollen Köln/Düsseldorf und München folgen. Nach eigenen Worten sind sie die bisher einzige Carsharing-Firma weltweit, die auch Transporter im sogenannten Free-Floating-Konzept anbietet. Das heißt: Einsteigen, wo man ist, aussteigen und das Auto stehen lassen.

Stadt freut sich über jedes Auto weniger

Wilfried Thielicke von der Wirtschaftsförderung Ludwigsfelde erklärt: „Wir sind froh über jeden, der bei uns Fahrzeuge von der Straße holt.“ Firmen wie Miles Mobility stünden im Rathaus alle Türen offen: „Wir finden für jeden die passenden Konditionen und Standorte“, erklärt er.

Wilfried Thielicke, Wirtschaftsförderer von Ludwigsfelde

Wilfried Thielicke, Wirtschaftsförderer von Ludwigsfelde

Für die Männer von Miles-Mobility ist der Berliner Autobahn-Ring im Moment noch die Grenze, innerhalb der sie sich bewegen wollen. „Vorerst“, schränkt Nührich ein, man wisse ja nie, wie das Konzept aufgeht.

Und ist der Flughafen erst fertig...

Für Thielicke ist das zumindest in Ludwigsfelde eine unbegründete Sorge: „Hier geht’s ja erst richtig los, ganz viele Firmen kommen ja erst noch.“ Er denkt dabei an Chefs Culinar und das DHL-Paketzentrum im ersten Abschnitt des neuen Industrieparks Eichspitze Nord, der größere „Rest“ ist in Planung.

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Und auch in Ludwigsdorf mit seinen künftig 5000 Einwohnern werde sich kaum eine Familie vier Fahrzeuge zulegen, so der Wirtschaftsförderer. Für ihn, den Stadtrat und die anderen im Rathaus, allen voran Bürgermeister Andreas Igel (SPD), seien genau diese Probleme Ansporn, das avisierte Mobilitätskonzept für Ludwigsfelde fertig zu bekommen. "Ganz zu schweigen von der Zukunft, wenn der Flughafen doch mal fertig ist", sagt Wilfried Thielicke.

Von Jutta Abromeit

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