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Ludwigsfelde

Fahren und Parken in der Pendlerstadt

Bahnhof der Pendler- und Autobauerstadt Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) an der Trasse Anhalter Bahn – auch dort fehlen jeden Morgen links und rechts jede Menge Parkplätze.

Bahnhof der Pendler- und Autobauerstadt Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) an der Trasse Anhalter Bahn – auch dort fehlen jeden Morgen links und rechts jede Menge Parkplätze.

Ludwigsfelde. Dieses Mal klappte es im Stadtrat von Ludwigsfelde mit einem großen Strategiepapier für die Pendler- und Autobauerstadt: Bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen stimmten die meisten Stadtverordneten am Dienstag für ein Verkehrs- und Parkraumkonzept.

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Hier am Hochaus halten Busse vieler Linien nach Berlin, Potsdam und Zossen, auch der stündlich verkehrende Plus-Bus in die Landeshauptstadt.

Hier am Hochaus halten Busse vieler Linien nach Berlin, Potsdam und Zossen, auch der stündlich verkehrende Plus-Bus in die Landeshauptstadt.

Solch ein verkehrsplanerisches Leitbild ist nicht nur wichtig für künftige Um- und Ausbaupläne bei den Verkehrswegen im Ort. Es ist Voraussetzung, um später Einzelmaßnahmen im Straßenbau, bei der Festlegung von Radwegen und von Parkflächen genehmigt zu bekommen.

Wie berichtet, hatte eine erste Fassung im Oktober bei der öffentlichen Diskussion so viele Fragen aufgeworfen, dass Bürgermeister Andreas Igel (SPD) sie zurückgezogen hatte. Nun haben er und die Verwaltung mit diesem Beschluss den Auftrag, daraus ein sogenanntes integriertes Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dabei sollen auch die Stellungnahmen aller Ortsbeiräte berücksichtigt werden.

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Aufreger Anliegerbeiträge

Über ein Detail allerdings wurde auch dieses Mal engagiert debattiert: über die Ausbaustandards der einzelnen Straßen-Kategorien. Denn dabei geht es um Anliegerbeiträge.

Dazu hatte Detlef Laubinger aus der Waldstraße bereits in der Einwohnerfragestunde wissen wollen: „Kann man den Ausbau unserer Straße nicht verschieben, bis auf Landesebene eine Entscheidung gefallen ist, ob Anliegerbeiträge grundsätzlich entfallen?“

SPD-Fraktionschefin Odette Moll erklärte dazu: „Auf die Landespolitik haben wir keinen Einfluss, aber eine verbindliche Strategie für die Standards in unserer Stadt, die können wir festlegen.“

Auf Initiative ihrer Fraktion wurde Punkt drei des Konzept-Beschlusses zu den Ausbaustandards Ludwigsfelder Straßen bei mehrheitlicher Zustimmung dann auch um einige Passagen erweitert: Bis zur Fertigstellung einer Planungsrichtlinie werden keine weiteren Start-Beschlüsse zur Ertüchtigung von Straßen in städtischer Zuständigkeit ausgelöst.

Stadtrat will Planung im November haben

Davon ausgenommen sein sollen Kooperationsbauten mit dem Wasserzweckverband Warl, weil diese immer für alle Seiten preiswerter werden, als wenn jeder allein nacheinander Straßen aufreißt oder ausbaut.

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Außerdem solle die Planung stets wirtschaftlich und sparsam erfolgen. Und der Entwurf zur Planungsrichtlinie sei von der Verwaltung spätestens zu den Ausschusssitzungen im Oktober einzubringen und den Stadtverordneten im November zur Beschlussfassung vorzulegen.

Löwenbruch will mitreden

Die Löwenbrucher Ortvorsteherin Katja Wuscher bat: „Für die Arbeit an einem Mobilitätskonzept sollte eine Arbeitsgruppe gegründet werden.“ Das sei ohnehin geplant, so Bürgermeister Igel, auch Senioren- und Behindertenrat würden dann in die öffentliche Diskussion eingebunden.

Der Genshagener Ortsvorsteher Dirk Houschka machte darauf aufmerksam, dass auch dieser Ortsbeirat erst auf der falschen Fährte war und mit diesem Papier noch keine Verkehrs- und Parkraumlösungen festgelegt werden, sondern erst eine wichtige Voraussetzung dafür ist.

Brummis fahren durchs Dorf zur Autobahn

Der Ortsbeirat des größten Ortsteils Genshagen wird nicht müde, auf die ungelösten Verkehrssorgen aufmerksam zu machen: Wenn alle angefangenen und geplanten Logistik-Hallen im Brandenburg Park fertig sind, dann sei der Ort wie ein Hufeisen, so Houschka: „Dann fahren alle Lkws durch unseren Ort auf die Autobahn.“

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Von Jutta Abromeit

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