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Vandalismus

Keine Videoüberwachung an Oberschule

Schulleiter Volker Große glaubt an die abschreckende Wirkung von Überwachungskameras.

Schulleiter Volker Große glaubt an die abschreckende Wirkung von Überwachungskameras.

Ludwigsfelde. Dämpfer für Schulleiter Volker Große: Die Stadtverwaltung Ludwigsfelde lehnt eine Videoüberwachung an der Gottlieb-Daimler-Schule ab. Schulleiter Große hatte darum gebeten, Kameras auf dem Hof der Oberschule einzusetzen, damit der Vandalismus gestoppt werden kann.

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In der Silvesternacht hatten Unbekannte große Teile der Schul-Fassade aus Keramik und eine steinerne Tischtennisplatte zerstört. Eine Woche später waren der Briefkasten und die Sprechanlage der Schule kaputt gemacht worden. Der Schaden betrug nach Angaben des Schulleiters rund 10.000 Euro, die Polizei ermittelt in dem Fall.

Vermutlich in der Silvesternacht zerstörten Unbekannte Teile der Fassade der Gottlieb-Daimler-Schule in Ludwigsfelde.

Vermutlich in der Silvesternacht zerstörten Unbekannte Teile der Fassade der Gottlieb-Daimler-Schule in Ludwigsfelde.

Bereits im Sommer 2018 hatte es an der Oberschule einen Vandalismus-Vorfall gegeben. Damals war unter anderem die erste von zwei Tischtennisplatten zerstört worden. Volker Große hatte schon damals im Rathaus wegen Videoüberwachung angefragt, jedoch keine Antwort erhalten. Auf MAZ-Nachfrage erklärte Rathaus-Mitarbeiter Kevin Senft jetzt, dass Videoüberwachung auf dem Schulgelände der Gottlieb-Daimler-Schule zwar grundsätzlich möglich, aber nicht unbedingt sinnvoll sei.

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Filmen verboten

Aus Datenschutzgründen könne während der Unterrichtszeit nicht gefilmt werden, erläutert Kevin Senft. „Bringt diese Überwachung die Abschreckung, die wir uns erhoffen? Leider schützt sie nicht vor Straftaten, da die Täter zum Einen wissen, wo Kameras angebracht sind und sich zum anderen stark vermummen, um nicht erkannt zu werden“, sagt er.

Volker Große sieht das anders. Er glaubt an die abschreckende Wirkung der Geräte. Er hätte die Kameras nur auf den Hof gerichtet und erst eingeschaltet, wenn der Unterricht vorbei ist, sagt er. „Die Videokameras hätten nur wenige hundert Euro gekostet. Der Schaden, der jetzt wieder entstanden ist, kostet tausende“, sagt Große. Er verweist auf Schulen etwa in Süddeutschland, wo Videoüberwachung gut funktioniert und die Kriminalitätsrate niedrig sei.

Überwachungskameras am Bahnhof

In Ludwigsfelde sind vor einigen Jahren am Bahnhof Überwachungskameras installiert worden. Die hätten laut Kevin Senft allerdings nicht dazu geführt, dass dort weniger randaliert wird oder weniger Fahrräder geklaut werden. „Leider schreckt das die Täter nicht ab“, sagt er.

Große hofft, dass es nicht noch zu weiteren Vorfällen von Vandalismus an seiner Schule kommt. Aber auch nach dem ersten Mal im Sommer 2018 sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis erneut etwas passiert. „Wir erleben leider oft, dass man uns von Seiten der Verwaltung zwar zuhört, aber uns nicht richtig zu verstehen scheint“, sagte er am Sonnabend beim Tag der Offenen Tür an der Schule.

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Die kaputten Keramikplatten an der Hausfassade sollen bald wieder repariert sein, erläutert Große. Eine behelfsmäßige Sprechanlage und ein neuer Briefkasten sind schon neben dem Haupteingang der Schule aufgebaut. An der Gottlieb-Daimler-Schule lernen aktuell 368 Schüler in vier Klassenstufen bei 35 Lehrern.

Von Jonas Nayda

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