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Ludwigsfelde

Stadt hat seit 80 Jahren ein Standesamt

„Kaffeeklatsch“-Recherche  im Stadtarchiv: Im Helmut Zwanzig, Ines Krause, Carla Karstadt, Carmen Specht, Gregor Lutz (v.l.).

„Kaffeeklatsch“-Recherche im Stadtarchiv: Im Helmut Zwanzig, Ines Krause, Carla Karstadt, Carmen Specht, Gregor Lutz (v.l.).

Ludwigsfelde. Geheiratet, geschieden. Geboren, gestorben. Aktenkundig ist all das im Standesamt Ludwigsfelde. Seit 80 Jahren gibt es diese Behörde. Zu diesem Thema recherchiert das „Kaffeeklatsch“-Vorbereitungsteam derzeit im Stadtarchiv.

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Beim nächsten „Kaffeeklatsch mit Carla und Gregor“ soll das Jubiläum gebührend gewürdigt werden. „Wenn Treue Spaß macht, ist es Liebe“: So lautet das Motto der beliebten Veranstaltung im Klubhaus. Dort stehen am 6. Februar Hochzeiten im Wandel der Zeiten im Mittelpunkt.

Geschichten und Fotos gesucht

„Möglichst viele Gäste sollen zum Gelingen unserer geselligen Runde beitragen“, wünscht sich Moderatorin Carla Karstädt. Gesucht werden Fotos und Geschichten, die das Leben zu zweit schreibt: von der Trauung bis zum Festessen. Anlauf- und Abgabepunkt ist das Stadtarchiv.

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„Hochzeitsfotos spiegeln auch die jeweilige Epoche wider“, sagt Archivarin Ines Krause. Gegründet wurde das Standesamt am 1. Januar 1939. „Die erste Trauung war am 21. Januar 1939“, hat „Kaffeeklatsch“Co-Moderator Gregor Lutz recherchiert. Auf die Nazi-Gewaltherrschaft folgten Nachkriegszeit, DDR, BRD.

Karstädt: „Extra Raum für die Braut“

„Bei meiner Trauung saß die Standesbeamtin vor uns am Tisch. Und hinter ihr hing links oben an der Wand ein Bild von Walter Ulbricht“, erinnert sich Helmut Zwanzig.

„Als Ludwigsfelder Rathaus fungierte bis in die 1990er Jahre eine ehemalige SS-Aufseherbaracke“, sagt Carla Karstädt. Lange Zeit befand sich auch das Standesamt in der Baracke. „Der schönste Tag des Lebens begann also für viele Paare in diesen Räumlichkeiten.“ Karstädt selbst heiratete ihren Erhard am 10. Juni 1967 im Klubhaus. „Da gab es sogar einen extra Raum für die Braut“.

Ehrentisch für die ältesten Ehepaare

An der Hochzeitstafel wurde zu Friedens- und Kriegszeiten verspeist, was Geldbeutel und Angebot hergaben. „Meine Eltern haben Walderdbeeren für die Hochzeitsbowle gesammelt“, sagt Ines Krause. Auch eine traditionelle Hochzeitssuppe mit Grießklößchen oder Eierstich durfte nicht fehlen. So eine Suppe werde man den „Kaffeeklatsch“-Gästen auftischen, sagte Edeka-Markt-Betreiberin Carmen Specht. In Vorbereitung ist auch eine kleine Ausstellung.

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„Weiter wird es einen Ehrentisch geben“, so Carla Karstädt. An diesem Tisch dürfen Paare Platz nehmen, die vor 70, 65, 60 oder 55 Jahren geheiratet haben. Auch diese älteren Damen und Herren melden sich bitte im Stadtarchiv.

Von Frank Pechhold

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