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Luckenwalde

Neuer Eigentümer für altes Elektrizitätswerk

Das denkmalgeschützte Luckenwalder Elektrizitätswerk ist 105 Jahre alt und hat inzwischen einen neuen Eigentümer.

Das denkmalgeschützte Luckenwalder Elektrizitätswerk ist 105 Jahre alt und hat inzwischen einen neuen Eigentümer.

Luckenwalde. In das über 100 Jahre alte Luckenwalder Elektrizitätswerk zieht wieder neues Leben ein. Der Künstler Pablo Wendel, der sein Wirkungsfeld zuletzt in Stuttgart hatte, hat das denkmalgeschützte Gebäude samt großem Grundstück im November 2017 gekauft.

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Im Jahr 2002 hatte das Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAL) mit Familie Rabe an der Spitze das Denkmal gekauft, für eine Million Euro restauriert und genutzt. Doch seit wenigen Jahren steht es leer.

Der neue Eigentümer Pablo Wendel in der Turbinenhalle des alten E-Werkes

Der neue Eigentümer Pablo Wendel in der Turbinenhalle des alten E-Werkes.

Pablo Wendel und seiner gemeinnützigen „Performance Elec-trics GmbH“ wurde es in Stuttgart zu eng, sodass er sich in Südbrandenburg nach einem neuen Domizil umschaute. „Nach einer Besichtigung des alten Stadtbades sah ich das Elektrizitätswerk und war selbst wie elektrisiert“, schwärmt Wendel vom Denkmal aus dem Jahr 1913.

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Seine „Performance Electrics“ ist ein Kunstprojekt und zugleich ein gemeinnütziger Anbieter für Produktion und Vertrieb von sogenanntem Kunststrom. „Wir gewinnen den Kunststrom aus Installationen, Skulpturen oder zeitweiligen Aktionen im öffentlichen Raum“, erklärt der gelernte und studierte Steinbildhauer.

Das Original-Kesselhaus des Werkes

Das Original-Kesselhaus des Werkes.

So wurden in spektakulären Aktionen Solarmodule von Photovoltaikanlagen wie ein riesiger Bienenschwarm angeordnet oder Straßenverkehrselemente wie Pylonen, Vorfahrtszeichen und Leitpfosten an Windrädern drapiert. Mitstreiter ziehen als „Varta-Bande“ mit Hochleistungs-Akkus auf dem Rücken los und zapfen in öffentlichen Gebäuden Strom ab, um ihn sodann als Kunststrom ins Netz einzuspeisen und Bedürftigen anzubieten. „Wir wollen die Menschen ermuntern, technische Ressourcen aus einer anderen Perspektive zu sehen, sie mit Kunst und Ästhetik zu verbinden“, sagt der 37-Jährige.

Partner und Zeitzeugen gesucht

Auch im alten E-Werk will er wieder Strom produzieren und sucht dafür Partner – Künstler, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Privatleute, Unternehmen. „Es wäre schön, wenn Zeitzeugen, die im E-Werk gearbeitet haben, ihre Erfahrungen mitteilen“, sagt Wendel.

Was genau der Künstler vorhat, bleibt noch sein Geheimnis, aber es wird garantiert keine 0-8-15-Aktion. Denn für eigenwillige Ideen ist Wendel bekannt: Im Jahr 2006 mischte er sich in China als lebende Statue mitten unter die Ton-Krieger der berühmten Terrakotta-Armee und erregte damit nicht nur Aufsehen, sondern auch das Missfallen der Staatsdiener. „Nach 15 Minuten hatten sie mich entdeckt“, berichtet Wendel. Bevor man ihn glücklicherweise gehen ließ, verbreitete die Presse damals die außergewöhnliche Aktion in alle Welt.

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www.performance-electrics.com

Von Elinor Wenke

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