Schienenverkehr

Rangsdorf: S2 im Verkehrsausschuss der Länder Berlin und Brandenburg

S2 am Endbahnhof Blankenfelde

S2 am Endbahnhof Blankenfelde

Rangsdorf. Die Signale für ein vorzeitiges Aus für den Anschluss der Gemeinde Rangsdorf an das S-Bahn-Netz verdichten sich. In der gemeinsamen Sitzung der beiden Verkehrsausschüsse im Brandenburger Landtag ist in der vergangenen Woche über die Verkehrsprojekte i2030 diskutiert worden. Dabei habe sich das Aus für die Verlängerung der Strecke von Blankenfelde nach Rangsdorf abgezeichnet, berichtete die Lausitzer Rundschau am Sonnabend.

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Regionalbahnhalt Rangsdorf im 20-Minuten Takt

So habe Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke (CDU) in der Debatte darauf verwiesen, dass sich für die Verlängerung der S2 eine negative Kosten-Nutzen-Rechnung abzeichne. Dabei werde noch geprüft, „ob durch Regionalbahnhalte im 20-Minutentakt ein Ersatz geschaffen werden kann“.

Ähnlich klingt das auch in einer CDU-internen Nachricht, die der MAZ vorliegt. „Die Nutzen-Kosten-Untersuchung für eine S-Bahn-Verlängerung nach Rangsdorf zeigt ein negatives Ergebnis. Das bedeutet, dass die Strecke nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.“ Mit dem weiteren Vorgehen werde sich der Mail zufolge der i2030-Lenkungskreis befassen. „Eine mögliche Alternative“ sei es, „den Regionalverkehrshalt Dahlewitz zu stärken und zukunftsfähig auszubauen“.

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S-Bahn nach Rangsdorf ist Opfer der Ampelkoalition

Bereits im vergangenen Sommer hieß es, dass dem damals bekannt gewordenen Wert von -0,44 zufolge "die Förderfähigkeit nicht gegeben sei". Nun scheint sich das zu bestätigen. Für die Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen durch den Bund ist mindestens der Wert 1 zu erreichen. Allerdings weist auch die CDU-interne Mail darauf hin, dass noch eine "Prüfung verschiedener Varianten für diesen Abschnitt" laufe, weshalb "keine weitergehenden Aussagen" getätigt werden könnten.

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Danny Eichelbaum, Vorsitzender des Kreistages Teltow-Fläming und Mitglied der Landtagsfraktion der CDU, macht für das wahrscheinliche Aus für die S-Bahnverlängerung die Verkehrspolitik der Ampelkoalition verantwortlich. „Die Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf ist offensichtlich Opfer der verfehlten Verkehrspolitik der Ampelkoalition in Berlin geworden, die dazu führt, dass die Länder Einnahmeverluste in Millionenhöhe verzeichnen“, sagte das stellvertretende Mitglied im Verkehrsausschuss des Landes.

Dem Land Brandenburg fehlten so die finanziellen Mittel für Verkehrsprojekte wie die S-Bahnverlängerung. „Entscheidend ist aber, dass vor allem für die Berufspendler in Rangsdorf und im Norden des Landkreises die Bahnverbindungen nach Berlin besser werden. Das wird zukünftig durch die 20-minütige Taktfrequenz des Regionalexpresses erreicht“, so Eichelbaum. Unabhängig davon sollte aber auf jeden Fall langfristig an der S-Bahnverlängerung nach Rangsdorf und perspektivisch auch nach Ludwigsfelde festgehalten werden.

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