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Luckenwalde

Richtkranz weht im Schneeregen

Nicht viele Gäste kamen zum Richtfest des Evangelischen Kindergartens. Das lag vor allem am Schneeregen und den eisigen Temperaturen.

Nicht viele Gäste kamen zum Richtfest des Evangelischen Kindergartens. Das lag vor allem am Schneeregen und den eisigen Temperaturen.

Luckenwalde.Einen unwirtlicheren Termin für ein Richtfest hätte man sich wohl nicht aussuchen können. Spätestens am frühen Freitagnachmittag waren alle Blütenträume von einem freundlichen Frühlingstag im eisigen Schneeregen verflogen, der über die Baustelle des künftigen Evangelischen Kindergartens an der Neuen Baruther Straße wehte.

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Kinder hatten den Richtkranz geschmückt

Dafür flatterten umso lustiger die bunten Bänder am Richtkranz hin und her. Diese waren von den Kindern des Kindergartens in dieser Woche noch eigenhändig angebunden. Doch nur einige Knirpse fanden dann mit ihren Eltern den Weg zu ihrem künftigen Kita-Gebäude. Die meisten blieben wegen des Wetters und aufgrund von Erkrankungen lieber zu Hause.

Das war auch der Grund, warum keine Erzieherinnen erschienen, weil sie alle gesundheitlich angeschlagen sind. So konnte auch kein lustiges Kinderprogramm aufgeführt werden wie im vergangenen Sommer bei der Grundsteinlegung.

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Politikerinnen überließen das Reden den anderen

Immerhin waren neben den Architekten, Ingenieuren und Handwerkern einige Stadtverordnete und Kreistagsmitglieder gekommen – außerdem Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD).

Das Reden überließen die beiden regionalen Spitzenpolitikerinnen aber diesmal dem Zimmermann und der örtlichen Gemeindepädagogin. Auch die beiden Luckenwalder Pfarrerinnen konnten krankheitsbedingt nicht kommen.

Diakonin Christina Conrad (l.) bat um Gottes Segen und Zimmermann Rainer Wittig (r.) verlas den Richtspruch.

Diakonin Christina Conrad (l.) bat um Gottes Segen und Zimmermann Rainer Wittig (r.) verlas den Richtspruch.

Ein Schicksal, das hoffentlich jetzt nicht auch Christina Conrad und Rainer Wittig widerfahren wird. Der Zimmermann auf der obersten Ebene des Baugerüsts den Richtspruch, wobei er unter Rücksichtnahme auf die Zweckbindung des Neubaus auf den sonst üblichen Schnaps verzichtete. Auch beharrte er nicht darauf, dass die Gemeindepädagogin Christina Conrad neben ihm den letzten Nagel bis zum Anschlag im Dachstuhl versenkte. „Möge dies ein Haus sein, in dem Freundlichkeit wohnt und Frieden herrscht“, bat sie in ihrem Gebet.

Anschließend verzogen sich alle Gäste unter das schützende Dach zu Kaffee, Tee, warmem Zwiebelkuchen und süßem Gebäck, um sich und ihre kalten Füße aufzuwärmen.

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Unter dem schützenden Dach versammelten sich die Gäste. Es gab warme Getränke und süße Backwaren.

Unter dem schützenden Dach versammelten sich die Gäste. Es gab warme Getränke und süße Backwaren.

Das schlechte Wetter macht auch den Bauleuten zu schaffen. Laut Arne Süberkrüb, technischer Leiter der Kitageschäftsstelle im Evangelischen Kirchenkreisverband Süd, zu dem auch der hiesige Kirchenkreis gehört, liege man sechs Wochen im Rückstand. Er rechnet mit der Fertigstellung der baulichen Anlagen im September. Erst dann könne die Betriebserlaubnis beantragt werden. Süberkrüb rechnet daher mit der lange erwarteten Eröffnung im Dezember.

Kapazität von 90 Plätzen

Dann wird dort Platz sein für 90 Kinder, von denen 38 aus der bestehenden Kita in der Dahmer Straße in den neuen Kindergarten umziehen werden und 52 neu geschaffene Kita-Plätze bereitstehen.

Von Hartmut F. Reck

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