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Bürgermeisterwahl

Trebbin: Falko Kietzer-Sonnenschein will ins Rathaus einziehen

Union-Anhänger Falko Kietzer-Sonnenschein will Bayern-Fan Thomas Berger (CDU) im Rathaus ablösen.

Union-Anhänger Falko Kietzer-Sonnenschein will Bayern-Fan Thomas Berger (CDU) im Rathaus ablösen.

Trebbin. Stundenlang kann er über Fußball erzählen, über Union Berlin und die fantastische Geschichte des Aufstieges eines Vereins. Falko Kietzer-Sonnenschein, einer von neun Bewerbern der Bürgermeisterwahl am 4. September in Trebbin, ist Mitglied im ältesten und größten Fanclub, dem Union-Fanclub 1979 Ludwigsfelde e.V. „Der Verein ist Familie, Freunde, Fanklub“, sagt der Kandidat, der den bekennenden Bayern München-Fan Thomas Berger (CDU) im Rathaus gerne ablösen möchte.

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Drängt ins Rathaus: Falko Kietzer-Sonnenschein.

Drängt ins Rathaus: Falko Kietzer-Sonnenschein.

Wer ist Falko Kietzer-Sonnenschein, der auf der Wahlliste an achter Stelle steht? Geboren 1971, als Beruf gibt er staatlich geprüfter Betriebswirt an und wohnt als einziger Bewerber außerhalb Trebbins in Fredersdorf-Vogelsdorf, fast 40 Autominuten von der Clauertstadt entfernt. Über 20 Jahre lebte Falko Kietzer-Sonnenschein in der Nuthestraße in Trebbin, „dort wo meine beiden Söhne, Denny Moritz Sonnenschein (18) und Maximilian Finnley Sonnenschein (16) noch heute groß werden“, so der Kandidat über seinen Bezug zur Stadt und die umliegenden Gemeinden.

Nach der Scheidung ging es in die Berliner Straße 35, schonmal ganz in die Nähe des Trebbiner Rathauses. Einige Jahre hatte er den Vorsitz des Gewerbevereins Trebbin inne, schuf sich sein Netzwerk in der Stadt. Und seitdem Falko Kietzer-Sonnenschein seit kurzem frisch verlobt mit Silke Matuszak („Ich möchte First Lady in Trebbin werden“) ist, führte ihn der Weg nach Fredersdorf-Vogelsdorf, oberhalb von Erkner, mit nach wie vor familiären Bezügen nach Trebbin.

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Kommt Falko Kietzer-Sonnenschein ins Amt, weiß der, dass er sich nicht zurücklehnen kann.

Kommt Falko Kietzer-Sonnenschein ins Amt, weiß der, dass er sich nicht zurücklehnen kann.

Seine Vita hat immer auch etwas mit der Zahl acht zu tun, deshalb glaubt er auch an seine Chance auf acht Jahre Bürgermeisteramt in Trebbin. Geboren 1971 in Berlin-Lichtenberg, unter anderem acht Jahre Zeitsoldat mit BWL-Studium beim Bund, 2008 selbstständig gemacht, als Handelsvertreter für Strom und Gas mit der Handelsvertretung Sonnenschein. „Das lief sehr gut, ich hatte über 1.500 Kunden, viele davon in Trebbin“, erzählt der Union-Fan. Doch dann kam der Krieg in der Ukraine und die Welt sah anders aus: „Danach habe ich mein Geschäft dicht gemacht.“ Jetzt ist er beim Ordnungsamt Schöneiche beschäftigt.

Besorgt über Preise im Energiesektor – auch in Trebbin

Er sieht die explosionsartigen Preissteigerungen im Energiesektor, macht sich darüber große Sorgen und weiß: „Leute legt euch Geld weg – da geht es um mehrere Tausend Euro von Bürgern, die das Geld nicht haben.“ Politisch weiß er momentan nicht, wo man sich einsortieren soll: „Ich habe schon alles gewählt“, sagt Falko Kietzer-Sonnenschein. Eine verlässliche Energie-, eine stabile Währungspolitik – das hätte Deutschland einmal ausgemacht. Dass Deutschland an seine Gasvorkommen, „die die nächsten 15 bis 20 Jahre ja reichen würden“, so der Kandidat, aus ideologischen Gründen nicht ran will, wäre schlimm: „Denn das kann drei bis sechs Millionen Arbeitslose schaffen.“

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Deshalb hat er sich auf die Lokalpolitik konzentriert, sagt, „wir müssen vor Ort lösen, was zu lösen ist, ohne dabei falsche Versprechungen zu machen.“ Das wäre – und so liest es sich in seinem Flyer, der jetzt im Wahlkampf eingesetzt wird: Mehr Transparenz bei Verwaltungsentscheidungen und eine bessere Kommunikation mit allen Bürgern, eine Verbesserung der Serviceangebote im Rathaus, ausreichende Kita- und Hortplätze, Modernisierung und Digitalisierung der Schulen.

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Als ehemaliger Vorsitzender des Gewerbevereins liegt ihm besonders am Herzen: Ansiedlung von Gewerbe, Arbeits- und Ausbildungsplätze fördern, Ausbau der Freizeitangebote für Alt und Jung. Unterstützung aller Trebbiner Vereine, ein umweltbewusstes und sauberes Trebbin, ein besseres Erscheinungsbild der Stadt („kann doch nicht sein, dass der Kreisverkehr immer so verlottert, aussieht“), allgemeine Bepflanzung, Insektenwiesen, Hundetoiletten.

Und dann steht für Falko Kietzer-Sonnenschein auch noch auf der Liste: Kampf für eine wesentlich bessere Verkehrsanbindung und mehr öffentlichen Nahverkehr, Taktung der Regionalbahn im Berufsverkehr, Ausbau und Instandhaltung der Radwege. „Das wäre in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen“, meint er.

Stichwahl in Trebbin gegen Berger wäre schon ein Erfolg

Bei einer Begegnung von Falko Kietzer-Sonnenschein mit dem amtierenden Bürgermeister Berger, meinte dieser als Bayern-Fan: „Wer Meister werden will, muss sowieso jeden schlagen.“ Schaut man sich die Bilanz zwischen Union und den Bayern an, spielten die Köpenicker in den letzten zwei Jahren jeweils 1:1 gegen die Bayern. Einen Tag vor der Bürgermeisterwahl in Trebbin kommt es zur nächsten Begegnung. „Eine Stichwahl wäre für mich schon ein großer Erfolg“, sagt der Kandidat, der den Fußball liebt und mit seiner Dauerkarte in der Alten Försterei sich das Bayern-Spiel nicht entgehen lassen will. Denn der Fußball würde die tollsten Geschichten schreiben.

Von Ulrich Hansbuer

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