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Trebbin

Kleiner Glaspalast offiziell eröffnet

Stimmgewaltiges Trio: Célia Schann, Josephine Strauch und Annemarie Pätzold (v. l.). Schann ist eigentlich Geigerin und trat auch mit ihrem Instrument solistisch auf.

Stimmgewaltiges Trio: Célia Schann, Josephine Strauch und Annemarie Pätzold (v. l.). Schann ist eigentlich Geigerin und trat auch mit ihrem Instrument solistisch auf.

Trebbin. Jörgen Pohl strahlt vor Freude über diesen Samstagabend: Mutig, eigentlich ja übermütig sei es doch, so etwas wie den kleinen Glaspalast in Trebbin auf die Beine zu stellen. Sagt es fast so, als könne er selbst gar nicht fassen, dass nun endlich die offizielle Eröffnung dieser neuen, besonderen Spielstätte ist. Dass er, der Verzinkerei-Unternehmer, angesteckt von Marion Pagels und Frank Hollmanns Begeisterung, nun Geschäftsführer dieses Theaters ist. „Höllenritt“ nennt er lächelnd die vergangenen Monate. „Die Gründung unserer Gesellschaft war erst im April.“

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Aber nun gibt es ihn, den kleinen Glaspalast. Eigentlich sollte schon Anfang Dezember groß gefeiert werden, aber dann wurde die Eröffnung verschoben, die ersten Shows zu Weihnachten, mit Pe Werner, die Gala zu Silvester und Neujahrsbrunch und -konzert gab es aber trotzdem schon. Da konnten Marion Pagels und Frank Hollmann und ihr Team schon so einiges an Erfahrungen sammeln. Einmal fiel kurzfristig das Service-Team aus – „so etwas ist unzufriedenstellend, für uns, aber auch für die Gäste“, so Pagels. Gelernt haben sie auch, sagt sie, dass Konzerte mit größerem Orchester künftig als Freiluftkonzerte auf der großen Wiese am Gebäude stattfinden sollen.

Lob vom Trebbiner Bürgermeister

Umso glücklicher sind nun alle bei der Eröffnung. Alles klappt, das Publikum ist entspannt und gespannt, staunt über den geschmackvoll eingerichteten Raum, der einst Ausstellungsfläche der Trebbiner Möbelwerke war. Marion Pagels, die charmant Besucher zu ihren Tischen geleitet, für alle – ob Künstler oder Gast – ein offenes Ohr hat, eigentlich selbst Sängerin ist und nun den Glaspalast managt, bittet zunächst den Trebbiner Bürgermeister auf die Bühne.

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Thomas Berger (CDU) erinnert sich an die erste Begegnung mit Frank Hollmann und seiner Frau Marion Pagels vor zwölf Jahren, an das erste große Symphonic-Pop-Konzert auf der Wiese in Thyrow. Monate später noch habe das alle beschäftigt, so eindrucksvoll sei das gewesen, sagt er. Als dann 2017 die jährlichen Symphonic-Pop-Shows zum letzten Mal stattfinden sollten, kündigte das kreative Duo zugleich etwas Neues an. „Es dämmerte mir schon, dass es etwas sehr Besonderes werden würde, etwas Exklusives“, so Berger. Über die ersten Veranstaltungen im festen, schmucken Haus habe er sehr, sehr viel Lob gehört.

Electric Live Orchestra ist kleiner Version des großen Orchesters

Nun darf er sich selbst mit anderen geladenen Gästen unter das Publikum mischen, für das Frank Hollmann mit dem Electric Live Orchestra eine kleinere Version seines großen Symphonic Pop Orchestras auf die Bühne holt. Dazu Annemarie Pätzold, die an diesem Abend noch häufiger singen wird, nun aber erst einmal Gregor Meyles „Du bist das Licht“ vorträgt. Und das mit einer Power in der Stimme, die sehr beeindruckt. Und auch die anderen Sängerinnen und Sänger begeistern die Zuschauer. Dass so einige dort an den Mikros aus der Region kommen, teilweise ganz normalen Jobs nachgehen, ist kaum zu glauben. Und dann kommt auch noch Geigerin Célia Schann im Ballettdress elegant auf die Tanzfläche gehüpft, spielt ein Solo und steht wenig später im Abendkleid neben Pätzold und Josephine Strauch, nicht minder kraftvoll singend. So viele Talente! Mit dabei sind auch Marcel und Christoph Stadler, beide in der Region auch als Duo mit/ohne bekannt, und Sina Sofia Sander, über die Jahre allesamt feste Größen im Symphonic-Pop-Reigen geworden.

Spätestens bei „Despacito“ oder „Pretty Woman“ trauen sich die Besucher auch auf die Tanzfläche. Zwischendurch sorgt DJ Werner Bulwahn noch für etwas Wunschmusik, und von Marion Pagels fällt nun allmählich die Anspannung ab. Viele sprechen sie an, sind begeistert, loben den Koch, Musiker und Sänger bekommen immer wieder kräftigen Applaus. Ein sehr gelungener Abend, davon – und vom Pralinenmousse – bitte mehr!

Von Karen Grunow

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