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Trebbin

Trebbin: Bürgermeister Thomas Berger (CDU) peilt vierte Amtsperiode an

Amtsinhaber Thomas Berger (CDU) kandidiert erneut zur Bürgermeister-Wahl in Trebbin am 4. September.

Amtsinhaber Thomas Berger (CDU) kandidiert erneut zur Bürgermeister-Wahl in Trebbin am 4. September.

Trebbin. Thomas Berger (CDU) will es noch einmal wissen. Seit 1995 ist der gebürtige Rheinländer in der Trebbiner Kommunalpolitik tätig; seit 24 Jahren lenkt er die Geschicke der Stadt als hauptamtlicher Bürgermeister. Nun peilt Berger seine vierte Amtsperiode an. Am 4. September findet in Trebbin die Bürgermeister-Wahl statt und der Amtsinhaber verteidigt sein Revier mit aller Kraft gegen acht Mitbewerber. Vom CDU-Stadtverband ist Berger mit großer Mehrheit erneut als Kandidat nominiert worden.

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In Trebbin wird am 4. September ein neuer Bürgermeister gewählt.

In Trebbin wird am 4. September ein neuer Bürgermeister gewählt.

„Ich habe lange überlegt, ob ich noch mal antrete“, gibt der 58-Jährige zu. „Es gab Phasen mit großen Zweifeln, ob es richtig ist.“ Doch dann sei Trebbin in den letzten Jahren mit so vielen neuen Problemen konfrontiert worden. „Zwei Jahre Corona-Pandemie haben die Menschen verändert. Durch den schleichenden Zuzug gibt es viele Infrastrukturprobleme, wir brauchen mehr Kita-, Hort- und Schulplätze. Und dann die Energiekrise mit hohen Preisen“, erzählt Berger. „Mit diesen neuen Herausforderungen will ich die Stadt nicht allein lassen. Es braucht ein großes Maß an Erfahrung. Ich habe viele Vorgespräche geführt, juristische Hürden genommen und die Vorhaben auf ein gesundes Fundament gestellt, jetzt will ich daran weiterbauen. Irgendwie ist es mein Lebenswerk, das ich für die Stadt Trebbin mit den Trebbinern vollenden will.“

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Schon öfter wurde Berger für seine Alleingänge und überraschenden Entscheidungen kritisiert. Jetzt gibt es eine Neuauflage. Statt einen Hortneubau, wie ihn auch die Stadtverordneten jüngst festgeschrieben haben, favorisiert Berger eine andere Variante: „Da auch die Klassenräume aus allen Nähten platzen, schlage ich den Bau einer neuen dreizügigen Oberschule und Sporthalle vor.“

In leere Oberschule soll der Hort einziehen

Das dann leer gezogene Gebäude der Oberschule könne als zentraler Hort für alle Hortkinder direkt neben der Grundschule genutzt werden. Damit sei allen geholfen. „Man muss auch Mut zur Kurskorrektur haben, wenn man merkt, dass der eingeschlagene Weg nicht nachhaltig ist“, erklärt der Bürgermeister. Den finanziellen Eigenanteil habe man bisher weder für einen Hort noch für einen Schulneubau, man müsse eh einen Kredit aufnehmen. „Da die Oberschule zur Sekundarstufe I gehört, würden wir über die Betriebskosten-Erstattung noch Zuschüsse vom Landkreis erhalten“, begründet Berger aus seiner Sicht den Vorteil.

Kunstrasen für Sportplatz Ebelstraße

Jugendarbeit und Sportvereine will er weiter fördern. Und einen Kunstrasenplatz samt Tartanbahn für den Sportplatz Ebelstraße forcieren. „Wir benötigen im Sommer allein 800.000 Liter Wasser pro Woche zur Bewässerung unserer beiden Sportplätze. Das ist aus personellen, finanziellen und Klimaschutzgründen nicht mehr hinnehmbar“, sagt Berger.

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Radwege für die Ortsteile

Der Wahl-Trebbiner ist studierter Verwaltungswirt und kennt sich in der öffentlichen Verwaltung aus. Seine größten Stärken sieht er in seiner Kompetenz und Erfahrung und seinem verlässlichen Handeln. „Während andere ständig über Unzulänglichkeiten und Vorschläge diskutieren, packe ich sie an. Ich baue darauf, dass die Trebbiner Wähler das zu schätzen wissen“, so Berger. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte er versprochen, alle 13 Ortsteile mit einem Radweg zu verbinden. „Jetzt fehlen nur noch vier Ortsteile. Der von Schönhagen nach Blankensee wird gebaut und ältere werden bereits saniert“, sagt der Bürgermeister.

Berger räumt Fehler ein

Er räumt auch Fehler ein. In der Stadtverordnetenversammlung habe er immer die Homogenität geschätzt. Über Parteien hinweg habe man meist für ein gemeinsames Ziel gearbeitet. „Das ist seit der Kommunalwahl 2019 anders, da wird viel polarisiert. Ich habe dann immer versucht, einheitliche Meinungen zu schaffen, alle Unklarheiten aus dem Weg zu räumen und Kritikern Zeit zu geben. Dadurch wurde vieles verzögert und zu langsam entschieden.“

Amtsinhaber und Wieder-Bewerber Thomas Berger (CDU) in seinem Haus in Trebbin.

Amtsinhaber und Wieder-Bewerber Thomas Berger (CDU) in seinem Haus in Trebbin.

Das will er künftig nicht mehr. „Wenn ich eine Meinung habe, bleibe ich dabei und die Mehrheit der Stadtverordneten muss entscheiden, ob sie es will oder nicht“, sagt Berger. Er ärgert sich zum Beispiel über die jüngst abgewürgten Entscheidungen zu geplanten Wohngebieten in Thyrow und Trebbin. „Obwohl der Flächennutzungsplan von 2018 eindeutig ist, wurden offene Fragen vorgeschoben, die man hätte klären können“, moniert er. „Und ich will versuchen, die breite Bürgerschaft vorher in Entscheidungen einzubeziehen. Denn das Interesse ist da, wie etwa beim Stadtentwicklungskonzept.“

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Verfechter des Klimaschutzes

Berger gilt als Verfechter des Klimaschutzes und der erneuerbaren Energien. „Wir wollen niemanden zur Nutzung von Solar- oder Elektroenergie zwingen. Aber wer es möchte, dem präsentieren wir Angebote, zum Beispiel mit Ladesäulen oder Know-how“, erklärt er.

Thomas Berger hat drei Kinder und drei Enkel, lebt derzeit allein in seinem Haus und fühlt sich schon lange als Trebbiner. „Übernächstes Jahr wohne ich länger in Trebbin als jemals vorher in einem anderen Ort“, sagt er stolz.

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