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Blankensee

UN-Ehrung für Steinkauz-Projekt zwischen Nuthe und Nieplitz

Wenn man als 100 solcher Steinkauzpaare im Naturpark leben, wäre die Art von selbst überlebensfähig. Doch der Weg dahin ist lang.

Wenn man als 100 solcher Steinkauzpaare im Naturpark leben, wäre die Art von selbst überlebensfähig. Doch der Weg dahin ist lang.

Glau. „Einen langen Atem und gutes Durchhaltevermögen“, antwortet Christa Schmid auf die Frage, was für ein erfolgreiches Wiederansiedlungsprojekt nötig ist.

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Schmid muss es wissen. Denn als Vorsitzende des Landschaftsfördervereins der Nuthe-Nieplitz-Niederung haben sie und ihre Mitstreiter auch das Wappentier des Naturparks, den Kranich, wieder in der Region heimisch werden lassen. Am Samstag wurden die Naturschützer nun auch für ihr Steinkauz-Projekt geehrt.

Mit diesem Pokal darf sich der Landschaftsförderverein als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ von nun an schmücken

Mit diesem Pokal darf sich der Landschaftsförderverein als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ von nun an schmücken.

Die Auszeichnung kommt aus hohem Hause: von den Vereinten Nationen. „Zwei Jahre lang dürfen sie den Titel als offizielles Projekt der UN-Dekade ,Biologische Vielfalt’ tragen“, erklärte der Präsident des Brandenburgischen Landesamtes für Umwelt, Dirk Ilgenstein, während der Verleihung am Wochenende.

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10.000 Euro als Starthilfe für das Steinkauz-Projekt

Das Engagement für die kleinen Eulen begann in der Nuthe-Nieplitz-Niederung kurz nach der Wende. „Ein Steinkauz-Enthusiast aus dem Westen war damals hier zu Besuch“, erinnert sich Projektleiter Peter Koch, „er erkannte, dass unsere Region gut für die Vögel geeignet wäre und spendete daraufhin eine große Summe Geld an den Naturschutzbund, um die Steinkäuze hier wieder anzusiedeln.“

Peter Koch leitet das Projekt zur Wiederansiedlung der Steinkäuze in der Nuthe-Nieplitz-Niederung

Peter Koch leitet das Projekt zur Wiederansiedlung der Steinkäuze in der Nuthe-Nieplitz-Niederung.

Trotz umgerechnet 10.000 Euro als Startgeld hatte es das Projekt nicht immer einfach. „Mit der Idee stießen wir nicht überall auf fruchtbaren Boden“, erzählt Koch, „Projekte zur Wiederansiedlung von Tierarten sind oft umstritten.“

Im Land Brandenburg gab es damals bereits zwei ähnliche Projekte für die kleinen Eulen. Dass ihr Erfolg zu dieser Zeit noch nicht nachweisbar war, machte es den Naturschützern in der Region Nuthe-Nieplitz nicht einfacher. Der von Vereinschefin Christa Schmid genannte "lange Atem" war gefragt.

Seit 2011 gibt es Fördermittel vom Land

Erst 2011 gab es den ersten Fördermittelbescheid vom Land. Zwei Jahre zuvor hatten zwei Steinkauzfreunde bereits auf eigene Faust und ohne finanzielle Hilfe mit der Zucht begonnen. Knapp 200 Tiere wurden in den vergangenen zehn Jahren aufgezogen und angesiedelt.

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Als die finanzielle Unterstützung im Jahr 2016 gänzlich auf der Kippe stand, retteten Privatpersonen das Naturschutzprojekt. Seit 2017 gibt es wieder Fördergelder vom Land für die Arbeit mit den kleinen Eulen.

Landesumweltamtspräsident Dirk Ilgenstein (r) ehrte Projektleiter Peter Koch und Vereinsvorsitzende Christa Schmid mit der UN-Auszeichnung

Landesumweltamtspräsident Dirk Ilgenstein (r.) ehrte Projektleiter Peter Koch und Vereinsvorsitzende Christa Schmid mit der UN-Auszeichnung.

Ihr Ziel haben Peter Koch und seine Mitstreiter aber noch nicht erreicht: Mit 100 frei lebenden Steinkauzpaaren wäre der Artenbestand von selbst überlebensfähig und könnte sich ohne menschliche Hilfe erhalten.

"2018 haben wir 25 rufende Steinkäuze im Nuthe-Nieplitz-Gebiet erfasst", berichtet Ilgenstein, "es gibt also noch viel zu tun."

Von Victoria Barnack

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