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Baruth

Unterhaltsames Neujahrskonzert

Auftritt des Duos Absit im Schloss Baruth.

Auftritt des Duos Absit im Schloss Baruth.

Baruth. Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) hatte nicht übertrieben. Das Neujahrskonzert am Samstagabend im Alten Schloss in Baruth war tatsächlich etwas Besonderes. Zum einen fand es an einem außergewöhnlichen Ort statt. Zum anderen musizierten zwei exzellente Musikerinnen im alten Gewölbekeller des Schlosses.

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Die beiden Spanierinnen Carla Obdach Esteban (Saxofon) und Elisabet Iserte-Lopez (Cello) bilden das Absit Duo. „Melodien aus allen Winden“ heißt ihr Programm, dass sie in Baruth präsentierten. Etwa 80 Besucher waren dabei, die Stühle im Gewölbekeller fast alle besetzt. Cord Schwartau freute das große Interesse. „Unsere Konzerte kommen an, die Zahl der Stammgäste wächst“, sagte der Geschäftsführer der Kulturfestspiele „Schlösser und Gärten der Mark“. Er verwies auf das steigende Interesse an Aufführungen in Orten abseits der Metropolen. „Brandenburg hat so viel zu bieten. Wir machen mit unserem Kulturfestival darauf aufmerksam.“

Baruth war am Samstagabend die erste Station der musikalischen Klangreise durch das Land Brandenburg im neuen Jahr. „Die beiden Künstlerinnen sind hervorragend“, sagt Petra Stein aus Golßen (Dahme-Spreewald). „Zudem ist das Ambiente hier im alten Gewölbekeller einfach toll. Ich habe es nicht bereut, hier dabei zu sein.“ Was sie und die anderen Besucher geboten bekamen, war außergewöhnlich. Die Kombination Saxofon und Cello gibt es nicht oft. Entsprechend rar sind gemeinsame Kompositionen für diese beiden Instrumente. Das spanische Duo hat sich dennoch herangewagt, das Publikum auch mit eigenen Arrangements überrascht. „Die Beiden spielen hervorragend“, sagt Ute Nitsche. „Es macht großen Spaß, ihnen zuzuhören.“ Die Barutherin hatte sich auf das Konzert gefreut: „Anspruchsvolle Musik interessiert mich. Schön, dass so etwas hier in unserer Stadt geboten wird.“

Es war das zweite Neujahrskonzert im Alten Schloss. Akteure der Festspiele Mark Brandenburg und Dietmar Becker, Organisator vor Ort, hatten organisatorisch den Hut auf. Bürgermeister Ilk dankte ihnen für dieses „Gemeinschaftswerk“. Mit Carla Obach Esteban und Elisabeth Iserte-Lopez hatten sie zwei Künstlerinnen für das Neujahrskonzert gewonnen, die nicht nur exzellent musizierten und perfekt harmonierten, sondern sich seit vielen Jahren kennen. Beide hatten schon als Kinder gemeinsam die Musikschule in Barcelona besucht.

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Am Samstagabend präsentierten sie Melodien aus aller Welt. Traditionell spanische Tanzmusik war ebenso zu hören wie französisch-impressionistische sowie russisch-sowjetische Musik; selbst Mozart erklang.

Peter Ilk hatte „flotte Spanierinnen“ angekündigt, und das Duo lieferte. Cord Schwartau war davon nicht überrascht. „Wir bieten den Brandenburgern musikalische Qualität aus Berlin. Und die ist dort unendlich. Unser hoher Anspruch unterscheidet uns von anderen Bundesländern. Wir sind kein Reisezirkus, sondern bieten musikalischen Genuss der Extraklasse.“

Der „Radetzky-Marsch“ zum Abschluss des Konzerts am Samstag gehörte dazu. Das Publikum klatschte rhythmisch mit, einige Gäste standen sogar auf. Spätestens jetzt stand fest: Die Veranstaltung war gelungen, der musikalische Auftakt ins neue Jahr geglückt. Für das Absit Duo gab es Blumen und Wein aus Baruth. Und für die Besucher das Versprechen, sich auf weiteren Musikgenuss freuen zu dürfen. Am 7. September wird das Kulturfestival erneut Station in Baruth machen. Dann gastiert ein Saxofon-Quartett mit „Back to the roots“ im Alten Schloss.

Von Andreas Staindl

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