Neuer Industriepark in Ludwigsfelde

Wasser, Gas und Glasfaser für die Eichspitze

Neue Trink- und Abwasserleitungen fürs künftige Industriegebiet Eichspitze in Ludwigsfelde; eine Gashochdruckleitung wird umverlegt.

Neue Trink- und Abwasserleitungen fürs künftige Industriegebiet Eichspitze in Ludwigsfelde; eine Gashochdruckleitung wird umverlegt.

Ludwigsfelde. Bis Freitagabend war unklar, ob die neue Gashochdruckleitung für das künftige Industriegebiet Eichspitze in Ludwigsfelde dicht ist. Eine 48 Stunden dauernde Prüfbelastung mit Wasser und einem Druck von 160 Bar war noch nicht abgeschlossen.

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"Erst, wenn nach der Röntgenprüfung auch dieser Test bestanden ist, kann die neue Leitung zugelassen werden", erklärt Michael Schulz, technischer Projektleiter bei der Potsdamer Firma IPG. Die entwickelt das neue Industriegebiet im Auftrag der Stadt Ludwigsfelde. Wie berichtet will dort der Paketdienstleister DHL auf 16,5 Hektar möglichst schnell sein neues Riesenverteilzentrum für bis zu 50 000 Sendungen pro Stunde bauen.

Ende Juni soll alles fertig sein

Ende Juni, so der Zeitplan nach Schulzes Worten, sollen alle neuen Medien fertig verlegt und für Investoren nutzbar sein. Das heißt: Bis dahin müssen 1450 Meter Abwasserdruckleitung vom Kreisel Birkengrund parallel zum Schwarzen Weg bis zum Nordverbinder ebenso fertig sein wie 2300 Meter Trinkwasserleitung, sechs Wasser- und Abwasser-Hausanschlüsse, eine 1,5 Kilometer lange Gasmitteldruckleitung und ein Telekom-Glasfaserkabel für Highspeed-Datenaustausch.

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Parallel zu all dem baut der Stromversorger Edis einen Mittelspannungs-Lückenschluss (20 Kilovolt) zum Brandenburg Park. Im bisherigen Acker liegt eine alte Gashochdruckleitung mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern. „Früher, als hier Landwirtschaft betrieben wurde, hat das niemanden weiter interessiert“, sagt Michael Schulz, „aber um die vermarktbare Fläche freizubekommen, muss diese Leitung nun um 1200 Meter umverlegt werden.“ Die neue Hochdruckleitung soll im Juni angebunden werden.

Neue Medien fürs künftige Industriegebiet Eichspitze Ludwigsfelde werden gelegt

Neue Medien fürs künftige Industriegebiet Eichspitze Ludwigsfelde werden gelegt

Ein weiteres großes Hindernis auf diesem ersten 44 Hektar großen Industriepark-Bereich sind drei Hochspannungsleitungen, die das Areal zwischen Bundesstraße 101 und Anhalter Bahn direkt in der Einflugschneise von Schönefeld queren: zwei 110-kV-Edis-Leitungen zu den Umspannwerken Neubeeren und Thyrow sowie eine gleichstarke Bahnstromtrasse.

„Die stören trotz ihrer Höhe, weil darunter keine Gebäude stehen dürfen“, erklärt der IPG-Manager. Das heißt für Investoren: Sie müssen ihre Grundstück so beplanen, dass unter den Leitungen nur Parkplätze und Grünflächen angelegt werden. „Auch DHL ist davon betroffen und muss sein Grundstück entsprechend konditionieren“, sagt Schulz.

Bei laufendem Verkehr auf der Landesstraße nebenan wird das künftige Industriegebiet Eichspitze in Ludwigsfelde erschlossen

Bei laufendem Verkehr auf der Landesstraße nebenan wird das künftige Industriegebiet Eichspitze in Ludwigsfelde erschlossen.

Für ein 15 Hektar großes Grundstück werde inzwischen sehr konkret mit einem weiteren Investor erhandelt, hieß es jüngst von Seiten der Stadt und von der IPG. Frei sind dann noch zehn Hektar zwischen B101 und Schwarzem Weg, der Landesstraße 793, dort würden Lkw-Stellflächen angelegt und kleinteilig Flächen verkauft, so Schulz.

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Nicht die einzigen Großaktionen

Die jetzigen Bauarbeiten sind nicht sind nicht die einzigen Großaktionen auf diesem Gelände, von denen später, wenn alle Rohre und Leitungen in der Erde verschwunden sind, niemand mehr etwas sieht. Einen nicht alltäglichen Wasserleitungsbau plant der Zweckverband Region Ludwigsfelde (Warl) im kommenden Jahr, die Vorarbeiten laufen bereits: Zur neuen Trinkwasserleitung gehört die Unterquerung der Hochgeschwindigkeitsgleise Anhalter Bahn.

„Das ist für einen Ringschluss zum Industriepark nötig“, erklärt Warl-Verbandsvorsteher Hans-Reiner Aethner. Solche Ringschlüsse für mehrere Versorgungsvarianten seien bei Havarien wichtig, um die Versorgung zu gewährleisten, so der Fachmann.

Von Jutta Abromeit

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