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Frankfurt/Ludwigsfelde

Wechsel an der Spitze der Bundesvereinigung gegen Fluglärm

Carl Ahlgrimm (CDU).

Carl Ahlgrimm (CDU).

Frankfurt/Ludwigsfelde. Carl Ahlgrimm (CDU), löst Helmut Breidenbach, den langjährigen Präsidenten und 1.Vorsitzenden der Bundsvereinigung gegen Fluglärm (BVF), ab. Das teilt der Verein am Sonntag nach seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am Wochenende in der Main-Metropole Frankfurt (Hessen) mit. Breidenbach war seit 2005 Vorsitzender und legt das Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

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Zu seinem Nachfolger wurde der 62-jährige Diplom-Verwaltungswirt Carl Ahlgrimm aus Ludwigsfelde einstimmig gewählt, heißt es in der Presseerklärung. Ahlgrimm war von 2002 bis 2018 Bürgermeister der vom Flughafen BER betroffenen Gemeinde Großbeeren (Brandenburg) und habe in seiner Amtszeit maßgeblich im Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg als stellvertretender Moderator und Leiter der Arbeitsgruppe Interessenausgleich mitgewirkt. Außerdem war er zeitweilig Vorsitzender der Fluglärmkommission, und das auf Vorschlag der BVF.

Zu seiner Wahl erklärt Carl Ahlgrimm: „Es sind sehr große Fußstapfen, die meine Vorgänger in diesem Amt hinterlassen haben.“ Immerhin handele es sich bei der BVF um eine Umweltorganisation, die im Luftverkehrsgesetz nicht nur namentlich erwähnt ist, sondern der darin vom Gesetzgeber ausdrücklich das Recht zugestanden worden sei, in jeder an einem Verkehrsflughafen mit Linienverkehr zu bildenden Fluglärmkommission vertreten zu sein, so Ahlgrimm.

Kurt Oeser, Joachim Hans Beckers und Helmut Breidenbach hatten in den mehr als 50 Jahren des Bestehens der Bundesvereinigung Maßstäbe gesetzt, was den Kampf für Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge betrifft, heißt es in der Presseerklärung weiter. „Es wird harte Arbeit, hier mitzuhalten, und ich bin froh darüber, dass Helmut Breidenbach mir zukünftig als Ehrenpräsident der BVF und Berater weiter zur Verfügung stehen wird“, so Ahlgrimm.

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Als eine der dringlichsten Aufgaben sieht er, die Politik beim Wort zu nehmen, und meint: „Wer im Koalitionsvertrag zusagt, die Fluglärmkommissionen in ihrer Arbeit zu unterstützen, muss den Worten auch Taten folgen lassen – und zwar in der laufenden Legislaturperiode, für die der Koalitionsvertrag abgeschlossen wurde.“

Wer weiter verspreche, Lärmgrenzwerte für den Schutz der Menschen rund um die Flughäfen unter Berücksichtigung des Standes der Lärmwirkungsforschung zu überprüfen und weiterzuentwickeln, der müsse ebenso kurzfristig liefern und könne nicht drauf verweisen, dass für das bereits zwölf Jahre alte Fluglärmschutzgesetz und dessen etwas jüngere Rechtsverordnungen noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vorliegen, wie das im jüngsten Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Fluglärmbericht geschehen sei, erklärt der neue BVF-Vorsitzende.

Von Jutta Abromeit

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