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Wünsdorf

Afrikanische Delegation besucht KMS in Wünsdorf

Die afrikanische Delegation und Mitarbeiter von KMS beim Vor-Ort-Termin in der Kläranlage Wünsdorf.

Die afrikanische Delegation und Mitarbeiter von KMS beim Vor-Ort-Termin in der Kläranlage Wünsdorf.

Wünsdorf. Solche Gäste begrüßt man in Zossen nicht alle Tage: Am Dienstag besuchte eine Gruppe Nordafrikaner mit ihrer Betreuerin und zwei Dolmetscherinnen die Geschäftsstelle des Zweckverbands „Komplexsanierung mittlerer Süden“ (KMS) im Ortsteil Wünsdorf.

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Neue Wege in der Stadtentwicklung

Die fünf Männer und drei Frauen aus Marokko, Tunesien und Algerien sind in ihren Heimatländern an verschiedensten Stellen Fachleute für Stadtentwicklung und befinden sich zurzeit über das Programm „Baladiya - Neue Wege in der Stadtentwicklung“ in Berlin. Dieses Programm ist eine Initiative der Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und speziell für den umfassenden Austausch von Fachkräften aus den Maghreb-Staaten mit ihren Ressortkollegen in Deutschland konzipiert.

Transnationale Netzwerke

Die Europäischen Akademie in Berlin setzt es um, ermöglicht gemeinsam mit ihren Partnern den teilnehmenden Stadtplanern die Entwicklung eigener Vorhaben und den Aufbau transnationaler Netzwerke. Das Programm bietet Diskussionen, Vorträge, Besichtigungen und Kompetenztrainings. Die Wasseraufbereitung ist im warmen Klima des Maghreb ein wichtiges Thema.

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Beispiele genannt

So suchte die Berliner Akademie ein anschauliches Beispiel für die Abwasser-Aufbereitung einer Region und fragte in Wünsdorf nach, ob Mitarbeiter des KMS ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet teilen würden. „Das machen wir sehr gern“, erklärte Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus. Gemeinsam mit dem technischen Leiter im Verbandsgebiet, Paul Langleist, begrüßte sie die Besuchergruppe und erklärte zunächst Struktur, Bedeutung und Aufgaben des Abwasserzweckverbands. Sie brachte mithilfe des Beamers mehrere Statistiken an die Wand.

Gute Übersetzungsarbeit

Die beiden Übersetzerinnen – die deutschstämmige Kerstin Elsner und die Französin Claire Labingne - überraschten mit profundem Fachvokabular. Lediglich als Heike Nicolaus die vier „Belebungsbecken“ ins Spiel brachte, steckten die Dolmetscherinnen die Köpfe zusammen, um den Teilnehmern eine gute Übersetzung anzubieten. Per Headset konnten die Frauen und Männer den Vortrag simultan verfolgen. Anschließend kamen viele Fragen. Tahar Mohamed-Chérif, Architekt und Generalsekretär für kommunale Aufgaben in der südtunesischen Stadt Gabès, wollte wissen, ob das gereinigte Wasser für die Bewässerung von Obstbäumen verwendet werden kann.

Vor-Ort-Besuch

So etwas ist bei uns heute nicht mehr vorgesehen. Heike Nicolai erklärte, dass das Wasser nach Durchlaufen aller mechanischen und chemischen Reinigungsstufen über Müllergraben und Nottekanal in die Spree geleitet wird. Weitere Fragen gab es nach Bakterien im Klärprozess und dem Verbleib des Klärschlamms. Fouzia Boucheriba, promovierte Dozentin der Universität Constantine, der drittgrößten algerischen Stadt, interessierte sich für die Organisation und Entscheidungsbefugnisse des Verbands. Anschließend besuchten die Gäste die beiden Klärwerke in Wünsdorf und Zossen. Hier stand unter anderem Klärwerksleiter Sven Hennig Rede und Antwort.

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Von Andrea von Fournier

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